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Am Freitag, den 8. Juni 2016 wurde der Helmut-Zilk-Park im Sonnwendviertel nahe des Wiener Hauptbahnhofs feierlich eröffnet. Von 10:00 bis 18:00 Uhr gab es im neuen Park vieles zu entdecken:

Eröffnung Helmut Zilk Park MotorikparkZahlreiche Infostände und Spielstationen sorgten für jede Menge Action und Spaß. Vom Kinderschminken über Wasserplantschen und dem Wildschweinrennen bis hin zum Tanzworkshop für Kinder und Erwachsene bot sich den Besuchern ein abwechslungsreiches Programm.

Eröffnung Helmut Zilk Park Das Park CafeWährend Radio Arabella für die musikalische Unterhaltung sorgte, verköstigte „Das Park Café“ seine Gäste mit kulinarischen Köstlichkeiten. Das Café der bekannten Bäckerei-Kette „DerMann“ öffnete ebenfalls am 8. Juni 2016 zum ersten Mal seine Türen und verwöhnt seine Gäste nicht nur mit Back- und Konditoreiwaren, sondern auch mit Frühstück, Imbissen, Suppen, Salaten und kleinen warmen Gerichten.

Eröffnung Helmut Zilk Park Dagmar KollerGegen ca. 15 Uhr eröffnete schließlich Dagmar Koller, die Witwe des 2008 verstorbenen Wiener Alt-Bürgermeisters Helmut Zilk, den neuen naturnah geplanten Park. Sie war extra für die Eröffnung eingeflogen und freute sich sehr darüber, hier dabei sein zu können. Zutiefst berührt und bewegt sprach die sympathische Dagmar Koller von ihrer Freude über den Park und über Helmut Zilk, der immer für die Wiener da war.

Hermine Mospointner, Bezirksvorsteherin Favoritens (SPÖ), beruhigt die Schaffung des Parks, da alle in dieser Stadt Bewegungsfreiraum brauchen und der neu eröffnete Helmut-Zilk-Park genau das bietet. Sie bedankte sich bei allen, die hier mitgewirkt haben.

Rund drei Viertel des Parks sind bereits fertiggestellt. Mit dem Endausbau im Jahr 2017 ist die Parkanlage insgesamt rund 7 Hektar groß. Der neue Park bietet neben großzügigen Freiflächen und Wegen auch einen Kleinkinderspielplatz und eine Hundezone. Ein besonderes Highlight ist der Motorikpark: Das preisgekrönte Konzept bietet auf rund 1400m² zehn Ausdauer-, Kraft- und Hindernis-Stationen, an denen Jung wie Alt mit nahezu jedem Fitnesslevel ihr Gleichgewicht und ihr Geschick trainieren können.

Weiter Fotos dieser Veranstaltung finden sich in der Bildgalerie.

Unter dem Motto „Auf die Plätze, fertig, Zukunft“ feierten die Kinderfreunde Favoriten im Sonnenland Laaerberg auch heuer wieder den Tag des Kindes am 8. September 2013 – und mit ihnen hunderte von kleinen und großen Besuchern! Auf dem weitläufigen Gelände gab es vielerlei zu entdecken: Eine Riesenrutsche, ein Kinderkarussell, eine Schiffschaukel, eine Hüpfburg, und und und – Spiel und Spaß fand sich überall so weit das Auge reichte.  

Zusätzlich zu den vorhandenen Spieleeinrichtungen gab es aber noch viele weitere Stationen, die den kleinen Besuchern viel Freude bereiteten. So wurden beispielsweise Kühe gemolken, Schuhe so weit wie möglich geworfen, Fische aus kaltem Wasser geangelt, Hindernisstrecken gelaufen und Bilder gemalt – und das alles mit Bravour! Immerhin ging es bei den Spielepass-Stationen zum Thema „Verändern wir die Welt“ darum, drei Monster zu besiegen die genau das verhindern möchten. Wie Peter Bohmann, Vorsitzender der Kinderfreunde Favoriten, jedoch erklärte, ist das Stationenspiel beim Tag des Kindes 2013 aber noch viel mehr: Es ist der Start eines Jahresspiels mit 999 Schritten für eine bessere Welt für Kinder.  

Für strahlende Kinderaugen sorgten aber nicht nur die Spielestationen, sondern auch die riesigen Seifenblasen, die am Festplatz starteten und vom Wind über das ganze Gelände getragen wurden. Spannend und lustig war´s auch mit Kasperl, der auf einen Zirkuselefanten und ein Burggespenst traf. Zu Besuch waren überdies die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Rettungshundestaffel des Samariterbundes Favoriten, die mit ihren Rettungs- und Besuchshunden ihr Können zeigten. Großer Andrang herrschte auch bei der Hüpfburg und den Riesenspielen 4 Gewinnt und Dart.  

Auf der Bühne sangen zwischendurch ein paar mutige Kids mit voller Hingabe Karaoke – die Zwillinge Elena und Sofie meisterten sogar Falcos flotten Hit „Amadeus“!  Danach betrat Thomas Brezina die Bühne und bewältigte mit vielen kleinen Meisterdetektiven die Tom Turbo Poster-Rallye. Dabei musste jeder Menge Spuren nachgegangen und unter anderem auch ein Dieb entlarvt werden. Als Belohnung gab´s dafür anschließend ein Autogramm vom berühmten Buch-Autor.  

Unter den Besuchern fanden sich übrigens nicht nur jede Menge Kinder mit ihren Eltern, sondern unter anderem auch Schlagersängerin Ingrid Merschl, Bezirksrat Gerhard Blöschl, Bezirksvorsteherin-Stv. Josef Kaindl und die Vorsitzende der SPÖ Favoriten, Kathrin Gaal. Für kurze Zeit gab sich auch Bundeskanzler Werner Faymann die Ehre, der sich freute wenigstens eine Zeit lang beim Fest sein zu können und allen Gästen viel Spaß wünschte.  

Für das leibliche Wohl wurde mit frischen Getränken, Frankfurtern, Grillwurst und Hot Dog´s gesorgt. Auch die süssen Köstlichkeiten wie Nutella Waffeln und Kuchen wurden gerne zwischendurch genascht. Dazu gab´s natürlich auch einen Becher leckeren Kaffee!  

Zum Abschluss fand die Verlosung der Tombola statt, bei der schon im Vorfeld jedes Los einen Trostpreis gewonnen hat. Die glücklichen Gewinner der Hauptpreise freuten sich schließlich unter anderem über einen Scooter, ein Wave Board, Kopfhörer und einen Schulrucksack.  

Wie schon Kathrin Gaal dankte auch Peter Bohmann zu guter Letzt den rund 200 ehrenamtlichen Mitarbeitern, die am Tag des Kindes tatkräftig mitgeholfen und so dieses gelungene Fest erst möglich gemacht haben. 

Weitere Fotos dieser Veranstaltungen findet man hier.

Emil FucikEin Wiener Politiker, der während seiner politischen Karriere seinen Heimatbezirk Favoriten maßgeblich und nachhaltig geprägt hat. Zu seinen Ehren erhielt die Emil-Fucik-Gasse im Stadtentwicklungsgebiet Monte Laa im Jahre 2004 seinen Namen.

Emil Fucik wird am 14. Mai 1912 als Sohn eines Eisendrehers in Wien geboren und wächst im zehnten Bezirk auf. Seine berufliche Laufbahn beginnt er im Jahre 1928 bei der Spar- und Vorschussgenossenschaft „Flugrad“. In den Jahren seiner Arbeitslosigkeit, 1933 bis 1938, besucht Emil Fucik die Volkshochschule. Er engagiert sich auch politisch und ist Funktionär der Gewerkschaft sowie Mitglied der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP). 1935 wird er aus politischen Gründen verhaftet, im Jahre 1941 zieht man ihn zum Militär ein.

Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs arbeitet Emil Fucik in einer Chemiefabrik. Ab nun schreitet er in seiner politischen Laufbahn mit Riesenschritten voran: 1946 wird er Bezirkskulturreferent, ein Jahr später Bezirkssekretär der SPÖ. Ab dem Jahre 1953 ist er Mitglied des Wiener Landtages und des Gemeinderates, bis er am 11. Mai 1966 als neuer Bezirksvorsteher Favoritens die Nachfolge von Karl Wrba antritt.

Während seiner bis ins Jahr 1977 andauernden Amtszeit setzt Emil Fucik bleibende so wie einzigartige Projekte um, die den Bezirk merkbar verändern. Hierzu zählen vor allem die Errichtung der Fußgängerzone in der Favoritenstraße, die Verlängerung der U-Bahnlinie U1 vom Südtiroler Platz bis hin zum Reumannplatz sowie die Durchführung archäologischer Ausgrabungen in Unterlaa. Nicht zu vergessen ist natürlich die Abhaltung der zweiten internationale Gartenschau im Jahre 1974 (sogenannte „WIG 74“), die nach Ende der Veranstaltung zum heute bekannten „Kurpark Oberlaa“ umgewandelt wurde.

Emil Fucik stirbt am 2. Dezember 1989 in Wien und wird in der Feuerhalle Simmering beigesetzt. Zu seinen Ehren wird die in den Jahren 1950 bis 1951 errichtete Wohnhausanlage in der Gudrunstraße 55-103 im Jahre 1992 nach ihm benannt. Der „Emil-Fucik-Hof“ bleibt jedoch nicht das einzige Ehrenmal für den seine Zeit prägenden Politiker. Im Jahre 2004 wird im Stadtentwicklungsgebiet Monte Laa die neu angelegte Emil-Fucik-Gasse nach ihm benannt.

Am 2.3.2011 haben sich die Bezirksräte wiederrum zur Bezirksvertretungssitzung versammelt. Wichtige Themenpunkte waren vor allem das Parkpickerl und Radfahrstraßen in Favoriten. Ebenso wurden neuerliche Versuche gestartet, die Schaffung einer zufriedenstellenden öffentlichen Anbindung für den böhmischen Prater zu erreichen.

Nachdem der Vorsitzende Josef Kaindl die Sitzung eröffnete wurden einige wenige Geschäftsstücke der verschiedenen Kommissionen der Bezirksvertretung behandelt, wie zum Beispiel die Genehmigung des Schulsanierungspaketes für die Laaer-Berg-Straße 170 in Höhe von 340.000,– Euro. Unter den Geschäftsstücken fand sich auch jenes der Bezirksvorsteherin, das die Parkraumbewirtschaftung in Favoriten zum Inhalt hatte.

Parkpickerl für Favoriten

Bezirksrat Kohl (ÖVP) ergriff zuerst das Wort und erinnerte daran, dass die ÖVP noch vor wenigen Monaten zustimmte die möglichen Auswirkungen eines Parkpickerls zu untersuchen. Nunmehr haben sich bereits die Vertreter des Bezirks am 1.3.2011 klar für die Parkraumbewirtschaftung ausgesprochen. Das Geschäftsstück ist aus Sicht der ÖVP daher jedenfalls abzulehnen.

Seitens der SPÖ wurde entgegnet, dass nichts anderes als die möglichen Auswirkungen einer Parkraumbewirtschaftung auf Favoriten bzw. Teile Favoritens und die umliegenden Bezirke besprochen worden sei. Die Grünen berichteten zu dieser Thematik lediglich kurz über einen erst jüngst erschienen Artikel in der Bezirkszeitung. In diesem klagte eine Anrainerin darüber, dass alles zugeparkt ist und sie sehr darunter leidet.

Die FPÖ nahm das Geschäftsstück zur Kenntnis und wird erst abwarten, welche Ergebnisse die Kommission hervorbringt. Grundsätzlich spricht sich die FPÖ jedoch gegen das Parkpickerl aus. Bezirksrat Haidinger sprach klar aus, was viele Bürger denken: Nämlich dass eine Parkraumbewirtschaftung nichts anderes als die Fortsetzung des Abzockens der Fahrzeughalter ist. Er erinnerte daran, dass vor noch nicht allzu langer Zeit auch die SPÖ „dagegen getrommelt” hat. Er appellierte an die SPÖ, mit dem Kopf im Bezirk zu bleiben und die Idee geistig abzulehnen. Die Parkraumbewirtschaftung wäre insofern nicht zweckmäßig, da man einerseits für das Budget Parkpickerl zahlen müsste, sich andererseits aber nie sicher sein könne einen Parkplatz zu haben.

In ihrem Schlusswort zu diesem Themenpunkt erklärte Bezirksvorsteherin Mospointner (SPÖ), dass mit der Einführung des Parkpickerls in den Innenbezirken eine Bewegung stattgefunden habe. Die Situation in Favoriten habe sich verschärft, weshalb es wichtig ist eine Studie zu erhalten, die die möglichen Auswirkungen veranschaulicht. Danach wäre juristisch zu prüfen, ob man Favoriten teilt oder nicht teilt. In letzter Konsequenz könnte man auch die Bevölkerung befragen. Hermine Mospointner betonte abschließend, dass Favoriten das Parkpickerl nicht im Alleingang einführen könnte, sondern alle anderen Bezirke mitmachen müssten.

Das Geschäftsstück wurde schließlich mit den Stimmen der SPÖ, FPÖ und der Grünen angenommen. Das Thema wurde übrigens bereits in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung am 15.12.2010 umfassend diskutiert. Schon damals zeichnete sich ab, dass das neue Wiener “Rot-Grün” offenbar auch auf die Bezirksebene transportiert wird.

Bürgerversammlung zum Ausbau der U1

Nach diversen Anfragebeantwortungen wurde sodann über zahlreiche Anträge abgestimmt. Der Antrag der FPÖ über eine Bürgerversammlung zum Thema „Verkehrstechnische und bauliche Maßnahmen im Zuge des U-Bahn Ausbaus U1? wurde einstimmig angenommen.

Radfahrstraßen in Favoriten

Zum Resolutionsantrag der FPÖ „Keine Radfahrstraßen in Favoriten” gab es zahlreiche Wortmeldungen. Zum einen wurde kritisiert, dass es auf Grund fehlender Erfahrungen und Konzepte noch viel zu früh wäre Radfahrstraßen grundsätzlich abzulehnen.

Nach Ansicht der FPÖ handelt sich dabei um eine überzogene Politikidee. Es ist naiv zu glauben, dass man durch diese Einrichtungen den Autofahrer zum Umstieg auf das Fahrrad bewegen könnte. Erwähnt wurde dabei die zwischenzeitig vielfach anerkannte Arbeitsgemeinschaft ARGUS, welche die Förderung des Radverkehrs zum Ziel hat. Diese stellte fest, dass Radfahrstraßen nicht zum Umsteigen auf das Fahrrad bewegen. Die FPÖ gab außerdem zu bedenken, dass der Realbedarf in Favoriten lt. einer Studie nicht gedeckt ist.

Die SPÖ gab zu bedenken, dass man ergänzend noch viele andere Maßnahmen mit einem breiten Konzept setzen müsste, wie zum Beispiel Fahrradgaragen. Überdies sollte man die möglichen Auswirkungen von Radfahrstraßen untersuchen lassen und für Neues offen sein.

Bezirksrat Kohl (ÖVP) meinte, dass es – unter anderem wegen fehlender Fakten – für eine grundsätzliche Ablehnung noch zu früh ist. Erst in einer weiteren Phase werden die Rahmenbedingungen zu erwägen sein, die ÖVP hat sich daher derzeit noch keine Meinung zu dem Thema gebildet.

Der Antrag wurde mit den Stimmen der SPÖ, ÖVP und Grünen abgelehnt.

Öffentliche Anbindung in den Böhmischen Prater

Sowohl die Grünen („Eigene öffentliche Anbindung zum böhmischen Prater”) als auch die ÖVP („Öffentliche Verkehrsanbindung des Böhmischen Praters”) beantragten die Zuweisung der Thematik in die Verkehrskommission.

Bezirksrätin Duperron (Grüne) erwähnte hierzu, dass der böhmische Prater ein beliebter Ausflugsort ist, der insbesondere von Familien und Kindern besucht wird. Er ist ein Aushängeschild Favoritens, dessen Besucher aus ganz Wien kommen. Sie bedauerte, dass der böhmische Prater dennoch „stiefmütterlich” behandelt wird, wenn es um die öffentliche Anbindung geht. So hat man einen weiten Fußweg von den umliegenden öffentlichen Verkehrsmitteln zu meistern, der vor allem für ältere Menschen und Eltern mit Kinderwägen sehr anstrengend sein kann. Duperron gab ebenfalls zu bedenken, dass auch die Parkplatzsituation – sowohl für Besucher als auch für Anrainer – sehr angespannt ist.

In diesem Zusammenhang informierte sie darüber, dass es bereits einen Arbeitskreis gab bei dem die verschiedenen Varianten einer besseren Anbindung geprüft wurden (z.B. Verlegung der Buslinie 68A). Problematisch ist auch, dass die Urselbrunnengasse für die normale Buslinie zu schmal ist (siehe Anfragebeantwortung in der Sitzung der Bezirksvertretung vom 5.5.2010). Bezirksrätin Duperron verwies hierzu auf den Versuch der Grünen, bei dem der Einsatz eines Shuttle-Busses getestet wurde. Von Mai bis Oktober 2010 wurden dabei an 53 Betriebstagen rund 8000 Fahrgäste befördert. Für die Grünen ist dies ein eindeutiges Zeichen, dass eine direkte Anbindung des böhmischen Praters jedenfalls machbar ist und auch dementsprechend von der Bevölkerung angenommen wird.

Beide Anträge wurden einstimmig angenommen.

Auf ÖVP-Antrag hin wurden unter anderem auch die Themenpunkte “Attraktivierung der Autobuslinie 15A” und “Halte/Parkverbot Filmteichstraße” einstimmig der Verkehrskommission zugewiesen.

Nach knapp eineinhalb Stunden wurde die Sitzung geschlossen.

„Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um einen Erlebnisbericht handelt. Alle hier lesbaren Informationen wurden von den Verantwortlichen an die anwesenden Bürger während der Veranstaltung so weitergegeben und können von montelaa.biz nicht auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüfen werden.“

Die geplante Süd-Verlängerung der U-Bahnlinie U1 von der Station Reumannplatz nach Rothneusiedl ist seit einigen Tagen wieder in den Medien. Für Aufregung und Beunruhigung sorgt das Verhalten der grünen Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou sowie Vizebürgermeisterin Renate Brauner (SPÖ).

Seit 2010 sind bereits Baustellen an der Favoritenstraße eingerichtet. Wie bekannt, sollen im Rahmen der Süd-Verlängerung zukünftig sechs neue Stationen auf gut 4,85km Länge um rund 860 Millionen Euro entstehen. Darunter auch die Station „Troststraße“, die von der Stadt Wien als ausreichende öffentliche Anbindung Monte Laa´s angesehen wird.

Gegner des U-Bahn-Ausbau´s kritisieren jedoch die dadurch schlechte bzw. teilweise erst gar nicht vorhandene Anbindung wichtiger Gebiete wie die Wienerberg City, das Wellnessareal der Therme Wien, die Per-Albin-Hanson-Siedlung und natürlich auch Monte Laa.

Eine bessere öffentliche Anbindung ist für Monte Laa dringend notwendig, denn es gilt nicht nur die rund 800 Wohnungen im Stadtentwicklungsgebiet Monte Laa auf den ehemaligen Porr-Gründen sowie die rund 1200 Wohnungen in dem durch die Moselgasse, die Urselbrunnengasse, die Laaer-Berg-Straße und den Laaer Wald begrenzten Gebiet zu versorgen. Auch Mitarbeiter der in Monte Laa ansässigen Firmen, deren Kunden, der ein oder andere Kleingartenbesitzer, Besucher des Erholungsgebietes Laaer Wald als auch Besucher des Böhmischen Praters wollen oder müssen sogar öffentlich fahren. Die Situation wird durch die entlang der Laaer-Berg-Straße geplanten drei Hochhäuser des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans Nr. 7915 sowie die Entstehung der Preyerschen Höfe auf dem Areal des ehemaligen Preyer´schen Kinderspitals zweifellos verschärft werden.

Im Hinblick darauf ist die aktuelle Befürchtung von Gemeinderat Alfred Hoch (ÖVP) mehr als nur schockierend, denn der Bau der U1-Verlängerung hat derzeit offenbar nicht höchste Priorität.

Für den Wiener Regierungspartner der SPÖ dürfte dies zutreffen: Schon in der Ausgabe der „Zeitung der Grünen Alternative Favoriten“ vom September 2007 wurden die Pläne zum Süd-Ausbau als Schildbürgerstreich bezeichnet. In einer Aussendung der Wiener Grünen vom 18.1.2010 wurde die Anbindung des Krankenhauses Nord wichtiger als die U1-Verlängerung nach Rothneusiedl erachtet. Im September 2010 kritisierte die grüne Ingrid Puller im Wiener Gemeinderat die Süd-Verlängerung: Diese sei nach dem derzeitigen Plan nicht sinnvoll, da bestehende öffentliche Verkehrsmittel vielfach verkürzt, eingestellt oder unzureichend ersetzt würden. 

Hier kann man den aktuellen Artikel über die Befürchtung der ÖVP Favoriten in der heute erschienen Wiener Bezirkszeitung, den Artikel zur Aussage von Vizebürgermeistern Renate Brauner und das vor wenigen Tagen von der Zeitung derStandard geführte Interview mit Verkehrsstadträtin Vassilakou nachlesen. 

Hier gehts zu unseren Artikeln aus dem letzten Jahr, die die Süd-Verlängerung der U1 thematisieren und weiterführende Informationen zu dem Projekt beinhalten.

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