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Rechtzeitig zur neuen Hitzewelle hat sich die Bezirksvertretung für Wien Favoriten mit der Sitzung am 27.6.2012 in die Sommerpause verabschiedet. Inmitten diverser Themengebiete wurden auch die U1 und der Böhmische Prater behandelt. In der knapp eine Stunde andauernden Sitzung wurden wie üblich zunächst die Geschäftsstücke der verschiedenen Ausschüsse und Kommissionen behandelt.

Gesamtkonzept für den Böhmischen Prater

Wie bekannt, wurde zuletzt die Erstellung eines Gesamtkonzeptes für den Böhmischen Prater beantragt. Der zwischenzeitig vorliegenden Mitteilung von Verkehrsstadträtin Vassilakou zu Folge hat sich die Gemeinde Wien in der Vergangenheit durch diverse Maßnahmen für den Erhalt des Böhmischen Praters eingesetzt (zB Gründung einer Arbeitsgruppe wegen des Parkplatzproblems im Jahr 2007). Auch sichert eine spezielle Flächenwidmung den Bestand des Böhmischen Praters.

Betreffend die Verkehrsanbindung wurde im Jahr 2009 ein Arbeitskreis gegründet. Im Jahr 2010 organisierten die Grünen den sogenannten „Prater-Bus”, dem ein von der Unternehmergruppe des Böhmischen Praters organisierter Busverkehr folgte, dessen Betrieb jedoch mit August 2011 eingestellt wurde.

Bezirksrat Thomas Kohl (ÖVP) ist mit der vorliegenden Mitteilung nicht zufrieden, da die Erstellung eines Gesamtkonzeptes beantragt wurde. Die Informationen über die bisherigen Bemühungen in der Vergangenheit gehen daher am Antrag vorbei, weshalb die ÖVP das Geschäftsstück ablehnt. Er hätte sich gewünscht, dass Überlegungen angestellt und konkrete Aktivitäten entwickelt werden.

Die Grünen hingegen fanden die Mitteilung der Verkehrsstadträtin sehr zufriedenstellend und meinten, dass auch ein fertiges Konzept kritisiert werden würde und schlugen vor, Überlegungen im Rahmen der Bezirksentwicklungskommission oder vielleicht sogar im Rahmen eines eigenen Arbeitskreises anzustellen.

Die FPÖ stimmte ebenfalls dafür einen Arbeitskreis einzuberufen, betonte jedoch gleichzeitig wie wichtig es ist, den in der Bezirksvertretung erarbeiteten einstimmigen Willen auch gegenüber der Gemeinde durchzusetzen.

Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner betonte schließlich, dass ohnehin stets darauf geachtet wird, dass der Böhmische Prater samt den alten Fahrwerken weiterhin erhalten bleibt und entsprechende Maßnahmen zur Attraktivierung gesetzt werden. Als Beispiel nannte auch sie den erst vor wenigen Jahren neu geschaffenen Parkplatz beim Casino Monte Laa. Weiters wies sie darauf hin, dass es die große Lösung eines Verkehrskonzepts nicht geben könne weil die Straßen rundherum viel zu eng seien und die Parkplätze dort erhalten bleiben müssten.

In der darauffolgenden Abstimmung wurde die von Verkehrsstadträtin Vassilakou erhaltene Mitteilung mit den Gegenstimmen der ÖVP zur Kenntnis genommen.

U1-Sanierung (Keplerplatz bis Schwedenplatz)

In der letzten Sitzung wurde seitens der ÖVP eine Anfrage zum Ersatzverkehr während der U1-Sperre gestellt, dessen Beantwortung nunmehr erfolgte. Dabei wurde mitgeteilt, dass die Wiener Linien selbstverständlich bestrebt waren, die beste Lösung für einen Ersatzverkehr im Sanierungszeitraum 7. Juli bis 26. August 2012 zu wählen. Das Ziel, die Fahrgäste ohne Umsteigen in die Innenstadt zu bringen, wird wie bekannt mit den Straßenbahnlinien 66 und 68 erreicht. Die Linien 68 und 66 sollen im Sommer im 5-Minuten-Intervall fahren und wurden vor allem auf Grund der größeren Kapazität und des schnelleren Vorankommens auf eigenen Gleiskörpern für den Ersatzverkehr ausgewählt.

Die auf der Tagesordnung gelisteten Anträge wurden alle einstimmig den diversen Kommissionen und Ausschüssen zugewiesen, wie beispielsweise die FPÖ-Anträge zur Badeerlaubnis bei den Teichen in der WIG / Kurpark Oberlaa, zur Bürgerbeteiligung in Favoriten und betreffend keine Kurzparkzonen im Bereich der neuen U-Bahn-Stationen. Die Überlastung des Verteilerkreises war Gegenstand eines ÖVP-Antrags, der der Verkehrskommission zugewiesen wurde. Ebenfalls einstimmig wurde der ÖVP-Antrag hinsichtlich mehr Bürgernähe bei der Abänderung von Flächenwidmungs- und Bebauungsplänen dem Bauausschuss zugewiesen.

Abschließend bedankte sich Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner für die im letzten Halbjahr geleistete gute Arbeit und wünschte allen einen schönen Sommer.

„Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um einen Erlebnisbericht handelt. Alle hier lesbaren Informationen wurden von den Verantwortlichen an die anwesenden Bürger während der Veranstaltung so weitergegeben und können von montelaa.biz nicht auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüfen werden.“

Zahlreiche Überlegungen, Ideen und Gespräche haben ein neues Bau-Projekt am Laaer Berg hervorgebracht, den sogenannten “Viola Park”! Die Entwürfe zum neuen Bauvorhaben kann man sich bei der Projektvorstellung kommende Woche in der Generali Arena ansehen.

Dass bei der Generali Arena in naher Zukunft die Bagger auffahren würden, wussten wenige schon vor langer Zeit. Vor rund einem Monat erschienen Artikel in der Bezirkszeitung und der Bezirksblatt, die von einem möglichen Einkaufszentrum berichteten. Jetzt aber ist die Katze endgültig aus dem Sack: Das neue Projekt nennt sich “Viola Park” und soll direkt bei der Generali Arena (Areal zwischen Altem Landgut / Südosttangente / Laaer-Berg-Straße / Theodor-Sickel-Gasse / Enderlich-Gasse / Ludwig-von-Höhnel-Gasse) errichtet werden.

Auf einer Gesamtfläche von rund 200.000 m² sind Wohnbauten, ein Nahversorgungszentrum, ein Sportgymnasium und jede Menge Grünfläche geplant. Derzeit berichten auch die Wiener Bezirkszeitung und das Wiener Bezirksblatt in ihren aktuellen Ausgaben über das Projekt.

Projektvorstellung 11.-13. Juni 2012

Erste Einblicke in den Viola Park werden nächste Woche im Rahmen einer Projektvorstellung in der Generali Arena gewährt. Am 11. Juni 2012, dem ersten Tag der insgesamt dreitägigen Projektvorstellung, werden die Anrainer der umliegenden Kleingärten und Gemeindebauten informiert. Am Dienstag, den 12. Juni 2012 stehen dann Architekten und Experten für Fragen zur Verfügung. Am letzten Tag wird die Projektvorstellung frei zugänglich und von Architekturbüro- und FAK-Vertretern begleitet werden. montelaa.biz wird natürlich weiterhin berichten!

Veranstaltungsinfo:

Termin: 12. Juni 2012, 13 bis 19 Uhr (Projektpräsentation um 17 Uhr) und 13. Juni 2012, 12 bis 17.30 Uhr

Ort: Generali Arena (Fischhofgasse 12, 1100 Wien), Raum Viola-Event (Ost-Tribüne, 1. Stock)

Der Laaer- und der Wienerberg eigneten sich auf Grund ihrer Beschaffenheit ideal für die Ziegelproduktion. Sie entstand gleichzeitig mit der massiven Abholzung am Laaer-Berg im 18. Jahrhundert.

Miesbach
Begonnen hat alles mit Miesbach, zu seinen Lebzeiten waren 37 Brennöfen mit einem Produktionsvolumen von 70 000 bis 90 000 Ziegeln in Betrieb.

Nachdem die Brennöfen mit Kohle befeuert wurden und deren Anzahl auf insgesamt 42 Stück anstieg, wurden täglich mehrere Millionen Ziegel produziert. Um 1870 belief sich die Jahresproduktion bereits auf mehr als 100 Millionen Ziegel. Nach dem Tod Miesbach´s erbte sein Neffe Heinrich Ritter von Drasche-Wartinberg (bekannt als Heinrich Drasche) die Ziegelwerke.

1869 Wienerberger Ziegelfabriks- und Baugesellschaft
Ende der 60ziger Jahre des 19. Jahrhunderts setzte eine massive Baukonjunktur ein, weshalb mehr Arbeiter in den Ziegelwerken beschäftigt wurden. Schnell waren es Tausende, die dort unter teils schwerwiegenden Missständen ihren Lebensunterhalt verdienten.

Die für den Bau des „Arsenals“ wurden 1853 rund 125 Millionen Ziegel benötigt, diese kamen aus den Ziegelwerken am Wienerberg.

Die Arbeiter in den Ziegelwerken nannte man „Ziegelschupfer“, „Mörtelweiber“ und „Ziegelböhm“. Während die „Siedlung vor der Favoriten-Linie“ ab 1850 entstand galten die außerhalb dieser Siedlung lebenden Menschen, die großteils die Ziegelarbeiter waren, als gesellschaftlich deklassiert. „Da draußen am Wienerberg“ herrschte nach damaliger Ansicht das Proletariat, dem man nicht trauen könne. Diese Besitzlosen waren selbst dem Kaiser suspekt.

Ungefähr in den Jahren nach 1870 lebten die Arbeiter unter primitivsten Bedingungen und mussten mangels Unterkunftsmöglichkeit oft im Freien oder in nicht in Betrieb stehenden Öfen übernachten. Unter starkem Leistungsdruck mussten sie schwere Arbeit verrichten. Frauen arbeiteten ebenfalls mit und auch Kinder wurden für leichtere Hilfsarbeiten eingesetzt.

Die Entlohnung wurde nach dem sogenannten „Truck-System“ vorgenommen. Dabei wurde der Lohn als betriebsinterne Valuta, genannt „Blech“, ausbezahlt. Damit konnte man allerdings nur in Geschäften und Wirtshäusern bezahlen, die von der Unternehmensleitung bestimmt wurden. Auf Grund der Lebensbedingungen der Ziegelarbeiter waren diese auch für Krankheiten anfällig. So brach im Jahre 1872 eine Blatternepidemie aus. Die um 1873 tobende Cholera kostete vor allem den unterernährten Ziegelarbeitern am Wienerberg das Leben.

Die Missstände und die Lebensbedingungen der „weißen Sklaven vom Wienerberg“ – wie die Ziegelarbeiter bald betitelt wurden – wurden in der Bevölkerung bekannt und auch von Viktor Adler in einer Zeitschrift 1886 angeprangert.

Die als unsozial empfundenen Arbeitsbedingungen und zu langen Arbeitszeiten führten bei den Ziegelarbeitern zu Unmut, der lange gärte. Im Frühjahr des Jahres 1894 kam es zum Streik der Ziegelarbeiter in Biedermannsdorf, dem sich bald weitere Werke anschlossen. Die Forderungen der rund 2000 streikenden Ziegelarbeiter aus den Werken Oberlaa, Laaer Berg, Laaer Wald, Vösendorf, Biedermannsdorf, Guntramsdorf und Hernals wurden für kurze Zeit von der Unternehmensleitung akzeptiert.

Im April 1894 legten sodann die Ziegelarbeiter am Wienerberg die Arbeit nieder. Nachdem eine zur Klärung und Verhandlung entsandte Delegation nicht empfangen wurde, streikten 6000 Ziegelarbeiter und 4000 von weiteren Fabriken. Als sich Engelbert Pernersdorfer im Reichsrat äußerte und Viktor Adler die Berichterstattung in der damaligen „Arbeiter-Zeitung“ forcierte, gab die Unternehmensleitung den Forderungen der Streikenden nach. Eine 15-prozentige Lohnerhöhung, die Anerkennung der elfstündigen Arbeitszeit, die Abschaffung des leistungsorientierten Prämiensystems sowie die Gründung des „Fachverbands der Ziegelarbeiter“ waren das Ergebnis der Streiks.

Die Diskussionen rund um den Streckenverlauf der Süd-Verlängerung der U-Bahnlinie U1 sind vorerst beendet: Die Endstation wird bei der Therme Wien gebaut.

Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner überraschte mit ihrer Aussage „Die U-Bahn fährt bis zur Therme” in der Bürgerversammlung im Juli 2011 nicht nur die damals anwesenden Bürger und sorgte so für Diskussionen, sondern behielt tatsächlich auch Recht: Die Endstation „Oberlaa” bei der Therme Wien ist fixiert.

Allerdings wird eine Verlängerungsoption nach Rothneusiedl, die bereits beim Bürgerinformationsabend am 20. Februar 2012 von Bezirksvorsteher-Stellvertreter Josef Kaindl angesprochen wurde, bautechnisch vorgesehen. Hier kann ein aktueller Artikel des Standards nachgelesen werden, in dem wiederum andere als die bisher bekannten Angaben zum Fertigstellungstermin und zum Schicksal der Straßenbahnlinie 67 gemacht werden.

Pünktlich mit den ersten frühlingshaften Sonnenstrahlen fand am 7. März die erste Sitzung der Bezirksvertretung für Wien Favoriten im Jahr 2012 statt. In rund eineinhalb Stunden wurden unter anderem auch das Parkpickerl und die Wienerberg-Tangente diskutiert.

Wie üblich wurden zunächst die Geschäftsstücke der verschiedenen Ausschüsse der Bezirksvertretung sowie die Geschäftsstücke der (derzeit erkrankten) Bezirksvorsteherin behandelt. Keine Wortmeldungen erfolgten zur Mitteilung der Verkehrskommission infolge des in der letzten Sitzung gestellten Antrags der SPÖ betreffend die Sicherung des Schulwegs Rudolf-Friemel-Gasse (Querung Moselgasse / Urselbrunnengasse). Auch ein Antrag der SPÖ betreffend die Endstelle der U1-Südverlängerung wurde ohne Wortmeldungen einstimmig angenommen.

Parkpickerl für Favoriten

In mehreren Tagesordnungspunkten wurde vor allem auch erneut die Problematik rund um eine Parkraumbewirtschaftung für den zehnten Bezirk thematisiert. Wie bekannt kritisierte der Bezirk bereits vor Monaten, dass die vorgestellte Studie zur Parkraumbewirtschaftung zu wenige Entscheidungsgrundlagen enthalte. SPÖ und Grüne stellten daher in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung im Dezember 2011 einen Antrag zur Detaillierung der Parkraumbewirtschaftungsstudie, mit welchem zusätzliche Studien beantragt wurden.

Planungs- und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou teilte dem Bezirk hierzu Anfang Februar 2012 mit, dass Ende Jänner Koordinierungsgespräche geführt wurden, sämtliche Informationen vorliegen und daher keine weiteren Studien notwendig seien. Bei Fragen stehen die zuständigen Magistratsabteilungen jedoch natürlich gerne zur Verfügung.

Bezirksrat Thomas Kohl betonte, dass die Daten und Fakten, die der Bezirk für eine Entscheidung brauche, nach wie vor nicht am Tisch liegen. Ihm würden hierzu sofort einige Fragen einfallen, die nicht beantwortet sind (wie hoch ist der Anteil an Parkplätzen, welche Autos parken wo, etc.).

Die SPÖ kritisierte, dass in der Studie zwar eine Grenze, jedoch keine Alternativen aufgezeigt werden. Interessant wäre zu wissen, welchen Verdrängungseffekt ein Verschieben dieser Grenze nach außen haben würde.

Der grüne Bezirksrat Georg Prack meldete sich bei der Behandlung des Antrags der FPÖ zur Einberufung einer Bürgerversammlung zum Thema Parkraumbewirtschaftung in Favoriten zu Wort und betonte, dass den Grünen eine Bürgerinformation wichtig ist. Die Angelegenheit wurde einstimmig der Verkehrskommission zugewiesen.

Auch die gewünschte Annahme des Antrags der ÖVP („Kein Parkpickerl in Favoriten”) sorgte für Diskussionen und zahlreiche Wortmeldungen. Da aus Sicht der ÖVP mit den zur Verfügung gestellten Unterlagen keine Entscheidung getroffen werden könne, beantragt die ÖVP das Ende der Diskussionen rund um das Parkpickerl. Mit der Einführung könnten keine nachhaltigen Ergebnisse sondern nur eine Verdrängung erzielt werden. Nach Ansicht der ÖVP wurde in Nebengebieten nicht ausreichend Parkraum geschaffen, was aber vor der Einführung eines Parkpickerls erledigt werden müsste. Wie schon zuvor wurde erneut kritisiert, dass man selbst mit Parkpickerl keinen gesicherten Parkplatz hat. Lt. ÖVP werden damit vor allem Berufstätige diskriminiert.

Bezirksrat Thomas Kohl wies auch darauf hin, dass die Nutzung eines Fahrzeugs in der Stadt immer mehr und mehr unmöglich gemacht wird. Als Beispiel nannte er hierzu die nicht ausreichende Anzahl an Parkgaragen und den Umstand, dass man sein Fahrzeug in parkraumbewirtschafteten Zonen nicht länger als zwei Stunden abstellen kann. Weiters erhalten Fahrzeughalter, die über einen Garagen- oder anderweitigen Abstellplatz verfügen, kein Parkpickerl. Kritisiert wurde auch, dass man das Parkpickerl bei einem Wohnsitz in Wien erhält. Da dieses Kriterium mit entsprechenden Ummeldungen leicht zu erfüllen ist, könne man Bezirksfremde wohl nicht fernhalten oder wegdrängen.

Der grüne Bezirksrat Georg Prack sieht einen sympathischen Effekt darin, wenn sich Personen die ihren Lebensmittelpunkt in Wien haben auch dort anmelden, wenngleich das natürlich nicht der Sinn des Parkpickerls ist. Er wies darauf hin, dass ca. 30% der Parkplätze in Favoriten von Nichtwienern besetzt werden und Wien im Vergleich zu anderen Städten billig für Autofahrer ist. In diesem Zusammenhang erwähnte er das schweizerische Zürich, wo es teurere Parkgaragen und keine Möglichkeit gebe, Fahrzeuge an der Oberfläche abzustellen.

Die Grünen glauben zudem nicht, dass die Wirtschaft durch ein Parkpickerl zum Erliegen kommen würde, da dies immerhin auch in den Innerbezirken nicht geschehen ist. Bezirksrat Prack betonte, dass derzeit in einigen weiteren Bezirken das Parkpickerl beschlossen wird und die Grünen anstreben, dass das auch in Favoriten gemacht wird.

Die SPÖ interpretiert den oben erwähnten ÖVP-Antrag „Kein Parkpickerl in Favoriten” dahingehend, dass noch zusätzlich Daten benötigt werden um eine Entscheidung treffen zu können. Tägliche Anrufe und Schreiben würden zudem aufzeigen, dass ein Parkpickerl in einigen Bereichen notwendig sei. Eine Ablehnung des Parkpickerls kommt für die SPÖ daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht in Betracht.

Die FPÖ kritisierte den Informationsstand, der gleich Null sei und gab zu bedenken, dass man die Favoritner wenigstens über die Bezirkszeitung oder ähnliches informieren könnte. Kritisiert wurden auch die Interpretationen des Antrags und die fehlende Begriffsabgrenzung von „Parkpickerl” und „Parkraumbewirtschaftung”. Lt. eigenen Umfragen der FPÖ sprechen sich im übrigen 80% gegen ein Parkpickerl aus.

Die gewünschte Annahme des ÖVP-Antrags „Kein Parkpickerl für Favoriten” wurde mit den Stimmen der SPÖ und der Grünen abgelehnt.

Wienerberg-Tangente

Zum Antrag der ÖVP betreffend die Verkehrslösung für den Wienerberg, der sich auf eine Machbarkeitsstudie bezieht, meldeten sich hauptsächlich die Grünen zu Wort. Sie betonten, dass eine Straßenbahnlösung optimal sei weil sie mehr Personen fassen kann. Die Grünen sprechen sich dafür aus, dass die Wienerberg-Tangente so schnell wie möglich realisiert wird. Unter dem beispielhaften Aspekt, dass jeder Fußgänger gerne auch einmal ein Autofahrer und ein Autofahrer gerne auch einmal ein Fußgänger ist, ist den Grünen auch ein Miteinander der Verkehrsteilnehmer wichtig. Ein wünschenswertes Ziel wäre natürlich aber auch die Reduzierung des Verkehrs. Seitens der Opposition wurde lediglich angemerkt, dass in dieser Sache gut überlegt werden müsse.

Die Angelegenheit wurde schließlich einstimmig der Verkehrskommission zugewiesen.

Die nächste Sitzung der Bezirksvertretung für Favoriten findet am 5. Mai 2012 um 16:00 Uhr im Amtsgebäude am Keplerplatz 5 statt und ist öffentlich zugänglich.

Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um einen Erlebnisbericht handelt. Alle hier lesbaren Informationen wurden von den Verantwortlichen an die anwesenden Bürger während der Veranstaltung so weitergegeben und können von montelaa.biz nicht auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüfen werden.