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Die Wiener Bezirkszeitung ist erneut auf Monte Laa aufmerksam geworden:  Die mit dem Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7915 für Monte Laa im Jahr 2010 genehmigten Turmbauten mit Höhen von bis zu 110m, 100m und 65m entlang der Laaer-Berg-Straße bereiten nach wie vor Anlass zur Sorge. Schon damals wurden geschätzt bis zu 1000 Stellungnahmen im damaligen Flächenwidmungsverfahren abgegeben.

Auch aktuell werden wieder Unterschriften gesammelt: Wind, Schatten und Schall sind weiterhin ungelöste Hauptprobleme die die direkten Anwohner betreffen, ein verstärktes Verkehrsaufkommen und Verschlechterung der Parkplatzsituation betreffen jedoch noch viele mehr. Vor allem im Zusammenhang mit den umliegenden zukünftigen Bebauungen der Preyer´schen Höfe, Viola Park und Hauptbahnhof / Sonnwendviertel wird zudem ein totales Verkehrschaos an der Laaer-Berg-Straße befürchtet.

Die Petition „7915 – Rettet die Wohnqualität Monte Laa´s!“ widmet sich der seit Jahren gewünschten Bürgerbeteiligung und setzt sich für die Abänderung des derzeit gültigen Flächenwidmungs- und Bebauungsplans Nr. 7915 für Monte Laa ein, die unter Einbindung und in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern erfolgen soll.

Mit Post- und Email-Zusendungen haben bis dato bereits mehr als 300 Unterstützer die Petition unterschrieben. Direkte Anrainer als auch Bürger, die in irgendeiner Art und Weise von diesem Projekt mitbetroffen sind, weisen durch diese Unterschriftenaktion auf die brisante Lage am Laaer Berg hin.

In den letzten Monaten wurden weiters  rund 700 Unterschriften gegen das Projekt Viola Park gesammelt. Auch über die Buslinie 68A ärgern sich Betroffene seit Jahren. Erst jüngst ist ein neuerlicher Artikel hierzu in der Bezirkszeitung erschienen, den man hier nachlesen kann.

Der zwischenzeitig ebenfalls in der Wiener Bezirkszeitung erschiene Artikel zur Unterschriftenaktion in Monte Laa kann hier nachgelesen werden. Weitere Informationen zur geforderten Bürgerbeteiligung am Projekt Monte Laa sowie die Möglichkeit zur Unterfertigung der Online-Petition finden sich unter www.montelaa.biz.

Die Türme des mittlerweile beschlossenen Flächenwidmungs- und Bebauungsplans Nr. 7915 für das Gebiet Monte Laa sorgen weiterhin für Diskussionen. DerStandard hat Stadtrat Rudolf Schicker getroffen und mit ihm über die Themen Verkehrspolitik, Bebauung und öffentliche Anbindung gesprochen.

Im Rahmen dieses Gespräches wurde auch Monte Laa thematisiert. So ist im Artikel von derStandard.at auszugsweise folgendes zu lesen:

„Schicker ist in freundlicher Wahlkampfstimmung, aber ein Hauch von Unmut huscht über sein Gesicht, wenn es um die Kritik an Bauvorhaben, etwa am Monte Laa, geht. Dort beschweren sich gerade Anrainer, dass statt einem ursprünglich geplanten Turm drei neue gebaut werden – zu viel Schatten würden sie auf die bestehenden Wohnungen werfen, zu eng werde es außerdem. Schicker seufzt. „Das ist ein typisches Problem. Die, die bereits wo eingezogen sind, beschweren sich – und vergessen dass auch andere Wohn- und Lebensraum brauchen“. Im Fall Monte Laa sei den Anrainern außerdem von Vornherein bekanntgegeben worden, wie in Zukunft gebaut werde.“

(Quelle: derStandard.at, Artikel Anita Zielina „New York als rotes Stadtbau-Vorbild“ vom 24.8.2010)

 

Ursprünglich sah ein gültiger Plan aus dem Jahre 2002 einen Doppelturm mit einer Höhe von 110m direkt auf der Überplattung der Tangente vor. Nachdem dieser Doppelturm nicht verwirklicht werden konnte und der Plan aus dem Jahre 2002 wegen Nichtrealisierung bis zum 31.7.2009 seine Gültigkeit verlor, trat der ursprüngliche Plan aus dem Jahre 1999 wieder in Kraft, welcher keine Türme vorsah. Die ersten Wohnbauten auf den ehemaligen Porr-Gründen wurden im Jahre 2003 bezogen. Die über die Jahre laufend eingezogenen Anrainer wurden großteils weder aktiv noch auf Anfrage über den damals aktuell gültigen Plan aus 2002 mit dem vorgesehenen Doppelturm informiert.Der neue Planentwurf Nr. 7915 sah sodann drei Einzeltürme mit einer Höhe von 110m an der Laaer-Berg-Straße vor. Dieser Plan wurde unter laufenden Protesten und heftiger Kritik der Anrainer und Bewohner schlussendlich am 30. Juni 2010 vom Wiener Gemeinderat – verglichen mit dem Entwurf – in abgeänderter Form beschlossen.

Gemäß dem aktuell gültigen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7915 können die Türme nunmehr eine Höhe von 110m (jener auf der Überplattung), 100m (jener an der Rudolf-Friemel-Gasse) und 65m (jener Richtung Urselbrunnengasse) aufweisen. Um sich diese Höhen einigermaßen vorstellen zu können ist ein Vergleich mit dem bereits bestehenden Porr-Turm hilfreich: Dieser weist eine Höhe von knapp über 70m auf.

Nach den den Bewohnern und Anrainern im Rahmen einer Ende Jänner bis Mitte Februar 2010 stattgefundenen Ausstellung erteilten Informationen sollen die Türme selbst nicht als Wohnflächen sondern als Büroflächen dienen sowie ein Einkaufszentrum beinhalten. Die Artikel auf montelaa.biz zu diesem Thema können via Klick hier gesammelt nachgelesen werden. Um den ganzen Artikel über das Gespräch mit Stadtrat Rudolf Schicker auf derStandard.at zu lesen.

In den nächsten zehn Tagen sind wieder wichtige Sitzungen unserer Volksvertreter, die teils nicht nur Favoriten sondern unter anderem auf Grund des neuen Entwurf eines Flächenwidmungs- und Bebauungsplans Nr. 7915 insbesondere auch Monte Laa betreffen.

 

Bezirksvertretungssitzung 23. Juni 2010

Den Anfang macht die Sitzung der Bezirksvertretung am Mittwoch, den 23.6.2010. Was ist los im zehnten Bezirk? Was überlegen sich unsere Volksvertreter für Monte Laa und die umliegenden Flächen? Was diskutieren sie zu Hotspots, Finanzen, Verkehr & Co? Wer daran interessiert ist sollte um 16 Uhr im Zimmer 111 (im ersten Stock) im Amtsgebäude am Keplerplatz 5 sein. Der Zugang zum Zimmer 111 erfolgt über die Gudrunstraße. Die Sitzungen sind öffentlich zugänglich und können von jedem Interessierten mitverfolgt werden. Die Sitzung am 23. Juni ist übrigens die letzte vor der Sommerpause, danach geht´s erst am 8. September wieder weiter.

 

Sitzung des Gemeinderats 30. Juni 2010

Ein Termin den man nicht verpassen sollte! Die Sitzung ist öffentlich (siehe Hinweise zum persönlichen Besuch) und kann auch live am PC mitverfolgt werden. Los geht´s um 9 Uhr, voraussichtliches Ende wird gegen ca. 17 bis 18 Uhr sein (Ausnahmen bestätigen die Regel).

In der Sitzung am 30. Juni wird dem Gemeinderat wie bekannt der neue Entwurf des Flächenwidmungs- und Bebauungsplan Nr. 7915 zur Entscheidung vorgelegt. Auf Grund der weiteren Proteste und der großen Ablehnung der Anrainer, die neuerlich eindeutig in der am 7.6.2010 abgehaltenen Bürgerversammlung kund getan wurde, kündigte die SPÖ bereits am 9. Juni an, in dieser Sitzung einen Abänderungsantrag einzubringen. Der Antrag soll die weitere Reduzierung jenes Turms, der direkt vor der Schule gebaut werden soll, vorsehen. Zum Nachlesen dieser Thematik wird auf die Artikel vom 9.6.2010 und 15.6.2010 verwiesen.

Wie bereits vorab berichtet, wurde die Abhaltung einer Bürgerversammlung bereits vor wenigen Wochen geplant. Nunmehr steht der Termin endlich fest!

Beim Lokalaugenschein in Monte Laa wurde die Idee zur Antragstellung betreffend die Abhaltung einer Bürgerversammlung von den Politikern positiv aufgenommen. Wie bereits in einem vorangegangenen Artikel berichtet, wurde dieser Antrag schließlich von der FPÖ gestellt und in der Sitzung der Bezirksvertretung Favoriten am 5. Mai 2010 einstimmig von allen Fraktionen angenommen.

Nunmehr steht der Termin und der Ort fest: Die Bürgerversammlung zum Entwurf eines Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes Nr. 7915 betreffend Monte Laa findet am

Montag, den 7. Juni 2010 um 19 Uhr im Haus der Begegnung

(Ada-Christen-Gasse 2b, Per-Albin-Hansson-Siedlung in 1100 Wien)

>> Ort der Bürgerversammlung <<

>> Einladung<<

 

statt.

Mit dieser Informations- und Diskussionsrunde bietet sich eine einmalige Gelegenheit, seine Meinung kundzutun und ev. offene Fragen im direkten Gespräch zu klären. Mit eurer Teilnahme wird bereits viel bewirkt und mit einem vergleichsweise geringen Zeitaufwand kann bereits sehr viel erreicht werden.

Seid dabei, seid präsent – und erhaltet damit ein Stück mehr Lebensqualität in Monte Laa!