Beiträge

Bezirksvertretung Wien Favoriten 2015

Die hiesige Sitzung war zunächst für den 4. November angesetzt gewesen, wurde jedoch in Folge der Wahlergebnisse auf den 25. November 2015 verschoben. Am 25. November 2015 trafen sich schließlich die Bezirksräte Favoritens in neuer Zusammensetzung zur vorletzten Sitzung des Jahres, in der keine inhaltlichen Themen abgearbeitet sondern die neue Bezirksvertretung gewählt und angelobt wurde. Die vorangegangenen Wahlen vom 11. Oktober 2015 haben auch hier einiges verändert. Bei der Verteilung der insgesamt 60 Mandate herrscht nun ein bunter Mix: Die Grünen und die ÖVP halten beide jeweils 4 Mandate, neu hinzugekommen sind die Neos mit 2 Mandaten und die GfW – Gemeinsam für Wien mit 1 Mandat. Nahezu Kopf an Kopf liegen die SPÖ mit 25 Mandaten und die FPÖ mit 24 Mandaten.

Bezirksvertretung Wien Favoriten 2015Die formelle Neuaufstellung der Bezirksvertretung erfolgte in insgesamt 14 Tagesordnungspunkten und dauerte rund zwei Stunden. Josef Kaindl (SPÖ) begann mit der Begrüßung der Ehrengäste wie zB Kathrin Gaal sowie Stadtrat Michael Ludwig, der die Angelobungen vornahm, und begrüßte auch alle Freunde, Bekannten und alle weiteren Anwesenden. Gleich danach erfolgte die Angelobung der neuen Mitglieder der Bezirksvertretung gemäß § 63 der Wiener Stadtverfassung, wobei jedes einzelne Mitglied der Bezirksvertretung nach Namensaufruf die getreue Erfüllung seiner Pflichten gelobte. Der nächste Tagesordnungspunkt betraf die Festsetzung des Wahlvorganges: Bezirksrat Franz (SPÖ) schlug vor, die Vorsitzenden der Bezirksvertretung mit Handzeichen und die Bezirksvorsteher mittels Stimmzettel zu wählen, was einstimmig angenommen wurde.

Demgemäß erfolgte die Wahl des Vorsitzenden der Bezirksvertretung mittels Handzeichen. Vorschlagsberechtigt ist hier die stimmenstärkste Partei, die SPÖ, welche Josef Kaindl vorschlug. Die Abstimmung erfolgte einstimmig. Vorsitzender Kaindl (SPÖ) nahm die Wahl an und dankte für das Vertrauen.

Für die Besetzung des 1. Stellvertreters des Vorsitzenden der Bezirksvertretung wurde Bezirksrat Ing. Alexander Prischl (SPÖ) auf Vorschlag der SPÖ einstimmig mittels Handzeichen gewählt. Mag. Andreas Fürst (FPÖ) wurde auf Vorschlag der FPÖ mit zwei Gegenstimmen und ebenfalls mittels Handzeichen zum 2. Stellvertreter des Vorsitzenden der Bezirksvertretung gewählt. Beide nahmen die Wahl an.

Bezirksvertretung Wien Favoriten 2015Für die Wahl der Bezirksvorstehung wurde sodann der Gang zur Wahlurne notwendig. Dafür wurde in der hinteren Ecke des Saals eigens eine Wahlkabine aufgestellt. Zudem hatte zuvor jede Partei Wahlzeugen nominiert, die sich alle vor dem Wahlvorgang davon überzeugten, dass die Wahlurne auch tatsächlich leer war. Sodann gaben die Bezirksräte nach Namensaufruf ihre Stimme in der Wahlkabine ab. Der Vorschlag der vorschlagsberechtigten SPÖ lautete auf Hermine Mospointner (SPÖ). Um 16:25 Uhr wurde die Sitzung sodann kurzfristig für die Auszählung der abgegebenen Stimmen unterbrochen. Acht Minuten später verkündete Josef Kaindl (SPÖ) das Ergebnis: Von insgesamt 59 abgegebenen Stimmen stimmten 35 mit Ja, 22 mit Nein und 2 Stimmen enthielten sich. Hermine Mospointner nahm die Wahl an, dankte für das Vertrauen und wurde von Stadtrat Michael Ludwig angelobt.

Der Wahlvorschlag der SPÖ für die Besetzung des 1. Stellvertreters der Bezirksvorsteherin lautete auf Josef Kaindl (SPÖ). Auch diese Wahl wurde mittels Stimmzetteln durchgeführt, wofür sich die Wahlzeugen erneut von der zuvor leeren Wahlurne überzeugten. Nach dem Wahlgang der einzelnen Bezirksräte wurde die Sitzung neuerlich für die Stimmauszählung unterbrochen. Nach wiederum exakt acht Minuten wurde auch dieses Ergebnis verkündet: Von den insgesamt 59 abgegebenen Stimmen erhielt Josef Kaindl 49 Ja- und 10 Nein-Stimmen. Er wurde damit – wie auch zuvor Hermine Mospointner – wiedergewählt und nahm die Wahl an.

Für den Posten des 2. Stellvertreters der Bezirksvorsteherin schlug die FPÖ Michael Mrkvicka (FPÖ) vor, wofür die Bezirksräte neuerlich mittels Stimmzettel in der Wahlkabine ihre Stimmen abgaben. Zuvor jedoch überzeugten sich wieder die Wahlzeugen von der leeren Wahlurne. Nachdem Josef Kaindl (SPÖ) sichergestellte hatte, dass jeder Bezirksrat seine Stimme abgab, wurde die Sitzung neuerlich für einige Minuten unterbrochen. Im Ergebnis wurde Michael Mrkvicka (FPÖ) von insgesamt 59 abgegebenen Stimmen mit 33 Ja-Stimmen, 25 Nein-Stimmen sowie einer ungültigen Stimme wiedergewählt und nahm die Wahl an.

Im Anschluss an die Wahlen erfolgten die Ansprachen, zu der jede Fraktion Gelegenheit hatte. Den Anfang machte jedoch Stadtrat Michael Ludwig, welcher sich über die vielen Besucher freute und die Anwesenden begrüßte. Er dankte allen, die in der Bezirksvertretung tätig waren, sind und sein werden. Stadtrat Ludwig ist sich bewusst, dass diese Arbeit zeit- und energieaufwändig ist, betonte jedoch auch die Wichtigkeit dieser Tätigkeit. Sie stellt ein wichtiges Bindeglied zwischen der Politik, der Verwaltung und der Bevölkerung dar und ist damit ein wichtiger Teil der Demokratie. Seiner Ansicht nach gibt es keine Funktion, die den Menschen so nahe ist wie der Bezirksrat. Weiters erwähnte er die Hartnäckigkeit von Hermine Mospointner sowie gelungene Prozesse wie den Hauptbahnhof und das Sonnwendviertel und betonte die Wichtigkeit des Modernisierungsprozesses, des Miteinanders und des Stadtteilmanagements. Abschließend bemerkte er die Differenzen zwischen den Parteien und appellierte daran, dass man nun nach der Wahl nicht vergessen sollte, dass alle gemeinsam für die Stadt da sind und man in Summe das gemeinsame Ziel, für die Stadt und die Menschen, vor Augen haben sollte. Er gratulierte Hermine Mospointner und freut sich auf die gute Zusammenarbeit.

Anschließend ergriff Bezirksrätin Christine Hahn (NEOS) das Wort und wies auf diesen besonderen Tag für die NEOS hin. Sie freute sich darüber, dass die NEOS es geschafft haben, in allen Bezirken vertreten zu sein und dankte an dieser Stelle den Wählern. In Favoriten sind sie zwar nur zu zweit und in keinen Ausschüssen und Kommissionen stimmberechtigt, wollen aber in ganz vielen dieser Bereiche dabei sein. Sie betonte, dass man auf sie als konstruktive Partner zählen kann und erwähnte, dass ihnen Bürgerbeteiligung und Bildung wichtig sind. Desweiteren merkte sie an, dass die NEOS bei der Wahl des 2. Bezirksvorsteher-Stellvertreters zwar mit Nein gestimmt haben, sich dieses Nein aber nicht gegen eine Partei oder eine Person richtet, sondern dass die NEOS diesen Posten generell als nötig erachten und die Wahl hierzu daher ablehnen.

Die ÖVP merkte an, dass sich durch die Wahlen beim Stimmverhältnis nun einiges in der Bezirksvertretung verändert hat und betonte insbesondere die Wichtigkeit von Augenhöhe und Sachlichkeit. Im Fokus ihrer Bezirksarbeit steht die Wirtschaft, Bürgerbeteiligung, die Modernisierung der Bezirksarbeit an sich (mehr Offenheit durch zB Live-Übertragungen der Bezirksvertretungssitzungen) und das Verständnis und der gute Draht zu den Menschen, die die ÖVP gerne mehr für Politik und den Bezirk interessieren möchte.

Bezirksvertretung Wien Favoriten 2015Auch Bezirksrätin Mag. Anne-Marie Duperron von den Grünen freute sich darüber, dass die Bezirksvertretung bunter geworden ist und hieß an dieser Stelle die zwei neuen Parteien, die hier Einzug gehalten haben, willkommen. Diese tragen dazu bei, die Politik lebendiger zu machen und die Diskussionen und Entscheidungen von einer breiteren Masse der Bevölkerung zu tragen. Sodann fuhr sie mit einer Anekdote fort und betonte, dass es unser aller Aufgabe sei, den Bezirk jugend- und kinderfreundlicher zu etablieren, da hier die meisten Kinder geboren werden und aufwachsen. Sie erinnerte daran, dass viel geschafft wurde, wie zB der Hauptbahnhof und das Sonnwendviertel, merkte aber gleichzeitig auch an, dass man noch viel vor sich hat und erwähnte dabei die Verlängerung der U1 und die Planungen am Verteilerkreis. Als weitere Anliegen der Grünen nannte sie zusätzliche Schulen, Verkehrsberuhigungen, mehr Öffi-Verbindungen und den Erhalt von Grünraum in Wohngegenden. Bezirksrätin Duperron hofft, dass sie das in den nächsten fünf Jahren schaffen und dankte schließlich nicht nur den alten Bezirksräten der Grünen sondern begrüßte auch die neuen Bezirksräte ihrer Partei.

Bezirksvertretung Wien Favoriten 2015Mag. Fürst (FPÖ), der zuvor zum 2. Stellvertreter des Vorsitzenden der Bezirksvertretung gewählt wurde, war es ein Anliegen, die positive Zusammenarbeit zwischen der SPÖ und der FPÖ hervorzuheben, bedankte sich dafür und betonte, dass dies auf sachlicher Ebene jederzeit möglich ist. Er dankte auch für das Vertrauen und erwähnte, dass er das als persönliche Verpflichtung nimmt, sehr bemüht ist sich weiterzuentwickeln und versuchen wird, überparteilich im Amt zu agieren. Sodann bedauerte er, dass die Politik nicht mehr die Wertschätzung erfährt, die sie eigentlich benötigt, und merkte an, dass die Bevölkerung frustriert ist. Dies unter anderem auch deshalb, weil nach wie vor so weiter gemacht wird wie zuvor. Er wünscht sich hier ein Umdenken im Umgang mit dem Wahlergebnis. Sodann wies er darauf hin, dass das Wahlergebnis der FPÖ viele neue Möglichkeiten gegeben hat und betonte unter anderem die Wichtigkeit von Bürgerbeteiligung und Schutz in Bedrohungsszenarien, wo die FPÖ Handlungsbedarf sieht und sich einsetzen wird. Abschließend betonte er wie wichtig es ist, sachlich zu bleiben und freute sich auf spannende Jahre.

Bezirksrat Franz (SPÖ) bedankte sich im Namen der SPÖ bei allen alten Bezirksräten für die konstruktive Zusammenarbeit und begrüßte alle neuen Bezirksräte. Er wies darauf hin, dass Favoriten künftig die 200.000-Einwohner-Grenze überschreiten wird und man daher Schulen und Wohnungen braucht. Er wies darauf hin, dass viele Projekte schon auf Schiene sind und jeder für die Anliegen der Bewohner da sein sollte, aber auch aufpassen muss, im Sinne des Bezirks zu handeln. Natürlich wird es Auffassungsunterschiede geben, was auch gut so ist und auch so sein sollte. Er betonte die Wichtigkeit der Augenhöhe, was nicht immer so war, und wies darauf hin, dass es aber nun einen Neustart gibt. Die SPÖ wünscht sich eine gute Zusammenarbeit für die nächsten fünf Jahre, einen respektvollen Umgang miteinander und möchte da, wo es möglich ist, konstruktiv zusammenarbeiten.

Bezirksvertretung Wien Favoriten 2015Abschließend hielt die wiedergewählte Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner (SPÖ) ihre Ansprache, in der sie sich eingangs nochmals für die Wahl und das ausgesprochene Vertrauen bedankte. Auch sie wies darauf hin, dass die Wahl eine Veränderung mit sich brachte und nunmehr sechs statt vier Parteien in der Bezirksvertretung vertreten sind. Die Änderung in den Mehrheitsverhältnissen sieht sie als Auftrag, gemeinsam für den Bezirk zu arbeiten. Sodann erwähnte sie, dass in Wien 10.000 Wohnungen errichtet werden müssen und viele davon im zehnten Bezirk geschaffen werden. Sie nannte hierfür die Flächen des Helmut-Zilk-Parks, des Preyer´schen Kinderspitals, der Grundäckergasse 3, des Coca-Cola-Werks an der Triesterstraße, den Viola Park und Oberlaa (ehemaliger AUA-Sitz). Sie bedankte sich in diesem Zusammenhang bei Stadtrat Ludwig, ohne den es nicht möglich gewesen wäre, so viele neue Wohnungen anzubieten. In den nächsten fünf Jahren wird jedoch noch mehr passieren: So wird beispielsweise der Ausbau der U1 im Jahr 2017 fertiggestellt, welcher Auswirkungen auf das Netz der übrigen Verkehrslinien hat. Die diesbezüglichen Planungen der Wiener Linien werden bald abgeschlossen sein und präsentiert werden. Weiters gab sie bekannt, dass die Neugestaltung des Reumannplatzes in Angriff genommen werden kann und die Straßenbahnlinie D zur Absberggasse verlängert wird. Dies soll im Jahr 2019 fertig sein und auch die Straßenbahnlinie 67 kann dann in Richtung Monte Laa geführt werden. Bezirksvorsteherin Mospointner begrüßte außerdem alle neuen Bezirksräte und wünscht sich eine gute Zusammenarbeit. Sie betonte auch, dass sie mit Herz und Verstand agieren möchte und dabei bewusst das Herz vor den Verstand setzt. Sie freut sich auf die Herausforderung und ist sich sicher, dass alle gemeinsam für den zehnten Bezirk arbeiten. Abschließend bedankte sie sich auch bei allen alten Bezirksräten für die gute Zusammenarbeit und wünschte ihnen alles Gute für die Zukunft.

Sodann wurden die Beschlüsse über die Kommissionen und Ausschüsse der Bezirksvertretung gefasst. Während die Geschäftsordnung den Bauausschuss, den Finanzausschuss und den Umweltausschuss vorsieht, einigte sich der Bezirk zusätzlich noch auf fünf weitere Kommissionen wie zB die Kulturkommission, die Verkehrskommission, Bezirksentwicklungs- und Wirtschaftskommission sowie eine Kommission für zivilen Katastrophenschutz und Sicherheit. Die Festsetzung der Mitglieder der Kommissionen und Ausschüsse wurde mit den Gegenstimmen der FPÖ angenommen. Die Wahl der vorgeschlagenen Mitglieder für die Bezirkskleingartenkommission, die zuvor dem Bezirk mitgeteilt wurden, erfolgte einstimmig.

Zum Schluss der Sitzung wurden die ausgeschiedenen Bezirksräte von Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner und Stadtrat Michael Ludwig mit Blumensträußen und Danksagungen geehrt. Vorsitzender Josef Kaindl dankte zudem dem langjährigen Büroleiter der Bezirksvorstehung, Herrn Regierungsrat Franz Jerabek, und schloss die Sitzung um 18:08 Uhr.

Die nächste Sitzung der Bezirksvertretung für Favoriten findet am 16. Dezember 2015 um 16:00 Uhr im Amtsgebäude am Keplerplatz 5 statt und ist öffentlich zugänglich.

Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um einen Erlebnisbericht handelt. Alle hier lesbaren Informationen wurden von den Verantwortlichen an die anwesenden Bürger während der Veranstaltung so weitergegeben und können von montelaa.biz nicht auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüft werden.

Wie bekannt, liegt der Entwurf des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans Nr. 8069 für das Gebiet zwischen der Laaer-Berg-Straße, der Theodor-Sickel-Gasse, dem Schwarzerweg, dem Horrplatz, der Südosttangente A23 und der Fischhofgasse im 10. Bezirk derzeit zur öffentlichen Einsichtnahme auf. Besser bekannt ist das Vorhaben unter dem Namen „Viola Park“, welches unter anderem neben einer Schule und örtlichem Nahversorger rund 800 neue Wohnbauten bei der Generali Arena vorsieht.

In den vorangegangenen Monaten trafen sich Anrainervertreter mit Vertretern der Austria Wien, dem Bauträger und Experten der entsprechenden Ressorts zu sogenannten Expertenmeetings, um ihre Anliegen bestmöglich in das Projekt einfließen lassen zu können. Mit minimalsten Abweichungen vom ursprünglichen Plan ist das Vorhaben mit dem nunmehrigen Widmungsverfahren in eine weitere Realisierungsphase eingetreten.

Im Rahmen der genannten öffentlichen Auflage können noch bis 5. Juni 2014 Stellungnahmen zum geplanten Projekt abgegeben werden. Die Abgabe einer Stellungnahme stellt für betroffene Anrainer eine Möglichkeit dar, sich und seinen Sorgen Gehör zu verschaffen und sollte daher unbedingt wahrgenommen werden. Jede Meinung zählt!

Selbst als nicht direkt von den neuen Gebäuden betroffener Bürger ist es wichtig, eine Stellungnahme abzugeben. Unter einem existiert für das Vorhaben kein umfassendes Verkehrskonzept. Das Verkehrskonzept des Viola Park reicht lediglich bis zur Zufahrt zum neuen Planungsgebiet und umfasst daher keine weiteren Überlegungen zur ohnehin bereits brisanten Verkehrslage an der Laaer-Berg-Straße sowie deren Umfeld. Weitere Wohnungen, neue Bewohner, Schule und Nahversorger stellen neben weiteren Planungsprojekten in der Umgebung, wie den Preyer´schen Höfen und den geplanten Türmen für Monte Laa, eine weitere zusätzliche Belastung dar.

Desweiteren sollen nach derzeitigem Planungsstand an der heutigen Kreuzung Laaer-Berg-Straße / Theodor-Sickel-Gasse voraussichtlich zwei neue Kreuzungen mit Ampeln entstehen. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass bereits im Jahr 2011 der bei Monta Laa liegende Bereich Laaer-Berg-Straße / Rudolf-Friemel-Gasse auf dem traurigen dritten Platz der nervigsten Ampeln Wiens landete. Diese Ampel ist jedoch nur eine von insgesamt vier Ampeln, die sich im kurzen Streckenabschnitt Urselbrunnengasse bis Absberggasse an der Laaer-Berg-Straße und damit nahe dem zukünftigen Viola Park befinden.

Im Übrigen werden durch die neue Kreuzungsgestaltung auch die Parkplätze von der heutigen Kreuzung Laaer-Berg-Straße / Theodor-Sickel-Gasse bis ca. zum Forsthaus verloren gehen. Der ebenfalls dabei vernichtete Grünraum soll zwar in gleichem Ausmaß wieder hergestellt werden, jedoch aufgeteilt auf den Viola Park sowie auf ein anderes Gebiet in Wien.

Die Planungsdokumente können auf der Website der Stadt Wien unter http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/flaechenwidmung/aktuell/8069.html eingesehen werden. Stellungnahmen zu diesem Entwurf können noch bis 5. Juni 2014 in schriftlicher Form an die Magistratsabteilung Stadtteilplanung und Flächennutzung (MA 21) gerichtet werden oder über das Online-Formular, welches ebenfalls über den genannten Link der Stadt Wien erreichbar ist, abgegeben werden.

Nutzen Sie diese Möglichkeit! Für sich selbst, für Ihre Nachbarn, für alle die den Laaer Berg passieren!

Am 30. Juni 2010 wurde für die noch unverbauten Bauplätze entlang der Laaer-Berg-Straße in Monte Laa eine Widmung mit insgesamt drei Hochhäusern vom Wiener Gemeinderat abgesegnet. Seither ist Monte Laa´s Zukunft immer noch ungewiss: Während sich das kleinere Gebäude des umstrittenen Flächenwidmungs- und Bebauungsplans Nr. 7915 auf Bauplatz 6 an der Ecke Laaer-Berg-Straße / Urselbrunnengasse bereits in Bau befindet, gibt es zum Realisierungsstand der Türme auch nach drei Jahren noch keine offiziellen Informationen.

Rückblick: Im Februar 2010 wurden im Rahmen der öffentlichen Auflage geschätzt an die 1000 Stellungnahmen abgegeben. Alleine 715 dieser Stellungnahmen gaben Christian Petsch, Silke Pichler und Maximillian Hantsch-Köller von der damaligen Bürgerinitiative bei der zuständigen MA21B ab. Christian Petsch und Silke Pichler führen immer wieder Gespräche mit Politikern unterschiedlichster Fraktionen und leiteten im Rahmen der Petition „7915 – Rettet die Wohnqualität Monte Laa´s!“ im Oktober 2012 neuerlich 400 Unterschriften an den Bezirk Favoriten weiter. Das Signal ist deutlich: Monte Laa hat eine schlechte öffentliche Verkehrsanbindung und wenig Nahversorger, Türme will eine äußerst breite Mehrheit jedoch nicht.

Montelaa.biz vorliegenden Informationen zufolge werden derzeit Gespräche mit Bauträgern geführt. Die Hoffnung, dass die neuen Bauten nicht in Form von Türmen errichtet werden, ist derzeit noch nicht gestorben. Fix ist jedoch, dass seit Juni 2010 eine gültige Flächenwidmung für das Gebiet besteht. Diese Flächenwidmung sieht entlang der Laaer-Berg-Straße drei Hochhäuser mit Höhen von bis zu 110m, 100m und 65m vor. Für die beiden Türme mit 110m und 100m Höhe tritt jedoch mit 30. Juni 2017 eine Bausperre in Kraft, sofern bis dahin nicht mit der Realisierung begonnen wurde.

Mitte Juni 2013 wurde in Wien Heute ein Beitrag ausgestrahlt, der genau dieses Problem anspricht:

Mittlerweile kennt es jeder: Das geplante Projekt Viola Park neben der Generali Arena in Wien Favoriten sorgt unter den betroffenen Anrainern für Aufsehen und Missmut. Anders als bei früheren Wiener Bauprojekten wird hier Bürgerbeteiligung jedoch größer als bisher geschrieben.

Unter limitierter Teilnehmeranzahl hat der Bauträger selbst zu einem Meeting geladen, bei dem neben den beteiligten Experten und Vertretern des Bezirks und der Stadt Wien auch Anrainer der Theodor-Sickel-Gasse, der Kleingartenvereine Fischeralm und Wilhelmshöhe sowie Monte Laa´s zugegen waren.

Ziel ist es, einerseits Missverständnisse auszuräumen und andererseits Anregungen, Befürchtungen und Sorgen der Anrainer aufzunehmen. Bei den zukünftig in regelmäßigen Abständen stattfindenden Meetings sollen die Anrainer über den aktuellen Planungsstand informiert werden und die Möglichkeit haben, Ideen einzubringen.
So wurden schon beim ersten Expertenmeeting durchaus einige Punkte besprochen, deren Umsetzbarkeit nunmehr vom Bauträger und den weiteren Projekt-Beteiligten geprüft wird. Dazu zählen beispielsweise die detaillierten Garagenplanungen sowie eine allenfalls mögliche Höhenumverteilung bei den „Berührungspunkten“ der neuen Gebäudeteile mit den schon bestehenden Gebäuden der Theodor-Sickel-Gasse und des Kleingartenvereins Fischeralm.

Wenngleich es für die betroffenen Anrainer auch nur ein Wermutstropfen ist, so zeigten sich Bauträger und Architekturbüro auch bei der Darstellung der derzeit geplanten Höhen und Abstände zwischen den neuen und den bestehenden Gebäuden durchaus bemüht:
Hinsichtlich der bestehenden Sozialbau-Gebäude in der Theodor-Sickel-Gasse beträgt der kürzeste Abstand zu den neuen Gebäudeteilen 33m, der längste 48m. Das ist ungefähr vergleich mit dem Gebäudeabstand am Graben auf Höhe des Julius Meindl-Marktes (rund 30m) und dem Gebäudeabstand am Opernring bei der Oper (rund 52m). Mit diesen Abständen soll eine „Mauerwirkung“ vermieden werden und der Lichteinfall gewährleistet bleiben. Die neuen Gebäudeteile werden in diesem Bereich – abfallend von aussen nach innen – 21m (entlang der Theodor-Sickel-Gasse / Laaer-Berg-Straße), 18m und 16m (in Richtung Generali Arena) hoch.

Der Abstand von den neuen Gebäuden zu jenen des Kleingartenvereins Fischeralm wird sogar ungefähr 50m betragen und kommt damit an den Vergleichsabstand Opernring ziemlich nahe ran. Die dazwischenliegenden Bäume bleiben so wie sie sind und werden auf eine Höhe von ungefähr 7-8m geschätzt. Hier wurden die Gebäudeteile bereits nach innen (dh von der Fischeralm weg) gedreht, um möglichst breite Abstände zwischen den neuen Gebäudeteilen zu schaffen und so auch hier eine Mauerwirkung zu vermeiden und allfällige Einblicksmöglichkeiten zum Kleingartenverein Fischeralm zu reduzieren. Für die neuen Gebäudeteile in diesem Bereich besteht größtenteils Bauklasse III (16m).

Die kleineren, gesetzlich vorgeschriebenen Kinderspielplätze sind über das gesamte Planungsareal verteilt. Ebenso findet sich ein etwas größerer Jugendspielplatz (ca. 150m²) im Planungsgebiet (etwa mittig hinter der Schule). Durch die Verteilung der Plätze auf das gesamte Areal der neuen Bauten sollte es somit keine Probleme geben. Desweiteren wird auch von der Wahrnehmung der Aufsichtspflicht durch Eltern & Co ausgegangen, was Lärmbelästigungen und Beschädigungen verhindern soll.

Die Sorgen hinsichtlich des Windes teilen die Projektbeteiligten nicht: Lt. Auskunft von Bauträger Mischek gibt es mit dem Wind bis Bauklasse V keine Probleme. Auch in das Vogelschutzgebiet Laaer Wald werde nicht eingegriffen, da sich das Gebiet zu weit weg vom Planungsareal befindet. Allenfalls könnten lediglich Vögel mit einer Einflugschneise im Planungsareal betroffen sein. Hier trägt jedoch der Bauträger mit beispielsweise verspiegelten Glasflächen dafür Sorge, dass keine Vögel gegen die neuen Bauten fliegen.

Besprochen wurden auch die neuen Wege, die im und rund um das Planungsareal geführt werden sollen. Hierzu gab es einige Anregungen der Anrainer, deren Umsetzbarkeit nunmehr von Projektbeteiligten überprüft wird. Fix ist jedoch nach wie vor, dass am gesamten Schwarzerweg kein Durchzugsverkehr herrschen wird (ausgenommen Einsatzfahrzeuge) und auch keine Parkplätze dort eingerichtet werden. Der Schwarzerweg bleibt daher ein Fußweg, wobei auch Überlegungen zur Entlastung an Spieltagen angestellt wurden die ebenfalls nun bedacht und geprüft werden.
Die Fischhofgasse bleibt eine Sackgasse. Da es sich bei dieser um eine öffentliche Straße handelt ist die von den betroffenen Bürgern gewünschte Sperre „nur für Anrainer“ jedoch nicht möglich. Auf Wunsch der Anrainer werden jedoch Überlegungen angestellt, hier eine Zufahrt zu einer eigenen Kurzpark-Garage zu machen, die nicht nur den Anrainern und den Stadiongästen an Spieltagen sondern beispielsweise auch den Badegästen des Laaerbergbades, etc. zur Verfügung stehen könnte.

Der Durchbruch Fischhofgasse / Horrplatz zur Urselbrunnengasse ist nach wie vor nicht geplant. Wie bekannt ist der Weg dorthin jedoch schon seit rund 100 Jahren als Verkehrsfläche gewidmet. Sowohl Bezirk als auch die restlichen Projektbeteiligten sprechen sich nach wie vor dafür aus, dass das Eigentum der auf dieser Fläche bestehenden Häuser geschützt bleiben soll. Die derzeitige Realisierung des Durchbruchs und Enteignungsverfahren sind daher – wie schon früher erwähnt – nach wie vor keinesfalls angedacht. Tatsache ist jedoch, dass in den Projektplänen ein möglicher Fuß- und ein Radweg für den Bereich des Durchbruchs eingeplant sind. Sollten daher zukünftig diese Wege gebraucht werden und die derzeitigen Eigentumsverhältnisse dem nicht mehr entgegenstehen, könnten diese Pläne durchaus realisiert werden. Das ist aus heutiger Sicht jedoch „Zukunftsmusik von vielleicht einigen Jahrzehnten“.

Obwohl der Themenbereich Stadionbetrieb / Sicherheitskonzept beim nächsten Meeting besprochen wird, gaben die anwesenden Anrainer den Projektbeteiligten auch hierzu ihre Ideen bereits kurz mit auf den Weg: Zur Entlastung des Schwarzerwegs wurde angeregt, den hinteren Eingang des Stadions (Tangente) zu einem Haupteingang umzufunktionieren. Die Entfernung des Zaunes würde den Schwarzerweg verbreitern.

Sperrig waren die ersten Reaktionen zum Vorschlag die Laaer-Berg-Straße an Spieltagen nicht mehr oder nur teilweise zu sperren. Nämlich so, dass den Anrainern in der Urselbrunnengasse, Collmann-Gasse, Moselgasse und tw. Kleingartenverein Fischeralm die Zufahrt zu ihren Wohnungen möglich ist. Derzeit werden diese Bewohner mit Polizeisperren an Spieltagen regelmäßig von ihren Wohnsitzen ausgesperrt.

Positiv aufgenommen wurde die Einrichtung eines Ombudsmannes, der vorerst von 11. Juni bis 20. August 2013, jeweils Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 18:00 Uhr telefonisch für Anregungen, Ängste und Sorgen der betroffenen Anrainer zur Verfügung stehen wird. Da die technische Einrichtung derzeit noch im Gange ist, wird die Telefonnummer in Kürze bekannt gegeben. Ebenfalls wird eine kurze Einschaltung im Bezirksblatt erfolgen. Angedacht ist weiters, dass der Ombudsmann auch später während der Bauphasen zur Verfügung stehen wird.
Auch der Zeitplan wurde kurz vorgestellt: In der ersten Bauphase werden die Gebäude entlang des Kleingartenvereins Fischeralm sowie das Schulgebäude errichtet werden, in der dritten und letzten Bauphase folgen die Gebäudeteile an der Ecke zu den Sozialbau-Gebäuden in der Theodor-Sickel-Gasse. In der zweiten Bauphase folgen die mittleren, restlichen Gebäude.
Das Planungsprojekt soll laut derzeitigem Stand im September 2013 der Stadtentwicklungskommission vorgelegt werden. Der Viola Park wird somit dem Bürgermeister, den Stadträten und weiteren Politikern vorgestellt.

Liebe/r Leser/in!
Sofern Sie betroffen sind und Anregungen, Fragen, etc. bestehen können Sie sich gerne an uns via Kontaktformular oder direktem E-Mail an webmaster[a]montelaa.biz wenden. Wir kümmern uns gerne um die Weiterleitung bzw. Aufnahme Ihres Anliegens.

Das Projekt Viola Park in Wien Favoriten wurde erstmals im Juni 2012 der Öffentlichkeit präsentiert. Zu den Plänen des Bauprojekts haben jedoch sowohl direkt als auch indirekt betroffene Bürger zahlreiche Bedenken: Die Entstehung der neuen Wohnbauten mit geschätzten 2000 Bewohnern lässt neben anderen Aspekten auch die Verstärkung des Windes und der Parkplatznot sowie einen Verkehrskollaps an der Laaer-Berg-Straße / Theodor-Sickel-Gasse befürchten.

Anlass zur Sorge bereitet jedoch nicht nur das fehlende Verkehrskonzept sondern auch die Vernichtung von Grünflächen sowie das unausgereifte Sicherheitskonzept für die Aktivitäten in der direkt angrenzenden Generali Arena.

Das umstrittene Projekt beschäftigt die Politik seither intensiv: Gegen das Vorhaben wurden in den letzten Monaten rund 700 Unterschriften gesammelt und ein offener Brief an den Wiener Gemeinderat sowie weitere namhafte Empfänger gesandt. In der Sitzung der Bezirksvertretung Favoriten am 31. Oktober 2012 erfolgte zudem eine durch die ÖVP initiierte Anfragebeantwortung zum Viola Park.

Auch in der Wiener Bezirkszeitung erschien jüngst ein neuerlicher Artikel zum Thema, welcher hier nachgelesen werden kann.

Interview beim radiosender 88.6