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Mittlerweile kennt es jeder: Das geplante Projekt Viola Park neben der Generali Arena in Wien Favoriten sorgt unter den betroffenen Anrainern für Aufsehen und Missmut. Anders als bei früheren Wiener Bauprojekten wird hier Bürgerbeteiligung jedoch größer als bisher geschrieben.

Unter limitierter Teilnehmeranzahl hat der Bauträger selbst zu einem Meeting geladen, bei dem neben den beteiligten Experten und Vertretern des Bezirks und der Stadt Wien auch Anrainer der Theodor-Sickel-Gasse, der Kleingartenvereine Fischeralm und Wilhelmshöhe sowie Monte Laa´s zugegen waren.

Ziel ist es, einerseits Missverständnisse auszuräumen und andererseits Anregungen, Befürchtungen und Sorgen der Anrainer aufzunehmen. Bei den zukünftig in regelmäßigen Abständen stattfindenden Meetings sollen die Anrainer über den aktuellen Planungsstand informiert werden und die Möglichkeit haben, Ideen einzubringen.
So wurden schon beim ersten Expertenmeeting durchaus einige Punkte besprochen, deren Umsetzbarkeit nunmehr vom Bauträger und den weiteren Projekt-Beteiligten geprüft wird. Dazu zählen beispielsweise die detaillierten Garagenplanungen sowie eine allenfalls mögliche Höhenumverteilung bei den „Berührungspunkten“ der neuen Gebäudeteile mit den schon bestehenden Gebäuden der Theodor-Sickel-Gasse und des Kleingartenvereins Fischeralm.

Wenngleich es für die betroffenen Anrainer auch nur ein Wermutstropfen ist, so zeigten sich Bauträger und Architekturbüro auch bei der Darstellung der derzeit geplanten Höhen und Abstände zwischen den neuen und den bestehenden Gebäuden durchaus bemüht:
Hinsichtlich der bestehenden Sozialbau-Gebäude in der Theodor-Sickel-Gasse beträgt der kürzeste Abstand zu den neuen Gebäudeteilen 33m, der längste 48m. Das ist ungefähr vergleich mit dem Gebäudeabstand am Graben auf Höhe des Julius Meindl-Marktes (rund 30m) und dem Gebäudeabstand am Opernring bei der Oper (rund 52m). Mit diesen Abständen soll eine „Mauerwirkung“ vermieden werden und der Lichteinfall gewährleistet bleiben. Die neuen Gebäudeteile werden in diesem Bereich – abfallend von aussen nach innen – 21m (entlang der Theodor-Sickel-Gasse / Laaer-Berg-Straße), 18m und 16m (in Richtung Generali Arena) hoch.

Der Abstand von den neuen Gebäuden zu jenen des Kleingartenvereins Fischeralm wird sogar ungefähr 50m betragen und kommt damit an den Vergleichsabstand Opernring ziemlich nahe ran. Die dazwischenliegenden Bäume bleiben so wie sie sind und werden auf eine Höhe von ungefähr 7-8m geschätzt. Hier wurden die Gebäudeteile bereits nach innen (dh von der Fischeralm weg) gedreht, um möglichst breite Abstände zwischen den neuen Gebäudeteilen zu schaffen und so auch hier eine Mauerwirkung zu vermeiden und allfällige Einblicksmöglichkeiten zum Kleingartenverein Fischeralm zu reduzieren. Für die neuen Gebäudeteile in diesem Bereich besteht größtenteils Bauklasse III (16m).

Die kleineren, gesetzlich vorgeschriebenen Kinderspielplätze sind über das gesamte Planungsareal verteilt. Ebenso findet sich ein etwas größerer Jugendspielplatz (ca. 150m²) im Planungsgebiet (etwa mittig hinter der Schule). Durch die Verteilung der Plätze auf das gesamte Areal der neuen Bauten sollte es somit keine Probleme geben. Desweiteren wird auch von der Wahrnehmung der Aufsichtspflicht durch Eltern & Co ausgegangen, was Lärmbelästigungen und Beschädigungen verhindern soll.

Die Sorgen hinsichtlich des Windes teilen die Projektbeteiligten nicht: Lt. Auskunft von Bauträger Mischek gibt es mit dem Wind bis Bauklasse V keine Probleme. Auch in das Vogelschutzgebiet Laaer Wald werde nicht eingegriffen, da sich das Gebiet zu weit weg vom Planungsareal befindet. Allenfalls könnten lediglich Vögel mit einer Einflugschneise im Planungsareal betroffen sein. Hier trägt jedoch der Bauträger mit beispielsweise verspiegelten Glasflächen dafür Sorge, dass keine Vögel gegen die neuen Bauten fliegen.

Besprochen wurden auch die neuen Wege, die im und rund um das Planungsareal geführt werden sollen. Hierzu gab es einige Anregungen der Anrainer, deren Umsetzbarkeit nunmehr von Projektbeteiligten überprüft wird. Fix ist jedoch nach wie vor, dass am gesamten Schwarzerweg kein Durchzugsverkehr herrschen wird (ausgenommen Einsatzfahrzeuge) und auch keine Parkplätze dort eingerichtet werden. Der Schwarzerweg bleibt daher ein Fußweg, wobei auch Überlegungen zur Entlastung an Spieltagen angestellt wurden die ebenfalls nun bedacht und geprüft werden.
Die Fischhofgasse bleibt eine Sackgasse. Da es sich bei dieser um eine öffentliche Straße handelt ist die von den betroffenen Bürgern gewünschte Sperre „nur für Anrainer“ jedoch nicht möglich. Auf Wunsch der Anrainer werden jedoch Überlegungen angestellt, hier eine Zufahrt zu einer eigenen Kurzpark-Garage zu machen, die nicht nur den Anrainern und den Stadiongästen an Spieltagen sondern beispielsweise auch den Badegästen des Laaerbergbades, etc. zur Verfügung stehen könnte.

Der Durchbruch Fischhofgasse / Horrplatz zur Urselbrunnengasse ist nach wie vor nicht geplant. Wie bekannt ist der Weg dorthin jedoch schon seit rund 100 Jahren als Verkehrsfläche gewidmet. Sowohl Bezirk als auch die restlichen Projektbeteiligten sprechen sich nach wie vor dafür aus, dass das Eigentum der auf dieser Fläche bestehenden Häuser geschützt bleiben soll. Die derzeitige Realisierung des Durchbruchs und Enteignungsverfahren sind daher – wie schon früher erwähnt – nach wie vor keinesfalls angedacht. Tatsache ist jedoch, dass in den Projektplänen ein möglicher Fuß- und ein Radweg für den Bereich des Durchbruchs eingeplant sind. Sollten daher zukünftig diese Wege gebraucht werden und die derzeitigen Eigentumsverhältnisse dem nicht mehr entgegenstehen, könnten diese Pläne durchaus realisiert werden. Das ist aus heutiger Sicht jedoch „Zukunftsmusik von vielleicht einigen Jahrzehnten“.

Obwohl der Themenbereich Stadionbetrieb / Sicherheitskonzept beim nächsten Meeting besprochen wird, gaben die anwesenden Anrainer den Projektbeteiligten auch hierzu ihre Ideen bereits kurz mit auf den Weg: Zur Entlastung des Schwarzerwegs wurde angeregt, den hinteren Eingang des Stadions (Tangente) zu einem Haupteingang umzufunktionieren. Die Entfernung des Zaunes würde den Schwarzerweg verbreitern.

Sperrig waren die ersten Reaktionen zum Vorschlag die Laaer-Berg-Straße an Spieltagen nicht mehr oder nur teilweise zu sperren. Nämlich so, dass den Anrainern in der Urselbrunnengasse, Collmann-Gasse, Moselgasse und tw. Kleingartenverein Fischeralm die Zufahrt zu ihren Wohnungen möglich ist. Derzeit werden diese Bewohner mit Polizeisperren an Spieltagen regelmäßig von ihren Wohnsitzen ausgesperrt.

Positiv aufgenommen wurde die Einrichtung eines Ombudsmannes, der vorerst von 11. Juni bis 20. August 2013, jeweils Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 18:00 Uhr telefonisch für Anregungen, Ängste und Sorgen der betroffenen Anrainer zur Verfügung stehen wird. Da die technische Einrichtung derzeit noch im Gange ist, wird die Telefonnummer in Kürze bekannt gegeben. Ebenfalls wird eine kurze Einschaltung im Bezirksblatt erfolgen. Angedacht ist weiters, dass der Ombudsmann auch später während der Bauphasen zur Verfügung stehen wird.
Auch der Zeitplan wurde kurz vorgestellt: In der ersten Bauphase werden die Gebäude entlang des Kleingartenvereins Fischeralm sowie das Schulgebäude errichtet werden, in der dritten und letzten Bauphase folgen die Gebäudeteile an der Ecke zu den Sozialbau-Gebäuden in der Theodor-Sickel-Gasse. In der zweiten Bauphase folgen die mittleren, restlichen Gebäude.
Das Planungsprojekt soll laut derzeitigem Stand im September 2013 der Stadtentwicklungskommission vorgelegt werden. Der Viola Park wird somit dem Bürgermeister, den Stadträten und weiteren Politikern vorgestellt.

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Bezirksrätin Magdalena Kelaridis und ÖVP-Verkehrssprecher DI Roman Stiftner luden am 2. Mai 2013 zum ÖVP-Stammtisch, um wichtige und brisante Themen rund um den Laaer Berg zu besprechen und zu diskutieren. Erwähnt wurden eingangs erreichte Ziele wie beispielsweise ein öffentliches WC im Böhmischen Prater oder barrierefreie Wahllokale, aber auch nicht erfolgreiche Projekte als auch laufende Konzepte wurden kurz thematisiert.

ÖVP Stammtisch Mai 2013Hervorzuheben ist hier ein derzeit in Bearbeitung befindlicher Antrag der ÖVP, der Überlegungen für ein Verkehrskonzept für die Laaer-Berg-Straße fordert. Eine Radzählung ergab, dass der dortige “Mehrzweckstreifen“ (Otto Normalbürger besser bekannt als der riskante Fahrradstreifen) kaum genützt wird. Die Gründe hierfür liegen vermutlich darin, dass die Laaer-Berg-Straße bergauf stetig und teilweise sogar steil ansteigt und die Benützung des Mehrzweckstreifens äußerst riskant ist. 

Thematisiert wurde auch die neue Buslinie 68B, die ab dem Frühjahr 2014 abwechselnd zur Buslinie 68A fahren soll. Damit wurde bereits der Themenschwerpunkt des hiesigen Abends angestoßen:

 

Verkehr und Stadtentwicklung – Verbauung Laaer Berg.

ÖVP Stammtisch Mai 2013 Hr SchleihsHorst Schleihs, Sprecher der Bürgerinitiative Viola Park, wurde eingeladen, das umstrittene Projekt und die Probleme, die dieses Vorhaben mit sich bringt, vorzustellen. Er erzählte vom Werdegang des bisherigen Projektverlaufes und dem Widerstand der umliegenden Bewohner, der sich innerhalb kürzester Zeit formiert hatte.

Altlasten und die Instabilität des Bodens machen Bauvorhaben am Laaer Berg ohnehin bereits schwierig. Vom fehlenden Verkehrskonzept des Projektes sind jedoch nicht nur die Kleingärten Wilhelmshöhe und Fischeralm, sondern auch die Anrainer der Theodor-Sickel-Gasse,  Monte Laa und in einem klein bisschen größeren Blickwinkel der gesamte Laaer Berg mit all jenen, die diesen bewohnen oder queren, betroffen.

Hinzu kommt, dass die Idee des Viola Parks nicht das einzige Bauprojekt am Laaer Berg darstellt: In unmittelbarer Nähe, rund um den Porr-Turm, entstehen aktuell Wohnungen in der Absberggasse, ein paar Hausnummern weiter folgt noch im Jahr 2013 der erste Bauteil der sogenannten „Preyerschen Höfe“. In Monte Laa wird bereits Bauplatz 6 (gegenüber Spar / Tankstelle; Ecke Urselbrunnengasse) verbaut, drei Türme entlang der Laaer-Berg-Straße sollen noch folgen.

Die Diskussionsteilnehmer sind sich einig, dass dem Laaer Berg schon jetzt ein brauchbares Verkehrskonzept fehlt. Was hier auf die Bewohner in Zukunft zukommen könnte,  bereitet vielen der Anwesenden Bauchschmerzen. Kritisiert wurden vor allem fehlende Einsicht und fehlende Einbindung in die Planungen sowie das bereits bestehende Verkehrschaos an der Laaer-Berg-Straße, bei dem Stau und Überlastung schon jetzt an der Tagesordnung stehen. 

ÖVP Stammtisch Mai 2013DI Stiftner, Gemeinderat und Verkehrssprecher der ÖVP, wies jedoch unter anderem auch auf die Notwendigkeit der Stadtentwicklung hin. Wien erwartet immerhin einen Bevölkerungszuwachs an die  2-Millionen-Grenze. Dennoch eigne sich der innerstädtische Bereich besser für eine Verdichtung, da dort bereits auf eine bestehende, meist bestens ausgebaute Verkehrsanbindung zurückgegriffen werden kann. Auch der Ausbau des Radwegenetzes sei auf Grund der räumlichen Verhältnisse im innerstädtischen Bereich wesentlich sinnvoller.

Der gemütliche Abend endete schließlich nach ein paar Stunden eingehender und anregender Diskussionen in angenehmer Atmosphäre.

Am 24. April 2013 versammelten sich die Bezirksräte Favoritens erneut zur Sitzung der Bezirksvertretung. Neben den zahlreich erschienen Besuchern begrüßte Bezirksvorsteher-Stv. Josef Kaindl (SPÖ) auch einen Politikerkollegen aus Leopoldstadt, der der Sitzung ebenfalls auf den Zuschauerplätzen beiwohnte.

Der üblichen Tagesordnung vorgezogen wurde diesmal die Wahl eines Stellvertreters des Vorsitzenden der Bezirksvertretung. Der zur Wahl vorgeschlagene Hans Neubauer (SPÖ) wurde einstimmig per Handzeichen gewählt. Er folgt Markus Franz (SPÖ), der seine Funktion mit dem Tag der Sitzung zurücklegte.

Ein Geschäftsstück des Bauausschusses sorgte für einige Besucher mehr in der Sitzung: Der Flächenwidmungsplan betreffend die Fußgängerzone auf der Favoritenstraße. Genau genommen handelt es sich um den Entwurf für die Festsetzung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans für das Gebiet zwischen der Laxenburger Straße, Südtiroler Platz, Favoritenstraße, Johannitergasse, Sonnwendgasse, Herndlgasse, Wielandplatz, Herndlgasse, Reumannplatz, Buchengasse, Laxenburger Straße und Quellenplatz.

Der Entwurf der Stellungnahme des Bezirks hierzu sieht unter anderem vor, dass die derzeitige Rechtslage bestehen bleiben und tw. keine Erhöhungen erfolgen sollen. Nachdem das Geschäftsstück ohne Wortmeldungen einstimmig angenommen wurde, verließen viele der betroffenen Bürger den Saal.

Ebenfalls ohne Wortmeldungen einstimmig angenommen wurde die Mitteilung der Verkehrskommission zum SPÖ-Antrag betreffend die Überprüfung der Errichtung einer Kurzparkzone in der Laaer-Berg-Straße. Gleiches geschah mit der Mitteilung der Bezirksentwicklungskommission zum ÖVP-Antrag betreffend einer neuen Volksschule und eines neuen Kindergartens für Oberlaa.

Die Umsprengelung der Wahlbezirke des zehnten Bezirks war Geschäftsstück der Bezirksvorsteherin und wurde ebenfalls ohne Wortmeldungen angenommen. Damit werden Favoriten´s Wahllokale um rund 60 Wahllokale auf nunmehr insgesamt 130 Wahllokale reduziert.

Beantwortet wurde nunmehr auch die in der letzten Sitzung vertagte Anfrage der ÖVP betreffend Baumfällungen im Rahmen der U1-Südverlängerung: Die Bäume in der Franz-Kojci-Straße und der Ada-Christen-Gasse bleiben erhalten. Damit wird den Forderungen der Bürger nachgekommen.

Ebenso sei eine zukünftige Nutzung der Grünflächen gesichert und auch neue Baumpflanzungen im Bereich der U1 geplant. Da eine genaue Oberflächenplanung jedoch noch nicht vorliegt können derzeit jedoch noch keine näheren Angaben gemacht werden.

Besucher des böhmischen Praters werden sich zukünftig über die einstimmige Annahme des gemeinsam von ÖVP und SPÖ gestellten Antrags betreffend die Errichtung einer öffentlichen WC-Anlage im böhmischen Prater freuen.

Für längere Diskussionen sorgte der Antrag der FPÖ über eine Einberufung zur Bürgerversammlung zum Thema „Parkplatznot in Favoriten“.

Die SPÖ kritisierte, dass der Antrag nur mit geändertem Bezirksnamen offenbar in vielen Bezirksvertretungen gestellt wird und lehnt den Antrag ab. Die FPÖ entgegnete, dass man gute Anträge aus anderen Bezirken auch durchaus im eigenen Bezirk einbringen kann. Zudem zeugen gleiche Anträge in mehreren Bezirksvertretungen von einem breiten Interesse. Der Bezirk hat eine Verantwortung dafür, wie entschieden wird und welche Maßnahmen gefordert sind. Gefordert werden insbesondere entsprechende Schritte für die Bezirksgrenzen zu Parkpickerl-Bezirken hin.

Bezirksrat Thomas Kohl (ÖVP) hält das Thema für nicht geeignet, um in einer Bürgerversammlung diskutiert zu werden. Bei Bürgerversammlungen sollten Lösungen präsentiert werden, dazu müsse man vorher jedoch sagen in welche Richtung das gehen soll. Da das im Antrag fehlt führe dieser so nicht zu einer Lösung.

Der grüne Bezirksrat Georg Prack wandte ein, dass bei FPÖ-Anträgen immer die gesamte Bevölkerung zu Bürgerversammlungen eingeladen werden soll. Wie das organisatorisch funktionieren soll, wisse er jedenfalls nicht. Bezirksrat Prack erinnerte daran, dass der Bezirk beschlossen hat sich dem Parkpickerl derzeit nicht anzuschließen, unter anderem den U1-Ausbau abzuwarten und später neuerlich zu evaluieren. Die Grünen waren damals skeptisch, denn aus ihrer Sicht sind Regulierungen dringend notwendig.

Lt. Bezirksrat Haidinger (FPÖ) findet man immer wieder Ausreden um die Entscheidung aufzuschieben, dabei sollte man Maßnahmen und Erfordernisse jetzt setzen. Er fordert, dass der Bezirk an einer Lösung arbeitet. Bezirksvorsteher-Stv. Michael Mrkvicka (FPÖ) betonte, dass im Antrag nichts von Parkraumbewirtschaftung steht, das zu diskutieren nicht zulässig wäre und man das daher nicht hinein interpretieren kann. Er ist sich sicher, dass die Verdrängung vom zwölften und vielleicht auch bald vom elften Bezirk in den zehnten Bezirk kommen wird. Das Parken soll jedenfalls gratis sein.

Abschließend meldete sich auch Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner (SPÖ) zu Wort und teilte mit, dass man während des Ausbaus der U1, dem Ausbau des Sekundärnetzes und der Hauptbahnhof-Baustelle einer Parkraumbewirtschaftung nicht näher treten und erst danach ein Konzept ausarbeiten kann. Wenn die FPÖ glaube sie brauche das dann solle sie die Unterschriften bringen die nötig sind. Man lasse sich von der FPÖ jedenfalls nichts aufoktroyieren.

Mit Ausnahme der FPÖ stimmten alle Parteien gegen den Antrag. Die Sitzung endete schließlich nach insgesamt etwa mehr als zwei Stunden.

Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um einen Erlebnisbericht handelt. Alle hier lesbaren Informationen wurden von den Verantwortlichen an die anwesenden Bürger während der Veranstaltung so weitergegeben und können von montelaa.biz nicht auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüfen werden.

Bürgerversammlung Viola Park 27.02.2013

Das Projekt Viola Park wurde der Öffentlichkeit erstmals im Juni 2012 vorgestellt. Seither weisen zahlreiche Anrainer der umliegenden Wohngebiete (Theodor-Sickel-Gasse, Kleingartenvereine Fischeralm und Wilhelmshöhe sowie Monte Laa) auf vielerlei Problembereiche hin und setzen sich für Verbesserungen ein.

Der schließlich von der FPÖ eingebrachte Antrag auf Abhaltung einer Bürgerversammlung wurde in der Sitzung der Bezirksvertretung Favoriten vom 12. Dezember 2012 einstimmig angenommen. Der Termin hierfür steht schon länger im Kalender, dennoch erinnern wir euch gerne noch einmal an dieses wichtige Ereignis!

Die Bürgerversammlung findet am

Mittwoch, 27. Februar 2013

 um 18:30 Uhr

in der

 FH Campus Wien

 (beim Verteilerkreis Favoriten; Favoritenstraße 226, 10. Bezirk)

statt.

Dabei habt ihr die Möglichkeit, euch über das auf dem rund 200.000m² großen Areal geplante Projekt zu informieren und vielleicht auch noch den ein oder anderen Hinweis den anwesenden Experten mitzugeben. Also, lasst euch das nicht entgehen und seid mit dabei!

Am 31. Oktober 2012 haben sich die Bezirksräte Wien Favoritens zur vorletzten Sitzung des Jahres versammelt. Dabei bot sich Ihnen ein seltenes Bild: Sämtliche Zuseherplätze der öffentlichen Sitzung waren voll besetzt! Der Grund hierfür ist ein einfacher, wurde doch die von der ÖVP eingebrachte Anfrage zum umstrittenen Viola Park am 31. Oktober 2012 beantwortet.

Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (G) teilte zur Anfrage der ÖVP betreffend das Bauvorhaben „Viola Park“ mit, dass sich die Grundfläche des Projektgebietes auf rund 67.000m² beläuft. Davon befinden sich rund 37.400m² im Eigentum der Stadt Wien, der Rest befindet sich in Privatbesitz. Da kein Privateigentümer zum Verkauf der Grundstücksfläche gezwungen werden kann, wurden die unterschiedlichen Eigentumsverhältnisse bei den Planungen so berücksichtigt, dass es möglich ist, das Projekt auch in zeitlich gestaffelten Realisierungsphasen umzusetzen.

Zum „Viola Park“ wurde ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt, der die Grundlage für die weiteren Planungen bildet. Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden derzeit auf ihre Plausibilität und Realisierbarkeit geprüft. Als Verbesserung wurde bereits vorgesehen, das geplante Schulgebäude quer zu stellen, um somit eine Schallbarriere zwischen der Generali Arena und den Wohnquartieren zu schaffen. Der Bau des Schulgebäudes soll den derzeit bestehenden Raumbedarf für Schulklassen im zehnten Bezirk decken

Von der Errichtung eines öffentlichen Durchgangs durch die Kleingartenanlage Fischeralm sei zwar derzeit nichts bekannt, auf die Öffnung der Eingänge von Kleingartenanlagen von 9:00 Uhr bis 19:00 Uhr in der Zeit von Anfang Mai bis Ende September gemäß Wiener Kleingartengesetz 1996 wurde jedoch hingewiesen. Weiters seien Beschattungen der Kleingartenanlage Fischeralm durch die neuen Gebäude auf Grund des geplanten Abstandbereichs nicht zu erwarten.

Die Südverlängerung der U-Bahnlinie U1 trage zur Verbesserung der Verkehrssituation bei und stelle somit einen wesentlichen Faktor für das Projekt dar. Der PKW-Verkehr zum Laaerbergbad wurde jedoch nicht bei den Planungen berücksichtigt, da es sich um unterschiedliche Themenbereiche handle.

Bezirksrätin Magdalena Kelaridis (ÖVP) gab zu bedenken, dass die schon lange bestehenden Kleingartenvereine Fischeralm und Wilhelmshöhe sowie die Sozialbau-Wohnhäuser an Parkplatznot leiden und dies offenbar bei den Planungen zum Viola Park nicht berücksichtigt wurde. Weiters wies sie darauf hin, dass die Folgen der Absiedlung der im Planungsgebiet ansässigen Firmen, wie beispielsweise der Verlust von Arbeitsplätzen und Einnahmen, nicht bedacht wurden. Sie teilte auch mit, dass das Verkehrskonzept bei der Projektvorstellung im Juni 2012 nicht erläutert wurde. Desweiteren müsse man nicht immer alles zubetonieren.

Die grüne Bezirksrätin Duperron entgegnete, dass es sich derzeit nur um einen Wettbewerb handle und später mehr Informationen vorliegen sollten.

Bezirksvorsteherin-Stellvertreter Michael Mrkvicka (FPÖ) warnte vor einem vorhersehbaren Verkehrskollaps. Für den Viola Park ist nur die Zufahrt über die Laaer-Berg-Straße / Theodor-Sickel-Gasse geplant, was noch mehr Stau verursacht. Die Straßenbahnlinie 67, deren umstrittene Verlegung in die Laaer-Berg-Straße seit Jahren diskutiert wird, könne nicht auch noch in der Laaer-Berg-Straße fahren. Die FPÖ spricht sich daher gegen das Projekt aus.

Bezirksrat Thomas Kohl (ÖVP) nannte es einen Skandal, dass der Bauträger Mischek schon seit zwei Monaten Wohnungen im Viola Park anbietet. In diesem Zusammenhang stellte er die Frage, ob denn vielleicht doch schon konkrete Pläne zur Änderung der Flächenumwidmung bestehen. Thomas Kohl verwies auch auf den Hauptbahnhof, wo nun Wohnungen bei Bahngleisen gebaut werden, die im Erstentwurf nicht vorgesehen waren. Im Hinblick darauf erinnerte er daran, wie wichtig es ist, die Anrainer jetzt einzubinden.

Am Ende der rund 25 Minuten andauernden Diskussion zum Viola Park meldete sich schließlich auch noch Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner (SPÖ) zu Wort und teilte mit, dass das Projekt im Bauausschuss besprochen wurde. Zum Verkauf der Grundstücke wurde jedenfalls keiner der Privateigentümer gezwungen. Das Verkehrskonzept für die Laaer-Berg-Straße und dergleichen müsse noch besprochen werden.

Unter den sonst in der Sitzung behandelten Anträgen befand sich auch jener der ÖVP betreffend eine Fahrgastzählung in der Laaer-Berg-Straße, welcher einstimmig der Verkehrskommission zugewiesen wurde.

„Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um einen Erlebnisbericht handelt. Alle hier lesbaren Informationen wurden von den Verantwortlichen an die anwesenden Bürger während der Veranstaltung so weitergegeben und können von montelaa.biz nicht auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüfen werden.“