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Die Verlängerung der U1 vom Reumannplatz bis zur Therme Wien ist und wird voraussichtlich auch weiterhin ein spannendes Thema für die Favoritner Bevölkerung bleiben. Ein triftiger Grund, die betroffenen Bürgerinnen und Bürger laufend zu informieren und Gelegenheit zum Gesprächsaustausch zu geben.

So laden die Bezirksvorstehung Favoriten und die Wiener Linien derzeit neuerlich zu einer Informationsveranstaltung in das Haus der Begegnung in der Ada-Christen-Gasse 2 in Wien Favoriten: Am 27. November 2012 eröffnete Bezirksvorsteher-Stellvertreter Josef Kaindl in einer kurzen Ansprache das dreitägige Event, bei dem man sich nicht nur über den aktuellen Stand informieren kann sondern auch allerlei Fragen an die Experten vor Ort stellen kann.

Im Mittelpunkt der Skizzen und Pläne auf den frei zu besichtigenden Informationstafeln stehen die Oberflächen- und Stationsgestaltung der letzten drei neuen Haltestellen „Oberlaa“ bei der Therme Wien, „Neulaa“ und „Alaudagasse“ beim EKZ Hanssonzentrum. Auch die Pläne für Rad- und Fußwege sowie weitere Verkehrsverbindungen werden dargestellt.

Die Informationsveranstaltung zur U1-Verlängerung südlich der Alaudagasse bis zur Therme Wien kann noch am 28. November 2012 von 15:00 bis 19:00 Uhr und am29. November 2012 von 16:00 bis 20:00 Uhr besucht werden.

Nach der wohlverdienten Sommerpause haben sich die Favoritner Bezirksräte am 7. September 2011 wieder zur Sitzung der Bezirksvertretung im Amtsgebäude am Keplerplatz eingefunden. Dabei war insbesondere der U1-Ausbau, die Schließung von Postämtern und eine Hundeverbotszone für die Moselgasse 2-4 Thema.

Den Beginn der Sitzung prägten eine ergreifende Rede vom Vorsitzenden Josef Kaindl und Standing Ovations aller Anwesenden für den nach schwerer Krankheit verstorbenen ehemaligen Bezirksrat Dr. Ernst Maurer (SPÖ). Er wirkte von 1978 bis 1994 in seinem Heimatbezirk als Bezirksrat, hatte von 1993 bis 1994 die Funktion des Bezirksvorsteher-Stellvertreters inne und war anschließend bis 2010 als Abgeordneter zum Wiener Landtag und Gemeinderat tätig.

U1-Verlängerung

In der nächsten Stunde wurden u.a. wie gewohnt die Geschäftsstücke der Kommissionen und Ausschüsse der Bezirksvertretung sowie die Anträge und Anfragen der Parteien abgearbeitet. Dabei war auch die U1-Südverlängerung erneut Thema. So wurde beispielsweise auf Antrag der FPÖ das Thema Baumsetzungen in der Favoritenstraße nach Beendigung des U-Bahn-Bau´s vom Reumannplatz bis zum Verteilerkreis einstimmig dem Umweltausschuss zugewiesen.

Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner tätigte bei der Bürgerversammlung zum U1-Ausbau am 5. Juli 2011 bekanntlich die Aussage „Die U1 fährt bis zur Therme Wien“. Da man lt. Bezirksrat Rudolf Wieselthaler nunmehr wissen möchte wie es in dieser Angelegenheit weitergeht, beantragte die ÖVP in der Bezirksvertretungssitzung am 7.9.2011 die Abhaltung einer neuerlichen Bürgerversammlung.

Die SPÖ sprach sich mit dem Argument, dass derzeit noch keine neuen Informationen vorliegen, gegen die Abhaltung einer zeitnahen Bürgerversammlung aus. Die Grünen schlossen sich dieser Begründung an, betonten jedoch dass die regelmäßige Information für Bürger und Anrainer wichtig ist. Der Antrag der ÖVP wurde somit mit den Stimmen der SPÖ und der Grünen abgelehnt.

Hundeverbotszone für „Cubino“

Lt. Mitteilung der FPÖ haben sich Anrainer über die Zustände im kleinen Park der Moselgasse 2-4 (Wohnbau „Cubino“) beschwert. Demnach werden die lose in die Erde gesteckten Hundeverbotsschilder des Magistrats regelmäßig entfernt und der Park trotz Verbot immer wieder als „Hundeklo“ verwendet. Ärgerlich ist dies insbesondere auch deshalb, da sich beim nahegelegenen Laaer Wald eine weitläufige Hundezone befindet. Fix montierte Hundeverbotstafeln sollen den Park beim „Cubino“ in der Moselgasse 2-4 in Zukunft sauber halten. Die FPÖ beantragte daher eine Hundeverbotszone zu erlassen bzw. diese entsprechend zu kennzeichnen. Der Antrag wurde einstimmig dem Umweltausschuss zugewiesen.

Schließung von Postämtern

Wie in einem akutellen Bericht auf ORF.at zu lesen ist, droht einigen Postämtern in Favoriten – darunter auch das für das Stadtentwicklungsgebiet Monte Laa am Laaer Berg zuständige Postamt in der Gellertgasse – die Schließung. Die Bezirksvertretung Favoriten spricht sich nun in einer Resolution gegen die Schließung weiterer Postämter in Favoriten aus. Der diesbezügliche gemeinsame Resolutions-Antrag aller Parteien wurde in der Bezirksvertretungssitzung am 7.9.2011 selbstverständlich einstimmig angenommen.

„Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um einen Erlebnisbericht handelt. Alle hier lesbaren Informationen wurden von den Verantwortlichen an die anwesenden Bürger während der Veranstaltung so weitergegeben und können von montelaa.biz nicht auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüfen werden.“

So lautet der Titel eines Presseartikels, in dem Projekte wie der neue Hauptbahnhof und die dadurch entstehenden Wohnungen sowie der neue Campus thematisiert werden. Weiters liest man über den derzeitigen Ausbau der U-Bahnlinie U1 in Richtung Rothneusiedl.

 Ebenso aktuell ist für den Bezirk das sogenannte Parkpickerl, über dessen Einführung (oder Nicht-Einführung) eine Bürgerbefragung entscheiden soll.

Aber auch Monte Laa findet sich in dem Artikel wieder, denn wie die Bewohner selbst wissen ist die öffentliche Verkehrsanbindung derzeit äußerst mangelhaft. Die Verlegung der Straßenbahnlinie 67 in die Laaer-Berg-Straße wird noch Jahre andauern, bis dahin heißt es Geduld haben. Nach wie vor ist noch von einer Verlängerung der Straßenbahnlinie D bis zur Absberggasse zu lesen, sodass Monte Laa am Ende vielleicht sogar zwei Straßenbahnlinien als öffentliche Verkehrsanbindung haben könnte. Der ganze Artikel aus der Presse kann man hier lesen.

Am 5. Juli 2011 füllte sich der große Saal im Haus der Begegnung erneut mit zahlreichen besorgten Bürgern Favoritens. Grund ist das gigantische Projekt rund um die Süd-Verlängerung der U-Bahnlinie U1.

Abends wurde der Saal in der Ada-Christen-Gasse regelrecht gestürmt. Obwohl schon alle Sitzplätze belegt waren, strömten ununterbrochen weitere Favoritner durch die Tür. Sie alle kamen, um ihre Anliegen im Rahmen der Verlängerung der U1 vorzubringen und sich Informationen über das Projekt zu besorgen. Mit diesem Andrang hatten selbst die Verantwortlichen nicht gerechnet, Hermine Mospointner entschuldigte sich gleich zu Beginn um 19:00 Uhr für den katastrophalen Platzmangel.

Am Podest standen zahlreiche Vertreter der Wiener Linien, der MA 18, der MA 28, der MA 33, der MA 46 und der Polizei sowie selbstverständlich auch Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner und und Bezirksvorsteher-Stellvertreter Josef Kaindl. Sie gaben Antworten, protokollierten Anregungen mit, führten sachliche Diskussionen und standen den Anwesenden auch nach der Veranstaltung noch für Fragen bei den Infotafeln zur Verfügung.

Nach der Begrüßung informierte DI Scheidl von den Wiener Linien mit Hilfe einer Power Point Präsentation kurz über die drei Bauabschnitte die nun realisiert werden. Dabei zeigte er nicht nur allgemeine Skizzen und Pläne sondern bereits auch Zeichnungen von den späteren U-Bahn-Ausgängen.

 

Verwirrung über 67´er und U-Bahn-Endhaltestelle

Bei den Favoritnern herrschte vor allem große Verwirrung über die Straßenbahnlinie 67 und den tatsächlichen Verlauf der neuen U-Bahn. Auch die Endhaltestelle war vielen nicht bekannt, was allerdings wenig verwundert, denn die Meldungen über das Projekt änderten ihren Inhalt in der Vergangenheit immer wieder.

Lt. Hermine Mospointner fährt die Straßenbahnlinie 67 so lange, bis der neue Streckenabschnitt der U1 eröffnet wird. Dabei ist seitens der Wiener Linien aus betrieblichen Gründen eine Eröffnung von Teilabschnitten oder einzelnen Stationen nicht möglich. Es wird daher nur eine einzige „Gesamteröffnung“ der neuen Stationen der Süd-Verlängerung geben, die nach derzeitigem Stand voraussichtlich im Herbst 2016 stattfinden wird. Hermine Mospointner betonte an dieser Stelle, dass fünf Jahre Bauzeit zwar nicht schnell sind, sich jedoch im normalen Zeitrahmen für ein solches Projekt bewegen.

Derzeit sind drei Bauabschnitte genehmigt. Wie weit die U-Bahn schlussendlich dann tatsächlich fahren wird, ist jedoch noch ungewiss. Derzeit soll die U-Bahn bis zur Therme Wien in Oberlaa fahren, allerdings soll die Möglichkeit geschaffen werden, die U-Bahn bis nach Rothneusiedl zu verlängern. Für diese Weiterführung müsste jedoch wieder neu eingereicht werden und auch die Grundstückspreise dort seien nach Aussage von Hermine Mospointner aktuell zu teuer. Selbstverständlich scheiden sich hier die Geister, denn während sich die einen die U-Bahn bis nach Rothneusiedl wünschen (teilweise gerne auch ohne „Mega-City“), sträuben sich die anderen gegen den Bau durch die Felder. So verwunderte es auch nicht, dass im Rahmen der äußerst sachlich geführten Diskussionen auch Vertreter der Bürgerinitiative Rothneusiedl das Wort ergriffen.

 

Brennpunkt Weldengasse

Thema des Abends waren jedoch die drei genehmigten Bauabschnitte, von denen insbesondere der zweite Abschnitt ab der Maria-Rekker-Gasse in Richtung Verteilerkreis für heftige Kritik sorgt. Während die Favoritenstraße in diesem Bereich eine Baustelle ist, wird der Verkehr über die nächste Parallelstraße, die Weldengasse, umgeleitet. Die bis dahin ruhige Gasse ist damit zur Durchzugsstraße umfunktioniert worden (siehe Plan), was bei den Anrainern auf massive Kritik stößt. Sie klagen über den massiven Verkehr, den damit verbundenen Lärm und die Gesundheitsgefährdung, unangekündigte Nachtarbeiten sowie über Geschwindigkeitsbegrenzungen und nächtliche LKW-Fahrverbote die nicht eingehalten werden. Auch Zebrastreifen werden von den Blechlawinen nach Aussagen der Anrainer regelrecht ignoriert. Sie fordern daher stärkere Polizeipräsenz und Kontrollen.

Übrigens: Der Kurier führte zwischenzeitig einen Lokalaugenschein in der Weldengasse durch und veröffentliche seine Ergebnisse am 6. Juli 2011.

Zum Bedauern der Anrainer wird sich an dieser Situation in den nächsten fünf Jahren jedoch nichts ändern, denn die Umleitung durch die Weldengasse wird voraussichtlich erst mit Fertigstellung der U-Bahn-Verlängerung aufgehoben werden. Hermine Mospointner will sich jedoch um eine Verbesserung der Situation kümmern, indem man die Umleitung schon weiter vorher mit Hinweisschildern ankündigt. Damit sollen jene Autofahrer und LKW´s, die nicht unbedingt durch die Weldengasse müssen, rechtzeitig anderweitig ausweichen können.

 

 Weiteres Vorgehen

Ärger gibt es auch über die geschätzt 150 bis 180 Parkplätze, die durch die Bauarbeiten vernichtet werden. Zudem herrscht Unsicherheit über den zukünftigen Umgang mit Pendlern. Hermine Mospointner sprach zu diesem Thema kurz die mögliche Einführung eines Parkpickerls an und versicherte, dass man die Bürger dazu jedenfalls befragen werde.

Gemeinderat Alfred Hoch (ÖVP), der bei der Bürgerversammlung im Publikum anwesend war, kritisierte das verursachte Parkplatzchaos und Pendlerproblem bereits am 6. Juli in einer OTS-Aussendung.

Eine detaillierte Oberflächenplanung, bei der auch Radständer berücksichtigt werden, startet in den nächsten ein bis zwei Jahren. Die Planung über die Zubringer der U-Bahn, also jener Verkehrsmittel die die Bürger zur U-Bahn bringen werden, beginnt in zwei bis drei Jahren. Es bleiben also nach wie vor noch viele Fragen offen, die erst in einigen Jahren endgültig geklärt sein werden. Auch die Kronen Zeitung berichtet darüber.

 

Weitere Bilder von der Bürgerversammlung am 5. Juni 2011:

Die geplante Süd-Verlängerung der U-Bahnlinie U1 von der Station Reumannplatz nach Rothneusiedl ist seit einigen Tagen wieder in den Medien. Für Aufregung und Beunruhigung sorgt das Verhalten der grünen Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou sowie Vizebürgermeisterin Renate Brauner (SPÖ).

Seit 2010 sind bereits Baustellen an der Favoritenstraße eingerichtet. Wie bekannt, sollen im Rahmen der Süd-Verlängerung zukünftig sechs neue Stationen auf gut 4,85km Länge um rund 860 Millionen Euro entstehen. Darunter auch die Station „Troststraße“, die von der Stadt Wien als ausreichende öffentliche Anbindung Monte Laa´s angesehen wird.

Gegner des U-Bahn-Ausbau´s kritisieren jedoch die dadurch schlechte bzw. teilweise erst gar nicht vorhandene Anbindung wichtiger Gebiete wie die Wienerberg City, das Wellnessareal der Therme Wien, die Per-Albin-Hanson-Siedlung und natürlich auch Monte Laa.

Eine bessere öffentliche Anbindung ist für Monte Laa dringend notwendig, denn es gilt nicht nur die rund 800 Wohnungen im Stadtentwicklungsgebiet Monte Laa auf den ehemaligen Porr-Gründen sowie die rund 1200 Wohnungen in dem durch die Moselgasse, die Urselbrunnengasse, die Laaer-Berg-Straße und den Laaer Wald begrenzten Gebiet zu versorgen. Auch Mitarbeiter der in Monte Laa ansässigen Firmen, deren Kunden, der ein oder andere Kleingartenbesitzer, Besucher des Erholungsgebietes Laaer Wald als auch Besucher des Böhmischen Praters wollen oder müssen sogar öffentlich fahren. Die Situation wird durch die entlang der Laaer-Berg-Straße geplanten drei Hochhäuser des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans Nr. 7915 sowie die Entstehung der Preyerschen Höfe auf dem Areal des ehemaligen Preyer´schen Kinderspitals zweifellos verschärft werden.

Im Hinblick darauf ist die aktuelle Befürchtung von Gemeinderat Alfred Hoch (ÖVP) mehr als nur schockierend, denn der Bau der U1-Verlängerung hat derzeit offenbar nicht höchste Priorität.

Für den Wiener Regierungspartner der SPÖ dürfte dies zutreffen: Schon in der Ausgabe der „Zeitung der Grünen Alternative Favoriten“ vom September 2007 wurden die Pläne zum Süd-Ausbau als Schildbürgerstreich bezeichnet. In einer Aussendung der Wiener Grünen vom 18.1.2010 wurde die Anbindung des Krankenhauses Nord wichtiger als die U1-Verlängerung nach Rothneusiedl erachtet. Im September 2010 kritisierte die grüne Ingrid Puller im Wiener Gemeinderat die Süd-Verlängerung: Diese sei nach dem derzeitigen Plan nicht sinnvoll, da bestehende öffentliche Verkehrsmittel vielfach verkürzt, eingestellt oder unzureichend ersetzt würden. 

Hier kann man den aktuellen Artikel über die Befürchtung der ÖVP Favoriten in der heute erschienen Wiener Bezirkszeitung, den Artikel zur Aussage von Vizebürgermeistern Renate Brauner und das vor wenigen Tagen von der Zeitung derStandard geführte Interview mit Verkehrsstadträtin Vassilakou nachlesen. 

Hier gehts zu unseren Artikeln aus dem letzten Jahr, die die Süd-Verlängerung der U1 thematisieren und weiterführende Informationen zu dem Projekt beinhalten.