Beiträge

Am Nachmittag des 15. Juni 2016 trafen sich erneut die Bezirksräte Favoritens zu Voll-Sitzung der Bezirksvertretung. Mit einigen Minuten Verspätung verlas BV-Stv. Josef Kaindl (SPÖ) wie gewohnt die abzuhandelnden Sitzungspunkte.

Unter den Beantwortungen der Anfragen aus der vorangegangenen Sitzung vom 27. April 2016 fand sich auch eine Anfrage der Grünen betreffend künftig geplante Schul- und Kindergartenstandorte in Favoriten. Im Zuge dieser Beantwortung wurde unter anderem mitgeteilt, dass in den kommenden Jahren einige Standorte ausgebaut werden. Eine Erweiterung des Campus Monte Laa ist aus heutiger Sicht jedoch unrealistisch.

Der Großteil der neu gestellten Anfragen wurde sodann gleich in der Sitzung beantwortet. Darunter fand sich auch eine Anfrage der ÖVP zu den Planungen des U1-Sekundärnetzes. Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner (SPÖ) gab dazu an, dass die Unterlagen im Mai 2016 an alle Bezirksräte elektronisch übermittelt wurden. Da eine öffentliche Information erst nach der Ausschreibung erfolgen darf, baten die Wiener Linien um vertrauliche Behandlung. BV Mospointner merkte jedoch an, dass man den Wiener Linien für dieses Konzept dankbar sein könne. Hinsichtlich der Streckenführung der Straßenbahnlinie 67 ist angedacht, dass diese künftig über den Reumannplatz und Monte Laa zur Siedlung Süd-Ost verlängert werden soll. Die Planungen sind jedoch noch nicht abgeschlossen.

Bezirksrätin Magdalena Kelaridis (ÖVP) merkte an, dass für den Laaer Berg zwar Buslinien geplant sind, jedoch hinsichtlich einer allfälligen Straßenbahn nichts im derzeitigen Konzept enthalten ist. Konkret möchte sie wissen, ob eine Straßenbahn kommt und wenn ja, wie sie geführt wird.

Bezirksrat Gerhard Blöschl (SPÖ) teilte dazu mit, dass der Busverkehr bis 2017 wie bisher geführt wird und sich die Linienführung der Straßenbahn 67 noch immer in Planung befindet, auch schon in der Verkehrskommission behandelt wurde und dass es noch Abstimmungen mit der MA18 gibt. Das präsentierte Konzept stelle den Stand per 2.9.2017 dar und mehr gäbe es derzeit nicht.

Abschließend kritisierte BR Kelaridis (ÖVP), dass offenbar manche Bürger auf Grund besserer Kontakte zu den Wiener Linien mehr zu diesem Thema wissen als die Bezirksräte.

Den diversen Erledigungsmitteilungen mancher Ausschüsse und Kommissionen der Bezirksvertretung folgte sodann eine hitzige Diskussion zu einem von den Grünen in der vorangegangenen Sitzung gestellten Resolutionsantrag betreffend die Bekennung zu den Richtlinien der Genfer Flüchtlingskonvention und der UN-Flüchtlingskonvention, der schließlich mit den Gegenstimmen der FPÖ angenommen wurde. Diese vergleichsweise kurze Diskussion wurde jedoch von der darauffolgenden Debatte über die Einführung des Parkpickerls in Favoriten, welche von Buhrufen, Gelächter und Taferl-Aktionen begleitet wurde, völlig in den Schatten gestellt.

Der diesbezügliche gemeinsame Antrag von SPÖ und Grüne kam vor allem für die FPÖ völlig überraschend. Zahlreiche freiheitliche Bezirksräte ergriffen das Wort und prangerten vor allem die hektische Vorgangsweise der SPÖ an. Die FPÖ wurde vorsätzlich ausgegrenzt, während mit allen anderen Parteien Gespräche geführt wurden. Seitens der Freiheitlichen wurde angemerkt, dass der Begriff „Parkraumbewirtschaftung“ Geld mit der Straße verdienen bedeutet, die ohnedies bereits schon gezahlt wurde. Das Parkpickerl ist Abzocke, da man keinen Parkplatz dafür bekommt. Zudem funktionieren die Parkpickerl-Konzepte, so wie sie eingeführt wurden, nicht und führen zu einer Verdrängung.

Dass das Parkpickerl nicht mehr ein Regulierungs- sondern ein Verdrängungsinstrument ist, dem stimmte auch Bezirksrätin Christine Hahn (NEOS) zu. Sie betonte, dass die NEOS kein Anhängsel der SPÖ sind und dem Antrag nicht zustimmen werden. Gleichzeitig merkte sie jedoch auch an, dass der zehnte Bezirk als Rand- und Flächenbezirk viele Pendler hat, man das ernst nehmen muss und es hierfür eine Lösung braucht. Die NEOS sind für eine strukturierte Bürgerbeteiligung, stehen diesbezüglich für alle Gespräche zur Verfügung und sind für Vorschläge offen.

Bezirksrätin Anne-Marie Duperron (GRÜNE) erntete hämisches Gelächter, als sie angab, der Antrag sei für die Grünen überraschend schnell gekommen. Sie merkte dazu jedoch auch an, dass es kein Geheimnis ist, dass die Grünen zum Parkpickerl stehen. Für sie ist die U1-Verlängerung ein Zeitfenster, das man nutzen sollte und von den Grünen als Chance gesehen wird. BR Duperron (GRÜNE) ist zwar für die Einbeziehung von Bürgern, in welcher Form müsse man sich aber noch überlegen. Zudem ist das Parkpickerl fair, es müssen aber auch die öffentlichen Verkehrsmittel derart existent sein, sodass man sie auch benutzt. Wichtig aber ist, dass man wegen eines fairen Angebots für Pendler in Verhandlungen mit Parkplatzbetreibern tritt.

In der sich fortziehenden Diskussion stellte die ÖVP die einfache Frage, warum der Bezirk keine Befragung durchführt. Wenn der Antrag so wirklich so überraschend kommt, dann kann ja wirklich etwas nicht stimmen. Kritisiert wird weiters der Stil der SPÖ, die darauf hinarbeitet, die Mehrheit für das Parkpickerl zu bekommen. Die SPÖ müsse von „ihrem hohen Ross runterkommen und mit allen reden“.

Die FPÖ kritisierte in erneuten Wortmeldungen die Glaubwürdigkeit der SPÖ, die Kosten und das unklare Konzept eines Parkpickerls. Zudem ist es für die FPÖ fair, die Bürger über das Parkpickerl entscheiden zu lassen.

Die SPÖ meldete sich schließlich ebenfalls zu Wort und gab an, dass es mit allen Fraktionen Gespräche gab. Der Standpunkt der FPÖ, wonach es das Parkpickerl nur mit einer Bürgerbefragung gebe, ist der SPÖ klar. Favoriten hat eine große Anzahl von Einpendlern, bei welchen es sich großteils um Dauerparker unter der Woche handelt. Nach Ansicht der SPÖ ist jetzt ein guter Zeitpunkt für die Abklärung der Rahmenbedingungen. Dass der Parkraum immer weniger wird ist auch im Zusammenhang mit der U1-Verlängerung zu sehen. Das Thema ist daher wichtig und es muss rechtzeitig gehandelt werden.

Bezirksrat Marcus Franz (SPÖ) bemerkte, dass man manche Entscheidungen mit dem Kopf und manche mit dem Herzen trifft. Es ist leidenschaftlicher Autofahrer, bewegt sein Auto aber ca. nur eine Stunde am Tag. Nach Favoriten kommt der Verdrängungsverkehr vom 4., 5. und 12. Bezirk. Er schätzt das Parkpickerl als konstruktives Mittel für die Bevölkerung und zieht den Vergleich zwischen dem Auto und den öffentlichen Verkehrsmitteln: So kommen auf zehn Auto´s im Schnitt 12 Personen, während eine Ubahn beispielsweise 800 Personen transportiert. Würden 800 Ubahn-Benützer Auto fahren, wären das 600 Auto´s. Er merkt weiters an, dass es Gebiete gibt, die schon seit 2012 eine Überparkung haben. Zudem werden die Vertreter des Bezirks von der Bevölkerung Favoritens gewählt und nicht von den Pendlern. BR Franz (SPÖ) sieht im Parkpickerl ein gutes Mittel zur Parkraumbeschaffung (mehr Parkplätze) und viele Vorteile wie beispielsweise weniger Unfälle.

Erneut ergriff die FPÖ das Wort und bemerkte, dass man zum Parkpickerl stehen kann wie man möchte. Es ist aber unverständlich, dass man über die Bevölkerung „drüber fährt“. Der gegenständliche Antrag ist die Vorstufe zum Parkpickerl. Die FPÖ fordert erneut für eine echte Befragung und wird auf jeden Fall mit der Bevölkerung gehen, weil das der richtige Weg ist.

Da die FPÖ zuvor den Antrag auf namentliche Abstimmung stellte, unterbrach BV-Stv. Kaindl (SPÖ) die Sitzung um 18:02 Uhr zur Überprüfung der Rechtmäßigkeit dieses Antrags. Elf Minuten später wurde die Sitzung wiederaufgenommen und Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner (SPÖ) das Wort erteilt.

Sie gab an, dass sie mit allen Parteien außer der FPÖ im Vorfeld gesprochen hat. Sie begründete das damit, dass der Standpunkt der FPÖ ja klar war und fragte, was sie da dann noch reden solle. Der 4., 5. und 8. Bezirk sind ganz glücklich mit dem Parkpickerl und alle Bezirke, die bis jetzt dabei sind, sagen es ist besser geworden. Der Bezirk hat die Aufgabe, das Parkpickerl bis 2017 fertig zu haben, weil dann ist es zu spät. Mit diesem Beschluss beginnt die Arbeit sowie die Information und die Einbeziehung der Bevölkerung, soweit sich das machen lässt. Nach Ansicht von Bezirksvorsteherin Mospointner (SPÖ) ist das kein „drüber fahren“. Die Ubahn wird fahren und der Bezirk trägt Sorge dafür, dass sich die Bewohner wohlfühlen, gerne in die Arbeit fahren und hier wohnen. Sie betonte weiters, dass Favoriten zwar groß ist, aber dennoch nur 10% von Wien ausmacht. Deswegen wird Favoriten hier mitmachen. Die SPÖ hat ihrer Aussage nach zudem die Bevölkerung befragt. Der Bezirk wird diesen Beschluss fassen, weil Favoriten da mitmachen will und sich die Leute heute schon freuen, dass das Parkpickerl kommt. Ihr Schlusssatz „Wir leben in einer Demokratie“ wird mit Buhrufen und Gelächter im Saal beantwortet.

BV-Stv. Kaindl (SPÖ) erinnerte daran, dass der Bezirk mit Sachlichkeit zu arbeiten hat und gab im Hinblick auf den Antrag auf namentliche Abstimmung bekannt, dass diesem Antrag ein Viertel der Bezirksräte zustimmen muss. Nachdem mehr als ein Viertel der Bezirksräte dem Antrag zustimmte, wurde der gegenständliche Antrag verlesen. Inhaltlich spricht sich der Bezirk darin für das Parkpickerl aus und ersucht die zuständigen Stellen um die entsprechende Abklärung diverser Maßnahmen zur Umsetzung. Gewünscht wurde die sofortige Annahme dieses Antrags.

In der darauffolgenden namentlichen Abstimmung stimmten 30 Bezirksräte (SPÖ, Grüne, Gemeinsam für Wien) für das Parkpickerl und 29 Bezirksräte (FPÖ, ÖVP, NEOS) dagegen. Damit wurde der Antrag mit nur einer Stimme Unterschied angenommen und die Einführung des Parkpickerls für Favoriten beschlossen. Bezirksrat Konstantin Dobrilovic (FPÖ) war für diese Sitzung entschuldigt und konnte daher seine Stimme nicht abgeben.

In den letzten Minuten der Sitzung wurden noch die restlichen neu gestellten Anträge den verschiedenen Kommissionen und Ausschüssen der Bezirksvertretung einstimmig zugewiesen. Darunter fanden sich beispielsweise die Anträge der FPÖ zum Baustellenbetrieb in der Laaer-Berg-Straße 45 und zur Garagenausfahrt in der Absberggasse 42, welche beide der Verkehrskommission zugewiesen wurden. Der – ebenfalls von der FPÖ gestellte – Antrag betreffend Sammelbehälter für Kunststoff vor der Waltenhofengasse 7 wurde dem Umweltausschuss zugewiesen.

Um 18:36 Uhr wurde die Sitzung geschlossen.

Die nächste Sitzung der Bezirksvertretung für Favoriten findet am 14. September 2016 um 16:00 Uhr im Amtsgebäude am Keplerplatz 5 statt und ist öffentlich zugänglich.

Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um einen Erlebnisbericht handelt. Alle hier lesbaren Informationen wurden von den Verantwortlichen an die anwesenden Bürger während der Veranstaltung so weitergegeben und können von montelaa.biz nicht auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüft werden.

Agenda21 Wiese neu CollmanngasseMonte Laa verändert sich erneut: Die Wiese am Ende der Collmanngasse wird künftig neu gestaltet. Auf der dreieckigen Fläche, die durch den Laaer Wald, die Laaer-Berg-Straße und die Wohnbauten am Ende der Collmanngasse begrenzt wird, soll ein neuer Freiraum für Kinder, Jugendliche und Hunde entstehen.

Agenda21 Wiese neu CollmanngasseDas ist das Ergebnis der in den letzten rund eineinhalb Jahren geführten Gespräche der Agendagruppe „Spiel- und Freiräume“ der seit Oktober 2013 tätigen Lokalen Agenda Favoriten sowie des im Anfang 2012 etablierten Stadtteilmanagements Monte Laa der GB*10 Gebietsbetreuung Stadterneuerung.

Rückblick: Im Sommer 2014 wurden im Rahmen eines Freiraum-Treffs über drei Monate hinweg Ideen gesammelt und Erfahrungen ausgetauscht. Anschließend wurden die Ergebnisse dieser offenen Gesprächsrunden diskutiert und ein Konzept mit einem Landschaftsplaner der Gebietsbetreuung erstellt, welches schließlich im Juni 2015 dem Vorsitzenden der Steuerungsgruppe der Agenda Favoriten, Bezirksrat Ing. Gerhard Blöschl (SPÖ), vorgestellt wurde.

Am 29. September 2015 wurde das Konzept für die Neugestaltung der kleinen Wiesenfläche im Rahmen eines kleinen Stadtteiltreffs den Monte Laa´ern vorgestellt und Ideen für einen neuen Namen gesammelt. Neben Fachleuten waren auch Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner (SPÖ) und Ing. Blöschl (SPÖ), welcher sich schon im Jahr 2014 in seiner Eigenschaft als Vertreter der Bezirksvorstehung Favoriten dem Thema widmete, anwesend.

Agenda21 Wiese neu CollmanngasseIm Rahmen der Neugestaltung soll die Wiese künftig Hunden und Kindern gleichzeitig Raum bieten. Die Verbindung von Hundeauslaufplatz und Freiraum für Kinder ohne Zäune ist ein Pilotprojekt, das zudem mit der MA 42 (Wiener Stadtgärten) abgestimmt wurde und vom Bezirk Favoriten umgesetzt wird. Das Konzept sieht eine lockere Aufteilung dieser zwei Bereiche vor: Künftig gliedern bunte Baumstämme mittig die Wiese und schaffen damit eine Art Pufferzone. Der natürliche grüne und offene Charakter der Wiese bleibt somit trotz Mehrfachnutzung erhalten. Auch bleiben der Trampelpfad und Spazierweg bestehen.

Neben der geplanten Versetzung eines Baumes werden zusätzlich Maßnahmen für ein besseres Mit- und Nebeneinander getroffen: Während im Freiraum eine neue strapazierfähige Rasenfläche Bewegung und Aufenthalt für alle Altersgruppen ermöglicht, helfen zusätzliche Mistkübel und Hundesackerl-Spender bei der Reinlichkeit. Zudem wird die Wiese künftig häufiger gemäht und gereinigt werden. Sträucher werden jährlich zurückgeschnitten werden.

Am 10. Juni 2015 trafen sich die Bezirksräte Favoritens zur letzten Sitzung der Bezirksvertretung vor der Sommerpause. In der rund eineinhalb Stunden lang andauernden Sitzung wurden unter anderem zunächst die Geschäftsstücke des Finanzausschusses und des Bauausschusses behandelt. Lt. Bezirksvorsteherin-Stellvertreter Josef Kaindl (SPÖ) haben die Vorsitzenden der diversen Ausschüsse und Kommissionen der Bezirksvertretung mitgeteilt, dass sämtliche Anträge in Behandlung genommen wurden.

In den Erledigungsmitteilungen der Verkehrskommission wurde auch ein ÖVP-Antrag betreffend die Schaffung von Gratisparkplätzen für Kurparkbesucher thematisiert. Konkret sind im Bereich des unteren Eingangs der WIG bei der Therme Wien durch die Baustelle der U1-Verlängerung zahlreiche Parkplätze weggefallen. Die Überlegungen hierzu folgen zwar nicht dem Antrag, führen im Ergebnis jedoch dazu, dass alternativ die Schaffung rund 20 bis 25 Stellplätze auf einem ehemaligen Lagerplatz im Baustellenbereich bei der Kurkonditorei Oberlaa erreicht werden konnte.

Im Rahmen der Beantwortungen der Anfragen aus der letzten Sitzung wurde auch die Anfrage der FPÖ betreffend die Fernsehberichte über das 40 Jahre WIG-Jubiläum beantwortet. Dazu wurde mitgeteilt, dass ein 15-minütiger Beitrag produziert und ausgestrahlt wurde, welcher auch auf der Website der Stadt Wien abrufbar ist. Bezirksrat Stefan Berger (FPÖ) sprach in seiner Wortmeldung die überraschend hohen Kosten für diesen Beitrag an. Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner (SPÖ) klärte dazu auf, dass die Kosten nicht vom Bezirk Favoriten festgelegt werden, sondern von der MA 43 überprüft werden. Sie versteht die Kritik nicht und freut sich über den guten und schönen Beitrag, der schon von vielen Bürgern angesehen wurde.

Von den fünf Anfragen der hiesigen Sitzung werden vier erst in der nächsten Sitzung beantwortet. Das betrifft unter anderem die Anfragen der FPÖ betreffend die Verkaufskosten des Bahnorama und Verkehrszählungen in der Laxenburger Straße, Absberggasse und Laaer-Berg-Straße sowie auch eine Anfrage der ÖVP zur Parkplatznot in der Theodor-Sickel-Gasse.

Zuletzt wurden die neu gestellten Anträge den diversen Ausschüssen und Kommissionen zur Vorberatung und Berichterstattung zugewiesen. Dabei betrafen 14 Anträge, die gemeinsam von SPÖ, ÖVP und den Grünen eingebracht wurden, Benennungen für neue Verkehrsflächen in den Projektgebieten Grundäcker, Viola Park und Hauptbahnhof. Bezirksrat Berger (FPÖ) kritisierte dazu die Auswahl der namensgebenden Personen in den vorangegangenen Beratungen und zeigte sich mokiert darüber, dass die von der FPÖ gemachten Vorschläge abgelehnt wurden. Der Vorsitzende der Kulturkommission, BR Marcus Franz (SPÖ), wies dies zurück und erklärte die im Vorfeld demokratisch durchgeführte Vorgangsweise, wonach alle Fraktionen gleichermaßen eingeladen wurden Vorschläge zu machen. Die Auswahl richtete sich nach diversen Kriterien und wurde zudem auch von der MA 7 überprüft. Unter einem wies er auch darauf hin, dass die Namensgebung nach Felix Czeike im Gebiet Viola Park auf einem Vorschlag der FPÖ beruht.

In der darauffolgenden Abstimmung stimmte die FPÖ gegen nahezu sämtliche Verkehrsflächenbenennungen. Lediglich die Verkehrsflächenbenennung nach Felix Czeike im Gebiet Viola Park wurde einstimmig von allen Parteien beschlossen. Die zweite Verkehrsflächenbenennung im Gebiet Viola Park (nach Erich Sokol) wurde zwar auch beschlossen, jedoch mit den Gegenstimmen der FPÖ.

Das gleiche Schicksal teilten die Abstimmungen über die Verkehrsflächenbenennungen im Gebiet des neuen Hauptbahnhofs nach Kurt Gödel, Fritz Hahn, Maria Lassnig, Adele Bloch-Bauer und Ferdinand Bloch-Bauer, Emilie Flöge, Paul Watzlawick, Sissy Löwinger und Eva Zilcher.

Ebenso wurden die Verkehrsflächenbenennungen für das Gebiet Grundäcker nach Brigitte Neumeister, Margareta Heinrich, Susi Nicoletti und Anny Angel-Katan mit den Gegenstimmen der FPÖ angenommen.

Abschließend wünschte Bezirksvorsteherin-Vorsteherin Hermine Mospointner (SPÖ) allen einen schönen Sommer und erholsamen Urlaub.

Die nächste Sitzung der Bezirksvertretung für Favoriten findet am 9. September 2015 um 16:00 Uhr im Amtsgebäude am Keplerplatz 5 statt und ist öffentlich zugänglich.

Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um einen Erlebnisbericht handelt. Alle hier lesbaren Informationen wurden von den Verantwortlichen an die anwesenden Bürger während der Veranstaltung so weitergegeben und können von montelaa.biz nicht auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüft werden.

Die Pläne des Viola Parks sorgen seit ihrem Bekanntwerden für Kritik in der Öffentlichkeit. Nach einigen Diskussionen fand am 4. Juli 2012 ein Gespräch mit Vertretern der ÖVP statt, bei welchem bereits Lösungs- und Verbesserungsvorschläge von den Betroffenen unterbreitet wurden.

Wie bekannt wurde der Entwurf für den Bau des Viola Parks bei der Generali Arena in Wien Favoriten von 11. bis 13. Juni 2012 der Öffentlichkeit präsentiert. An diesen Plänen gab es rasch Kritik – vor allem die direkt betroffenen Anrainer fürchten um ihre Lebensqualität.

Um Barbara Netter (Kontakt: barbara.netter@gmx.at) formierte sich eine Gruppe betroffener Bewohner, die sich die Pläne im Detail ansahen und in kürzester Zeit über 200 Unterschriften sammelten (siehe Artikel der Wiener Bezirkszeitung). Am 4. Juli 2012 fand ein Treffen mit ÖVP-Landesgeschäftsführer Alfred Hoch und ÖVP-Bezirkrätin Magdalena Kelaridis statt. Anwesend waren Anrainer der direkt betroffenen Bauten in der Theodor-Sickel-Gasse und der Kleingartenvereine Fischeralm und Wilhemshöhe sowie Bewohner des Laaerbergs und Monte Laa´s.

Besprochen wurden zahlreiche Anliegen und Sorgen der Betroffenen, wie beispielsweise Schattenprobleme, Sichtschutzbedenken und Parkplatzsorgen. Die ersten Lösungsvorschläge reichten unter anderem von Höhenverminderungen auf max. Bauklasse III über neue Standorte für die geplante Schule sowie die höchsten Baukörper bis hin zur Errichtung von Lärmschutzwänden. Ein weiteres brisantes Thema war zudem die eventuelle Verlängerung der Urselbrunnengasse / Öffnung Fischhofgasse.

Klar hervorgehoben wurde auch, dass das bisherige Verkehrskonzept schon jetzt nicht funktioniert und auch die Pläne des Viola Parks über kein funktionierendes Verkehrskonzept verfügen. Vor allem die an der Laaer-Berg-Straße auf kleinem Raum geplanten – und bis auf den Viola Park bereits beschlossenen – drei Großprojekte (Türme Monte Laa, Preyersche Höfe und Viola Park) sowie die mögliche Verlegung der Straßenbahnlinie 67 in die Laaer-Berg-Straße lassen einen endgültigen Verkehrskollaps befürchten.

Der Verkehr in der Laaer-Berg-Straße fließt nun wieder wie üblich, denn der Engpass auf Höhe der Absbergbrücke wurde aufgehoben.

 Erst gestern noch stauten sich die Blechlawienen entlang der Laaer-Berg-Straße in Richtung stadtauswärts. Wie Anfang Juni berichtet, wurde im Zuge der Sanierung der Absbergbrücke mittels Betonklötzen eine der beiden Fahrspuren über wenige Meter gesperrt. Dieser Bereich hat jedoch ausgereicht, um in den letzten Wochen zahlreiche Stau´s rund um den Knotenpunkt Laaer-Berg-Straße / Absberggasse zu verursachen, weshalb sich viele Autofahrer und Fahrgäste der Buslinie 68A der Wiener Linien in Geduld übten.

Dabei haben die MA 28 und MA 46 ausgezeichnete Arbeit geleistet: Die Beeinträchtigung wurde so klein und kurz wie möglich gehalten. Ebenso erfolgte die Fertigstellung und Aufhebung der Baustelle wie angekündigt pünktlich mit Ende Juni. Der Verkehr fließt und staut nun wieder im gewohnten Rhythmus.