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Am 29. April 2015 haben sich die Bezirksräte Favoritens erneut zur Sitzung der Bezirksvertretung im Amtsgebäude am Keplerplatz versammelt. Die Sitzung wurde überschattet vom Ableben des FPÖ-Bezirksrates Bruno Süttinger, der seit 2011 als Bezirksrat für Favoriten tätig war und nach schwerer Krankheit am 4. März 2015 verstorben war. In Gedenken an Bezirksrat Süttinger hielt Bezirksvorsteherin-Stellvertreter Josef Kaindl eine kurze Rede, der eine Schweigeminute aller Bezirksräte folgte.

Bezirksvorsteherin-Stellvertreter Josef Kaindl dankte zudem Bezirksrat Rudi Wieselthaler, der anlässlich des Tags des Apfels den Bezirksräten einen Apfel zukommen ließ. Begrüßt und herzlich willkommen geheißen wurde insbesondere Bezirksrätin Sabine Thometich (FPÖ), die zum ersten Mal einer Sitzung als Bezirksrätin beiwohnt.

Beachtlich war auch das anfängliche Besucheraufkommen in der hiesigen Sitzung. Dabei handelte es sich zum Großteil um Bewohner der Wienerfeld-West-Siedlung. Der Ansturm war dermaßen enorm, dass die Fläche im Saal kaum ausreichte. Bezirksvorsteherin-Stellvertreter Josef Kaindl zeigte sich sehr erfreut über die vielen Besucher und das damit an der Bezirksvertretung gezeigte Interesse, wies jedoch auch auf die Geschäftsordnung hin: Wie bekannt, sind den Besuchern keine Zwischenrufe und kein Applaus erlaubt. Auch bat er darum, von Fotos Abstand zu nehmen.

Nachdem die Sitzung dann inhaltlich in Angriff genommen wurde, teilte Bezirksvorsteherin-Stv. Josef Kaindl (SPÖ) mit, dass sämtliche Anträge von den Ausschüssen und Kommissionen der Bezirksvertretung in Behandlung genommen wurden. Zu einer ersten großen Diskussion mit zahlreichen Wortmeldungen kam es bei einem Geschäftsstück des Finanzausschusses: Der Bezirksrechnungsabschluss 2014 wurde mehrheitlich angenommen, dagegen stimmte die FPÖ.

Bezirksrat Stefan Berger (FPÖ) kritisierte dazu, dass bereits beim Voranschlag einige Kritikpunkte nicht berücksichtigt wurden und Maßnahmen getroffen wurden, bei denen die FPÖ dagegen stimmte. Als Beispiel nannte er die Erhöhung des Kulturbudgets, bei dem die Kosten im Vergleich zu den Vorjahren um rund 30% in die Höhe geschossen sind, und kritisierte, dass SPÖ-nahe Vereine hierbei die Günstlinge sind. Er stellte klar, dass die FPÖ nicht prinzipiell gegen Kultur ist, es aber insbesondere in diesen Zeiten schlichtweg noch andere Prioritäten wie beispielsweise die Schulen gibt.
Seine Kritik wies der Vorsitzende der Kulturkommission, SPÖ-Bezirksrat Marcus Franz, zurück und merkte dazu an, dass die FPÖ das Budget ohnedies immer ablehnt. Er erklärte zudem, dass mit der neuen Kulturinstitution Loft City auf dem Gelände der ehemaligen Ankerbrotfabrik sowie mit der Anzahl der Wohnbevölkerung auch neue Vereine hinzugekommen sind. Mehr Werbung gab es auch auf Grund der Feierlichkeiten zum 40-jährigen Jubiläum der WIG (heutiger Kurpark Oberlaa).

Zu Wort meldete sich schließlich auch der grüne Bezirksrat Seyed Ahmad Hashemi-Gerdehi, der ein kleines Rechenbeispiel durchführte: Würde man das Kulturbudget durch die 186.000 Favoritner dividieren, käme man auf 2 Euro pro Favoritner. Hier dagegen zu sein nannte er Armut in der Politik.

Zuletzt meldete sich nochmals Bezirksrat Stefan Berger (FPÖ) zu Wort und stellte zum Vorwurf der SPÖ klar, dass die FPÖ den Rechnungsabschluss nicht immer abgelehnt hat. Er stellte jedoch die Frage, weshalb man zustimmen sollte, wenn schon im Vorfeld einige Punkte keinen Eingang in den Vorentwurf gefunden haben.

Für zahlreiche Wortmeldungen sorgten sodann auch die Beantwortungen von Anfragen aus der vorangegangenen Sitzung zur Wienerfeld-West-Siedlung. So lieferten sich die SPÖ und die FPÖ einen regen Schlagabtausch und warfen sich gegenseitig vor, in der Sitzung Wahlkampf zu betreiben. Aus Besuchersicht ist es jedenfalls nicht von der Hand zu weisen, dass das Wahljahr 2015 die Bezirksvertretungssitzung schließlich eindeutig erreicht hat. Besprochen wurden dabei neben der Parkplatzsituation und einem defekten Warthäuschen der Wiener Linien auch brandschutz-technischen Maßnahmen in den Häusern (Ausrichtung der Stiegentüren an die jeweilige Fluchtwegrichtung), die bereits gesetzt wurden, sowie der aktuelle Letztstand zur Wienerfeld-West-Siedlung. In die mit einigen Verweisungen auf die Geschäftsordnung durch Bezirksvorsteherin-Stv. Josef Kaindl und mit gegenseitigen, teils themenverfehlten, Vorwürfen der Bezirksräte geführte emotionsgeladene Diskussion hat sich auch Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner mehrmals eingeschalten. Sie versicherte, dass die Wienerfeld-West-Siedlung erhalten bleibt und eine sozialverträgliche Sanierung stattfinden wird, sodass man dort wohnen bleiben kann. Dem glaubte Bezirksrat Michael Mrkvicka (FPÖ), der sich sehr über die Unterstützung durch die SPÖ bei diesem Thema freute, nicht und bat um eine schriftliche Bestätigung dessen. Die Verbesserung und Aufarbeitung der Probleme findet in sogenannten Jour-Fixe-Sitzungen mit Mietervertretern statt, von denen sich Bezirksrätin Anneliese Rothleitner-Reinisch (ÖVP) wünscht, dass diese transparent sind und künftig alle Fraktionen dazu eingeladen werden.

Nach Abschluss der Diskussionen rund um die Themen der Wienerfeld-West-Siedlung verließen die dafür gekommenen Besucher die Sitzung, womit sich der Saal wieder nahezu völlig leerte und nur noch die an der Politik des gesamten Bezirks interessierten Besucher verblieben.

Zu den Beantwortungen der Anfragen aus der letzten Sitzung zählte unter anderem die von der FPÖ gestellte Anfrage betreffend die Nachnutzung des Bauernhofs im Kurpark Oberlaa. Stadträtin Ulli Sima teilte dazu schriftlich mit, dass sich die Angelegenheit derzeit beim Verlassenschaftsgericht befindet und die Tiere in Hirschstetten ein neues Heim gefunden haben.

Für zündenden Gesprächsstoff sorgte sodann eine Anfragebeantwortung zur lokalen Agenda 21. Neben den Informationen zu den Kosten und den diversen Gruppen der Agende war für die anfragende FPÖ vor allem auch wichtig zu wissen, wer dabei mitwirken und teilnehmen kann. In der Anfragebeantwortung wurde dazu betont, dass die lokale Agenda 21 allen offensteht und jeder teilnehmen kann. Termine und Informationen werden über verschiedene Kanäle, wie beispielsweise Newsletter, Blog, Website, Verlinkungen und Presseaussendungen verbreitet.

Bezirksrat Stefan Berger (FPÖ) interessierte das Thema persönlich, da er am 23. März 2015 zu einer Veranstaltung der Food X-Gruppe ging. Als er sich dort vorstellte und als FPÖ-Bezirksrat „outete“, äußerte sich eine Dame, dass sie mit „Blauen“ nichts zu tun haben wolle und entweder Bezirksrat Berger gehen müsse oder sie würde gehen. Bezirksrat Berger wurde sodann aufgefordert zu gehen, dem er nachkam. Er wies darauf hin, dass die Gruppen der lokalen Agenda 21 daher wohl doch nicht für alle zugänglich sind. Zudem verwundert ihn, dass er als gewählter Bezirksrat aufgefordert wird zu gehen, wo doch die Bezirksvertretung das alles erst ermöglicht. Von der betroffenen Gruppe fordert er eine Entschuldigung. Nachdem sich Bezirksrat Berger (FPÖ) in einer zweiten Wortmeldung darüber verwundert zeigte, dass es dazu keine Wortmeldungen der anderen Fraktionen gibt, traten dann doch noch einige Bezirksräte den Weg zum Rednerpult an.

Bezirksrat Gerhard Blöschl (SPÖ) merkte zum Vorfall an, dass man selbstverständlich darüber sprechen wird, denn dass jemand aufgefordert wird zu gehen, sei ganz klar nicht vorgesehen. Er gab jedoch zu bedenken, dass man das schon am Vortag in der Sitzung der Steuerungsgruppe der lokalen Agenda 21, in der Bezirksrat Berger (FPÖ) auch Mitglied ist, ansprechen hätte können. Bezirksrat Blöschl (SPÖ) lobte im Übrigen die Arbeit in den Gruppen und nannte unter anderem beispielhaft auch die Aktivitäten rund um Monte Laa.

Bezirksrat Haider (FPÖ) gab zu bedenken, dass das Demokratieverständnis, das mache Menschen haben, ein Wahnsinn und das Ergebnis einer jahrelangen Ausgrenzungspolitik gegenüber den Freiheitlichen ist.
Seitens der SPÖ wurde sodann mitgeteilt, dass man mit der Dame gesprochen hat und im Ergebnis Bezirksrat Berger einen schlechten Termin erwischt haben dürfte, da an diesem Tag gerade ein neuer Verein, der sich gerade mit der Generalversammlung gegründet hat, seine Sitzung hatte.

Bezirksrat Berger (FPÖ) zeigte sich über diese Wortmeldung nahezu fassungslos und betonte, dass ein derartiges Verhalten zu verurteilen ist. Selbst das „no go“ enthalte die Worte mitreden und mitgestalten, davon merke er aber nichts. Er thematisierte sodann auch die Kosten und gab zu bedenken, dass man die Räumlichkeiten der Bezirksvertretung für die Sitzungen der Gruppen der lokalen Agenda nutzen könnte. Er stelle sich allerdings die Frage, ob dieser finanzielle Aufwand notwendig ist. Wenn er hier keine Entschuldigung erhalten könne, dann mache er das eben schriftlich.
Nun meldete sich auch Bezirksrat Georg Prack (Grüne) zu Wort und gab zu bedenken, dass es ihn – wenn man mit derart hasserfüllter Politik das ganze Jahr über unterwegs ist – nicht wundert, dass Teile der Bevölkerung nicht erfreut sind. Die Freiheitlichen sind große Wortführer wenn es darum geht, dass man die Bevölkerung einbindet. Wenn man das aber tut dann kostet es zu viel. Das ist aus Sicht von Bezirksrat Prack nicht nachvollziehbar.

Nochmals zu Wort meldeten sich die Bezirksräte Blöschl (SPÖ) und Berger (FPÖ) sowie auch Bezirksrat Michael Mrkvicka (FPÖ), der der lokalen Agenda skeptisch gegenübersteht und zu bedenken gab, dass man Bürgerbeteiligung auch gratis haben hätte können.

Beantwortet wurde schließlich auch die Anfrage der FPÖ betreffend die Flipchartprotokolle der Bürgerversammlung vom 7. April 2015, welche zu den Themen Verteilerkreis und Verkehrskonzept Viola Park abgehalten wurde. Hierzu wurde mitgeteilt, dass diese Unterlagen teilweise bereits online sind, das Protokoll hierüber jedoch noch ausständig ist. Sobald alle Unterlagen gesammelt verfügbar sind wird seitens der Stadt Wien eine entsprechende Verlinkung auf deren Website eingerichtet werden.

Thema einer Anfrage der ÖVP waren die erst kürzlich gestarteten Bauarbeiten in Monte Laa. Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner gab dazu kurz an, dass es sich dabei um die weitere Umsetzung des aktuell gültigen Flächenwidmungsplans Nr. 7915 durch die Firma Strauss & Partner handelt. Die Fertigstellung ist für Ende 2017 geplant. Eine entsprechende Anrainerinformation wurde bereits vorbereitet und sollte bereits erfolgt sein.

Die Beantwortung der von der FPÖ gestellten Anfrage betreffend Fernsehberichte über 40 Jahre WIG (Kurpark Oberlaa) erfolgt in der nächsten Sitzung.

Im weiteren Verlauf der Sitzung kam es bei den Geschäftsstücken der Verkehrskommission neuerlich zu einigen Wortmeldungen. Die zum FPÖ-Antrag betreffend eine Überprüfung der Ampelphasen rund um den Bereich Theodor-Sickel-Gasse / Laaer-Berg-Straße ergangene Ablehnungsempfehlung wurde damit begründet, dass die Taktung der Ampelphase zur Verbesserung der Buslinie 68A ohnedies erst kürzlich auf 120 Sekunden erhöht wurde. Bezirksrat Mrkvicka (FPÖ) klärte darüber auf, dass es ihm bei diesem Antrag um die Beschleunigung der Abbiegephase ging. Er berichtete, dass er die Theodor-Sickel-Gasse entlasten wollte und daher den Weg über die Ampel (Anmerkung: Kreuzung Laaer-Berg-Straße / Bitterlichstraße) um nach links in die Laaer-Berg-Straße einzubiegen. An der dortigen Ampel stand er 5:40 Minuten. Er spricht sicher daher ganz klar gegen die ergangene Ablehnungsempfehlung aus. Der Vorsitzende der Verkehrskommission räumte ein, dass dies eine völlig neue Sicht der Dinge ist, da der Antrag diese 5:40 Minuten nicht enthält. Er wird das Thema daher in der nächsten Sitzung der Verkehrskommission nochmals ansprechen.

Betreffend die Ampelregelung an der Kreuzung Laaer-Berg-Straße / Rudolf-Friemel-Gasse beim Campus Monte Laa äußerte die FPÖ in einem Antrag den Wunsch, dass die Ampel auf blinkend Gelb umgestellt wird. Da dort jedoch Fußgänger die Straße queren, erfolgte seitens der Verkehrskommission eine Ablehnungsempfehlung, welche mit den Gegenstimmen der FPÖ angenommen wurde.

Thema eines weiteren FPÖ-Antrags war sodann die Einhaltung der Ausstiegshaltestelle der Buslinien 68A und 68B. Wie viele Fahrgäste wissen, kommt es gerade am Reumannplatz hier immer wieder zu Unstimmigkeiten. Seitens der Wiener Linien wurde jedoch mitgeteilt, dass man künftig besser darauf achten werde. Auch die Schließung der Türen bei den Buslinien 68A und 68B wurde von der FPÖ in einem Antrag aufgegriffen, da die Türen teils auch bei schlechter Wetterlage bis zur Abfahrt offen gelassen wurden. Die Wiener Lienen gaben dazu an, den Betreiber darauf aufmerksam zu machen die Türen zu schließen. Die beiden Geschäftsstücke der Verkehrskommission werden damit als erledigt betrachtet. Die niedrige Frequenz des 68A beschäftigte hingegen die ÖVP. Die Wiener Linien bestätigten zwar, dass es beim Nordeingang der WIG in den Abendstunden eine gewisse Verschlechterung gibt, betonten jedoch, dass es durch die Einführung der Linie 68B in Summe zu einer Verbesserung der Frequenzen gekommen ist. Die zum gegenständlichen ÖVP-Antrag ergangene Ablehnungsempfehlung wurde schließlich mit nur drei Gegenstimmen angenommen.

Im Rahmen einer Erledigungsmitteilung des Umweltausschusses zu einem Antrag der Grünen betreffend öffentliche Obstbäume in der Löwygrube wurde bekannt gegeben, dass dort neun Beerensträucher und acht Obstbäume gepflanzt wurden.

Abschließend wurden die 13 neu gestellten Anträge den verschiedenen Kommissionen und Ausschüssen der Bezirksvertretung zur Vorberatung und Berichterstattung zugewiesen. Darunter fanden sich unter anderem der Antrag der SPÖ betreffend die Schaffung von Abbiegespuren in der Laaer-Berg-Straße sowie der Antrag der ÖVP betreffend einen Bus zur Löwygrube, die beide einstimmig der Verkehrskommission zugewiesen wurden.

Dem Finanzausschuss wurden der Antrag der FPÖ zum Informationsblatt der Bezirksvertretung Favoriten sowie der ÖVP-Antrag betreffend eine Live-Übertragung der Bezirksvertretungssitzungen einstimmig zugewiesen.

Die ÖVP-Anträge zur Vorstellung der Planungsergebnisse für den Reumannplatz und die Vorstellung von Variantenstudien zur Straßenbahnlinie 67 wurden einstimmig der Bezirksentwicklungskommission zugewiesen.

Nachdem alle Punkte der hiesigen Sitzung abgearbeitet waren erklärte Bezirksvorsteher-Stv. Josef Kaindl (SPÖ) die verhältnismäßig lang andauernde Sitzung schließlich nach 2 Stunden und 40 Minuten für beendet.

Die nächste Sitzung der Bezirksvertretung für Favoriten findet am 10. Juni 2015 um 16:00 Uhr im Amtsgebäude am Keplerplatz 5 statt und ist öffentlich zugänglich.
Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um einen Erlebnisbericht handelt. Alle hier lesbaren Informationen wurden von den Verantwortlichen an die anwesenden Bürger während der Veranstaltung so weitergegeben und können von montelaa.biz nicht auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüfen werden.

Wien braucht mehr Platz für seine Bewohner – das weiß nicht nur die Stadt sondern mittlerweile auch deren Bürger. Deshalb wird an vielen Ecken Wiens gebaut und geplant bis sich sprichwörtlich die Balken biegen. Das geschieht allerdings nicht immer ganz im Sinne der schon ansässigen Bewohner, wie viele Unterschriftenaktionen immer wieder zeigen. So wurden beispielsweise nur gegen die Bauprojekte am Monte Laa (Viola Park und Hochhäuser an der Laaer-Berg-Straße) insgesamt über 2000 Unterschriften in den letzten Jahren gesammelt.

Stadträtin Maria Vassilakou äusserte sich nun zu den aktuellen Bauprojekten, zu denen auch der umstrittene Viola Park und die Planungen für den Verteilerkreis Favoriten im zehnten Bezirk zählen. Während der Bezirk Favoriten insbesondere hinsichtlich des Verteilerkreises immer wieder „nur“ von Überlegungen spricht, ist in den jüngsten Zeitungsartikeln bereits von einer Flächenwidmung bis Ende 2014 mit anschließendem Baubeginn die Rede.

Hier geht’s zu den entsprechenden Artikeln von der Kronen Zeitung , Kurier und von DerStandard vom 5. Oktober 2013.

Rechtzeitig zur neuen Hitzewelle hat sich die Bezirksvertretung für Wien Favoriten mit der Sitzung am 27.6.2012 in die Sommerpause verabschiedet. Inmitten diverser Themengebiete wurden auch die U1 und der Böhmische Prater behandelt. In der knapp eine Stunde andauernden Sitzung wurden wie üblich zunächst die Geschäftsstücke der verschiedenen Ausschüsse und Kommissionen behandelt.

Gesamtkonzept für den Böhmischen Prater

Wie bekannt, wurde zuletzt die Erstellung eines Gesamtkonzeptes für den Böhmischen Prater beantragt. Der zwischenzeitig vorliegenden Mitteilung von Verkehrsstadträtin Vassilakou zu Folge hat sich die Gemeinde Wien in der Vergangenheit durch diverse Maßnahmen für den Erhalt des Böhmischen Praters eingesetzt (zB Gründung einer Arbeitsgruppe wegen des Parkplatzproblems im Jahr 2007). Auch sichert eine spezielle Flächenwidmung den Bestand des Böhmischen Praters.

Betreffend die Verkehrsanbindung wurde im Jahr 2009 ein Arbeitskreis gegründet. Im Jahr 2010 organisierten die Grünen den sogenannten „Prater-Bus“, dem ein von der Unternehmergruppe des Böhmischen Praters organisierter Busverkehr folgte, dessen Betrieb jedoch mit August 2011 eingestellt wurde.

Bezirksrat Thomas Kohl (ÖVP) ist mit der vorliegenden Mitteilung nicht zufrieden, da die Erstellung eines Gesamtkonzeptes beantragt wurde. Die Informationen über die bisherigen Bemühungen in der Vergangenheit gehen daher am Antrag vorbei, weshalb die ÖVP das Geschäftsstück ablehnt. Er hätte sich gewünscht, dass Überlegungen angestellt und konkrete Aktivitäten entwickelt werden.

Die Grünen hingegen fanden die Mitteilung der Verkehrsstadträtin sehr zufriedenstellend und meinten, dass auch ein fertiges Konzept kritisiert werden würde und schlugen vor, Überlegungen im Rahmen der Bezirksentwicklungskommission oder vielleicht sogar im Rahmen eines eigenen Arbeitskreises anzustellen.

Die FPÖ stimmte ebenfalls dafür einen Arbeitskreis einzuberufen, betonte jedoch gleichzeitig wie wichtig es ist, den in der Bezirksvertretung erarbeiteten einstimmigen Willen auch gegenüber der Gemeinde durchzusetzen.

Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner betonte schließlich, dass ohnehin stets darauf geachtet wird, dass der Böhmische Prater samt den alten Fahrwerken weiterhin erhalten bleibt und entsprechende Maßnahmen zur Attraktivierung gesetzt werden. Als Beispiel nannte auch sie den erst vor wenigen Jahren neu geschaffenen Parkplatz beim Casino Monte Laa. Weiters wies sie darauf hin, dass es die große Lösung eines Verkehrskonzepts nicht geben könne weil die Straßen rundherum viel zu eng seien und die Parkplätze dort erhalten bleiben müssten.

In der darauffolgenden Abstimmung wurde die von Verkehrsstadträtin Vassilakou erhaltene Mitteilung mit den Gegenstimmen der ÖVP zur Kenntnis genommen.

U1-Sanierung (Keplerplatz bis Schwedenplatz)

In der letzten Sitzung wurde seitens der ÖVP eine Anfrage zum Ersatzverkehr während der U1-Sperre gestellt, dessen Beantwortung nunmehr erfolgte. Dabei wurde mitgeteilt, dass die Wiener Linien selbstverständlich bestrebt waren, die beste Lösung für einen Ersatzverkehr im Sanierungszeitraum 7. Juli bis 26. August 2012 zu wählen. Das Ziel, die Fahrgäste ohne Umsteigen in die Innenstadt zu bringen, wird wie bekannt mit den Straßenbahnlinien 66 und 68 erreicht. Die Linien 68 und 66 sollen im Sommer im 5-Minuten-Intervall fahren und wurden vor allem auf Grund der größeren Kapazität und des schnelleren Vorankommens auf eigenen Gleiskörpern für den Ersatzverkehr ausgewählt.

Die auf der Tagesordnung gelisteten Anträge wurden alle einstimmig den diversen Kommissionen und Ausschüssen zugewiesen, wie beispielsweise die FPÖ-Anträge zur Badeerlaubnis bei den Teichen in der WIG / Kurpark Oberlaa, zur Bürgerbeteiligung in Favoriten und betreffend keine Kurzparkzonen im Bereich der neuen U-Bahn-Stationen. Die Überlastung des Verteilerkreises war Gegenstand eines ÖVP-Antrags, der der Verkehrskommission zugewiesen wurde. Ebenfalls einstimmig wurde der ÖVP-Antrag hinsichtlich mehr Bürgernähe bei der Abänderung von Flächenwidmungs- und Bebauungsplänen dem Bauausschuss zugewiesen.

Abschließend bedankte sich Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner für die im letzten Halbjahr geleistete gute Arbeit und wünschte allen einen schönen Sommer.

„Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um einen Erlebnisbericht handelt. Alle hier lesbaren Informationen wurden von den Verantwortlichen an die anwesenden Bürger während der Veranstaltung so weitergegeben und können von montelaa.biz nicht auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüfen werden.“

Bekommt der Laaer Berg bald ein Einkaufszentrum? Alfred Hoch (ÖVP) zufolge könnte es im Bereich der Generali Arena bald dazu kommen!Abseits der Favoritenstraße trifft man meist nur vereinzelt Shops und Einkaufsmöglichkeiten am Laaer Berg und dessen Hängen an. Schon seit Jahren findet sich allerdings in den verschiedensten Planungen der (derzeit noch nicht realisierten) Hochhäuser am Rande des  Stadtentwicklungsgebiets Monte Laa immer wieder ein Einkaufszentrum, gegen das jedoch vor allem auch wegen der schlechten Verkehrsanbindung und der befürchteten Überlastung der Laaer-Berg-Straße Bedenken bestehen.

In einem aktuellen Artikel der Bezirkszeitung ist nun von einem Einkaufszentrum bei der benachbarten Generali Arena und einem gewünschten Durchbruch zur Laaer-Berg-Straße auf Höhe der Tankstelle die Rede. Von Monte Laa aus wären es dann nur wenige Gehminuten bis zum neuen Shopping-Tempel. Im Gespräch ist aber auch der eventuelle Bau einer weiteren Schule.

Der ganze Bezirkszeitungartikel kann hier nachgelesen werden, einen Artikel der Kronenzeitung findet man hier.

Die Umsiedlung der Feldhamster vom Verteilerkreis Favoriten in den Volkspark Laaerberg ist bereits jetzt ein voller Erfolg: 48 kleine Nager fühlen sich in ihrer neuen Heimat pudelwohl.

Wie bereits bekannt müssen im Zuge der Bauarbeiten für die Süd-Verlängerung der U1 zahlreiche Feldhamster zu ihrem eigenen Schutz umgesiedelt werden. Das Einsammeln der putzigen Tierchen begann bereits vor einigen Wochen und soll nach wie vor noch bis Ende November andauern. Den bereits umgezogenen Feldhamstern gefällt es im Volkspark Laaerberg schon sehr gut, wie in einem Kurzbericht in der aktuellen Ausgabe der Wiener Bezirkszeitung zu lesen ist.