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Tag der offenen Tür Bauplatz 6Wie berichtet (Artikel „Bauarbeiten für Bauplatz 6 in Monte Laa starten“), wird bereits seit Ende November 2012 an einem neuen Wohnkomplex in Monte Laa gebaut. Der Baukomplex an der Laaer-Berg-Straße 49 wird als erster Teil des umstrittenen Flächenwidmungs- und Bebauungsplans Nr. 7915 verwirklicht und wird voraussichtlich bereits mit 1. August 2014 bezugsfertig sein.

Unter dem Motto „Wohnen am Monte Laa Park“ errichtet die gemeinnützige Bau- und Siedlungsgesellschaft Familienwohnbau auf dem Gelände an der Ecke Laaer-Berg-Straße / Urselbrunnengasse insgesamt 131 freifinanzierte Mietwohnungen mit 2 bis 4 Zimmern in unterschiedlicher Größenordnung, angefangen von rund 63m² bis zu 118m². Hinzu kommen 194 PKW-Abstellplätze und fünf Geschäftslokale, darunter ein DM Drogeriemarkt sowie eine Filiale der Lebensmittelkette Hofer.

Am 17. Mai 2014 bestand für einen Nachmittag die Möglichkeit, die in Niedrigenergiebauweise errichtete Wohnhausanlage im Rahmen eines Tags der offenen Tür noch vor Fertigstellung zu besichtigen. Dabei konnten über einige Geschosse verteilt mehrere Wohnungstypen genauestens unter die Lupe genommen werden. Für Fragen standen sowohl zahlreiche Mitarbeiter als auch ausreichend Informationsfolder und Aushänge zur Verfügung.

Aktuell sind auf der Website der Bau- und Siedlungsgesellschaft Familienwohnbau noch 22 Wohnungen verfügbar

 

Tag der offenen Tür Bauplatz 6   Tag der offenen Tür Bauplatz 6

  

Am 30. Juni 2010 wurde für die noch unverbauten Bauplätze entlang der Laaer-Berg-Straße in Monte Laa eine Widmung mit insgesamt drei Hochhäusern vom Wiener Gemeinderat abgesegnet. Seither ist Monte Laa´s Zukunft immer noch ungewiss: Während sich das kleinere Gebäude des umstrittenen Flächenwidmungs- und Bebauungsplans Nr. 7915 auf Bauplatz 6 an der Ecke Laaer-Berg-Straße / Urselbrunnengasse bereits in Bau befindet, gibt es zum Realisierungsstand der Türme auch nach drei Jahren noch keine offiziellen Informationen.

Rückblick: Im Februar 2010 wurden im Rahmen der öffentlichen Auflage geschätzt an die 1000 Stellungnahmen abgegeben. Alleine 715 dieser Stellungnahmen gaben Christian Petsch, Silke Pichler und Maximillian Hantsch-Köller von der damaligen Bürgerinitiative bei der zuständigen MA21B ab. Christian Petsch und Silke Pichler führen immer wieder Gespräche mit Politikern unterschiedlichster Fraktionen und leiteten im Rahmen der Petition „7915 – Rettet die Wohnqualität Monte Laa´s!“ im Oktober 2012 neuerlich 400 Unterschriften an den Bezirk Favoriten weiter. Das Signal ist deutlich: Monte Laa hat eine schlechte öffentliche Verkehrsanbindung und wenig Nahversorger, Türme will eine äußerst breite Mehrheit jedoch nicht.

Montelaa.biz vorliegenden Informationen zufolge werden derzeit Gespräche mit Bauträgern geführt. Die Hoffnung, dass die neuen Bauten nicht in Form von Türmen errichtet werden, ist derzeit noch nicht gestorben. Fix ist jedoch, dass seit Juni 2010 eine gültige Flächenwidmung für das Gebiet besteht. Diese Flächenwidmung sieht entlang der Laaer-Berg-Straße drei Hochhäuser mit Höhen von bis zu 110m, 100m und 65m vor. Für die beiden Türme mit 110m und 100m Höhe tritt jedoch mit 30. Juni 2017 eine Bausperre in Kraft, sofern bis dahin nicht mit der Realisierung begonnen wurde.

Mitte Juni 2013 wurde in Wien Heute ein Beitrag ausgestrahlt, der genau dieses Problem anspricht:

Bezirksrätin Magdalena Kelaridis und ÖVP-Verkehrssprecher DI Roman Stiftner luden am 2. Mai 2013 zum ÖVP-Stammtisch, um wichtige und brisante Themen rund um den Laaer Berg zu besprechen und zu diskutieren. Erwähnt wurden eingangs erreichte Ziele wie beispielsweise ein öffentliches WC im Böhmischen Prater oder barrierefreie Wahllokale, aber auch nicht erfolgreiche Projekte als auch laufende Konzepte wurden kurz thematisiert.

ÖVP Stammtisch Mai 2013Hervorzuheben ist hier ein derzeit in Bearbeitung befindlicher Antrag der ÖVP, der Überlegungen für ein Verkehrskonzept für die Laaer-Berg-Straße fordert. Eine Radzählung ergab, dass der dortige “Mehrzweckstreifen“ (Otto Normalbürger besser bekannt als der riskante Fahrradstreifen) kaum genützt wird. Die Gründe hierfür liegen vermutlich darin, dass die Laaer-Berg-Straße bergauf stetig und teilweise sogar steil ansteigt und die Benützung des Mehrzweckstreifens äußerst riskant ist. 

Thematisiert wurde auch die neue Buslinie 68B, die ab dem Frühjahr 2014 abwechselnd zur Buslinie 68A fahren soll. Damit wurde bereits der Themenschwerpunkt des hiesigen Abends angestoßen:

 

Verkehr und Stadtentwicklung – Verbauung Laaer Berg.

ÖVP Stammtisch Mai 2013 Hr SchleihsHorst Schleihs, Sprecher der Bürgerinitiative Viola Park, wurde eingeladen, das umstrittene Projekt und die Probleme, die dieses Vorhaben mit sich bringt, vorzustellen. Er erzählte vom Werdegang des bisherigen Projektverlaufes und dem Widerstand der umliegenden Bewohner, der sich innerhalb kürzester Zeit formiert hatte.

Altlasten und die Instabilität des Bodens machen Bauvorhaben am Laaer Berg ohnehin bereits schwierig. Vom fehlenden Verkehrskonzept des Projektes sind jedoch nicht nur die Kleingärten Wilhelmshöhe und Fischeralm, sondern auch die Anrainer der Theodor-Sickel-Gasse,  Monte Laa und in einem klein bisschen größeren Blickwinkel der gesamte Laaer Berg mit all jenen, die diesen bewohnen oder queren, betroffen.

Hinzu kommt, dass die Idee des Viola Parks nicht das einzige Bauprojekt am Laaer Berg darstellt: In unmittelbarer Nähe, rund um den Porr-Turm, entstehen aktuell Wohnungen in der Absberggasse, ein paar Hausnummern weiter folgt noch im Jahr 2013 der erste Bauteil der sogenannten „Preyerschen Höfe“. In Monte Laa wird bereits Bauplatz 6 (gegenüber Spar / Tankstelle; Ecke Urselbrunnengasse) verbaut, drei Türme entlang der Laaer-Berg-Straße sollen noch folgen.

Die Diskussionsteilnehmer sind sich einig, dass dem Laaer Berg schon jetzt ein brauchbares Verkehrskonzept fehlt. Was hier auf die Bewohner in Zukunft zukommen könnte,  bereitet vielen der Anwesenden Bauchschmerzen. Kritisiert wurden vor allem fehlende Einsicht und fehlende Einbindung in die Planungen sowie das bereits bestehende Verkehrschaos an der Laaer-Berg-Straße, bei dem Stau und Überlastung schon jetzt an der Tagesordnung stehen. 

ÖVP Stammtisch Mai 2013DI Stiftner, Gemeinderat und Verkehrssprecher der ÖVP, wies jedoch unter anderem auch auf die Notwendigkeit der Stadtentwicklung hin. Wien erwartet immerhin einen Bevölkerungszuwachs an die  2-Millionen-Grenze. Dennoch eigne sich der innerstädtische Bereich besser für eine Verdichtung, da dort bereits auf eine bestehende, meist bestens ausgebaute Verkehrsanbindung zurückgegriffen werden kann. Auch der Ausbau des Radwegenetzes sei auf Grund der räumlichen Verhältnisse im innerstädtischen Bereich wesentlich sinnvoller.

Der gemütliche Abend endete schließlich nach ein paar Stunden eingehender und anregender Diskussionen in angenehmer Atmosphäre.

Die Bebauung am Monte Laa geht weiter: Dort, wo sich in den letzten Jahren eine Steppe zum wild verwachsenen Areal entwickelt hat, fahren in wenigen Tagen die Bagger auf. Am 26.11.2012 beginnen die Bauarbeiten auf Bauplatz 6.

Schon der im Jahr 2010 beschlossene und wegen seiner Türme heftig umstrittene Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7915 hat die nunmehr unmittelbar bevorstehende Bebauung umfasst. Vor rund einem Jahr wurden bereits Mieter für die künftigen Geschäftsflächen gesucht, nun wird es schließlich ernst.

Direkt neben dem Campus Monte Laa entsteht in Bälde ein Wohn- und Geschäftsbau in massiver und geschlossener Bauweise. Das Gelände wird hierfür stellenweise um knapp zwei Meter angeschüttet. Fünf Geschäftslokale, 131 Wohnungen und 197 Parkplätze in zwei Untergeschoßen werden schließlich in dem neuen Gebäude Platz finden. Gedacht wurde auch an Spielplätze für Kleinkinder sowie Kinder und Jugendliche. Weiters wird der Neubau über Fahrrad- und Kinderwagenabstellräume verfügen.

Wie zahlreiche weitere Bauten in und tw. rund um Monte Laa wird auch dieser Gebäudekomplex faktisch nur eine Zufahrtsmöglichkeit haben: Sowohl die geplante Zufahrt über die Urselbrunnengasse als auch jene über die Käthe-Odwody-Gasse sind einzig über die Laaer-Berg-Straße erreichbar.

Der aktuell gültige Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7915 sieht für Bauplatz 6 die Bebauungsklassen III (9 bis 16m Höhe) und IV (12 bis 21m Höhe) vor. Stellenweise wird der Baukomplex jedenfalls acht Obergeschosse aufweisen.

Detaillierte Ausführungen und allenfalls benötigte Kontaktinformationen sind den folgenden Aushängen zu entnehmen:

Bebauung Monte Laa´s schreitet voran

Bauplatz 6 des Stadtentwicklungsgebietes „Monte Laa“ am Laaer Berg wird von der Laaer-Berg-Straße, der Urselbrunnengasse und der Käthe-Odwody-Gasse sowie dem Park Monte Laa begrenzt und ist einer der letzten freien Bauplätze im Gebiet. Als noch unverbaut bleiben somit nur noch Bauplatz 2 (derzeitige Porr-Parkplatzfläche zwischen Rudolf-Friemel-Gasse und Emil-Fucik-Gasse) und die Bauplätze 3 und 5 (nebeneinander zwischen Emil-Fucik-Gasse und Käthe-Odwody-Gasse, dh direkt zwischen Campus Monte Laa und Laaer-Berg-Straße) übrig.

Diese drei letzten Bauplätze sehen die umstrittenen Türme Monte Laa´s vor. Schon im Jahr 2010 wurden geschätzt an die 1000 Stellungnahmen gegen den Entwurf abgegeben. Für mehr Bürgerbeteiligung beim nachfolgend beschlossenen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7915 werden derzeit mit der Petition „7915 – Rettet die Wohnqualität Monte Laa´s“ Unterschriften unter www.montelaa.biz gesammelt.

Die Bebauung von Bauplatz 6 stellt somit den Auftakt zu einer neuerlichen Bauphase am Monte Laa dar: Schon nächstes Jahr 2013 soll mit dem Bau des ersten Teils der Preyerschen Höfe begonnen werden, betroffene Anrainer und Bewohner am Monte Laa stehen den weiters geplanten Projekten Viola Park und Turmbau Monte Laa kritisch gegenüber.