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Aufmerksame Autofahrer sowie Fahrgäste der Buslinie 68A haben es heute vielleicht schon bemerkt: Entlang der Laaer-Berg-Straße finden sich nunmehr Betonklötze, die die Fahrbahn verengen.

Vor einigen Stunden wurde entlang der Laaer-Berg-Straße Richtung stadtauswärts zwischen der Lidl-Filiale und der Auto Renault-Filiale eine Reihe Betonklötze aufgestellt. Sie führen die zwei Fahrstreifen zu einem Fahrstreifen zusammen und verlegen auch den Radfahrweg. Dieser verläuft nun nicht mehr geradlinig sondern schlaufenförmig entlang der Betonklötze. Auch einige Parkplätze sind von der Absperrung betroffen.

Die Verengung umfasst daher lediglich das wenige Meter lange Straßenstück entlang der Absbergbrücke. Glücklicherweise handelt es sich hierbei nicht um einen Dauerzustand. Nach Mitteilung der wie immer sehr freundlichen und bemühten Mitarbeiter der MA 28 und MA 46 ist diese Einrichtung im Zusammenhang mit der Sanierung der Absbergbrücke notwendig und wird voraussichtlich bis Ende Juni vorhanden sein.

Wie bereits seit längerem bekannt und aktuell auf montelaa.biz informiert wurde, wird die Laaer-Berg-Straße seit 18. August erneut saniert. Die derzeitige Baustelle betrifft den Bereich von der Absberggasse bis Reumannplatz. Auf Grund der laufenden Arbeiten kann seit Baubeginn die Laaer-Berg-Straße in Richtung Reumannplatz ab Absberggasse nicht befahren werden, sodass eine Umleitung eingerichtet werden musste die auch die Buslinie 68A betrifft.

Nach Mitteilung der MA 28 der Stadt Wien sollen die weiteren Bauarbeiten noch bis 27. September andauern. Die derzeitige Einbahnführung auf der Laaer-Bergstraße vom Reumannplatz in Richtung Absberggasse soll allerdings wie geplant nur noch bis morgen, den 3. September 2010 andauern. Im Zuge der aktuellen Sanierungsarbeiten wird nicht nur die Fahrbahn erneuert, sondern es werden auch Mehrzweckstreifen markiert. Im Rahmen der Errichtung dieser Mehrzweckstreifen werden auch neue Mittelinseln und Gehsteige gebaut. Aufmerksame Öffi-Benutzer konnten während der Fahrt der Linie 68A vom Reumannplatz in Richtung Monte Laa auch bereits neue und nahezu fertiggestellte Gehsteigvorziehungen, welche im Wiener Volksmund als „Ohrwaschln“ bekannt sind, sichten.

Nähere Informationen zu den an der Laaer-Berg-Straße entstehenden Radfahrwegen und der Anbindung Monte Laa´s an das Wiener Radwegenetz können im Artikel vom 16. Mai 2010 nachgelesen werden.

Wie bereits bekannt, war der neue Entwurf des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans Nr. 7915 für das Gebiet Monte Laa in den letzten Monaten ein heikles Thema, das viele Diskussionen unter den Betroffenen als auch unter Politikern hervorgerufen hat.

An der roten Politik und dem Bauherrn wurde massive Kritik geübt, zahlreiche Berichte und Artikel dazu finden sich hier auf montelaa.biz. Das umstrittene Projekt wurde schlussendlich wie berichtet in der Sitzung des Wiener Gemeinderats am 30. Juni 2010 beschlossen.

Rückblende: Im Jänner diesen Jahres erfuhren die Bewohner und Anrainer von dem neuen Entwurf des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans Nr. 7915. Der vorherige Plan sah einen Doppelturm mit einer Höhe von rund 110m auf der Überplattung der Tangente vor. Der neue Entwurf hingegen ging von drei Einzeltürmen entlang der Laaer-Berg-Straße mit einer Höhe von rund 110m aus. Zu diesem Entwurf gab es eine Ausstellung im Porr-Turm, bei welcher Details zu dem Vorhaben präsentiert wurden. Gleichzeitig gab es die Möglichkeit, zu diesem Planentwurf bei der Stadt Wien (MA 21B) schriftlich Stellung zu nehmen. Von dieser Möglichkeit hatten an die 1000 Betroffenen Gebrauch gemacht. Neben einigen weiteren Punkten wurden vorallem Themen wie die Schatten-  und Windsituation sowie die Verkehrs- und Schallproblematik stark kritisiert.

In der Folge wurden Medien und Politiker auf die Misere aufmerksam, die Bewohner und Anrainer erhielten Unterstützung von nahezu sämtlichen Fraktionen. Bei der Sitzung der Bezirksvertretung, dem Lokalaugenschein und der einberufenen Bürgerversammlung brachten zahlreich erschienene Bewohner und Anrainer Monte Laa´s ihren Unmut zum Ausdruck. In den für die Öffentlichkeit erkennbar wichtigsten Entwicklungsstufen ist der Plan – entgegen sämtlicher Bedenken Betroffener und anderer Fraktionen – mit den Stimmen der SPÖ vorangeschritten, bis dieser schlussendlich am 30.6.2010 vom Wiener Gemeinderat beschlossen wurde.