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Bürgerversammlung Viola Park 27.02.2013

Das Projekt Viola Park wurde der Öffentlichkeit erstmals im Juni 2012 vorgestellt. Seither weisen zahlreiche Anrainer der umliegenden Wohngebiete (Theodor-Sickel-Gasse, Kleingartenvereine Fischeralm und Wilhelmshöhe sowie Monte Laa) auf vielerlei Problembereiche hin und setzen sich für Verbesserungen ein.

Der schließlich von der FPÖ eingebrachte Antrag auf Abhaltung einer Bürgerversammlung wurde in der Sitzung der Bezirksvertretung Favoriten vom 12. Dezember 2012 einstimmig angenommen. Der Termin hierfür steht schon länger im Kalender, dennoch erinnern wir euch gerne noch einmal an dieses wichtige Ereignis!

Die Bürgerversammlung findet am

Mittwoch, 27. Februar 2013

 um 18:30 Uhr

in der

 FH Campus Wien

 (beim Verteilerkreis Favoriten; Favoritenstraße 226, 10. Bezirk)

statt.

Dabei habt ihr die Möglichkeit, euch über das auf dem rund 200.000m² großen Areal geplante Projekt zu informieren und vielleicht auch noch den ein oder anderen Hinweis den anwesenden Experten mitzugeben. Also, lasst euch das nicht entgehen und seid mit dabei!

Eine Zeit lang war in Wien die „Gas Association“ etabliert, deren englische Ingenieure einen Sport nach Wien brachten, der die Bevölkerung fesseln sollte wie fast kein anderer Sport: Fußball! Besonders erwähnenswert ist dabei nicht nur Fußballer-Legende Matthias Sindelar, sondern auch die Wiener Austria, die heute mit der Generali Arena und der neuen Nachwuchsakademie endlich fest am Laaerberg beheimatet ist.

 

Matthias Sindelar | FK Austria Wien | Stadion beim Verteilerkreis (Generali Arena)

Ursprünglich begann alles in Döbling, doch die Kicker vom „zehnten Hieb“ trugen zur Geschichte des Wiener Fußballs maßgeblich bei. So kam beispielsweise in vergangenen Zeiten fast die Hälfte der österreichischen Nationalmannschaft aus Favoriten, und auch einer der größten und wohl berühmtesten Fußballer war ein Favoritner Sportler: Matthias Sindelar.

 

Matthias Sindelar – Die Legende aus Favoriten

Matthias SindelarMatthias Sindelar wurde am 10.2.1903 in Karlau bei Iglau in Mähren geboren. Er wuchs in einer Arbeiterfamilie auf und kam als Kind mit seinen Eltern nach Wien. Nachdem er seinen Vater im ersten Weltkrieg verlor, hatte er ein hartes Leben. Er erlernte den Beruf Mechaniker und begann beim Fußballverein Hertha zu spielen. Bei seinem ersten Spiel im Jahre 1923 siegte er bereits, 1924 wechselte er zum Amateur-Sportverein (der späteren Austria).

Nachdem Sindelar im Bad stolperte und einen Tag darauf beim Spiel einen Tritt auf das Knie bekam, lautete die Diagnose Meniskusverletzung. Sindelar unterzog sich einer damals noch riskanten und ungewöhnlichen Operation und hatte Glück: Er wurde wieder spielfähig und entwickelte eine Technik mit der er Karriere machte. Körperbetontes Spiel ersetzte der Fußballer mit dem zarten Körperbau durch seine perfekte Balltechnik, was ihm den Spitznamen „Papierener“ einbrachte. Sindelar wurde zur absoluten Nummer eins der (mittlerweile) Austria und der Nationalmannschaft. 27 Tore schoss er allein in den Jahren 1931 bis 1934. Manche sagen ihm nach, dass er menschlich als auch sportlich sehr viel zur Rettung der Austria (die anfangs der 30-iger Jahre zahlungsunfähig war) beitrug und diese zusammengehalten hätte. Insgesamt 43 mal stand Sindelar in der österreichischen Nationalmannschaft, er wurde zur Legende und zum Symbol des österreichischen Fußballsports.

Der Untergang Österreichs im März 1938 machte ihm dem Vernehmen nach schwerer zu schaffen als man dachte. Die Nazis umgarnten ihn und schenkten ihm ein Café das sie zuvor einem Juden abgezwungen haben. Sindelar fühlte sich als waschechter Wiener, interessierte sich nur für Fußball aber nicht für Politik. Menschen die ihn gut kannten waren überzeugt, dass er kein Nazi war. Sein letztes Spiel war jenes am 26.12.1938 in Berlin. Kurze Zeit später, am 23.1.1939 wurde er gemeinsam mit seiner Freundin tot in seiner Wohnung aufgefunden. Offizielle Todesursache war eine „Kohlenoxydgasvergiftung“, zu der es durch den mit Watte verstopften Abzug des Ofens gekommen war. Ob es ein Unfall war wurde nie geklärt, doch in den Straßen Wiens munkelte man schnell, dass es sich um Selbstmord gehandelt haben könnte. Die Freundin des depressiv gewordenen Sindelar´s sei nämlich vom Naziregime als „Halbjüdin“ verfolgt worden.

Am Laaer Berg, dort wo Sindelar seinen Schrebergarten hatte, benannte man eine Gasse nach ihm. Sie befindet sich kurz nach der Kreuzung Laaer-Berg-Straße / Bitterlichstraße, fährt man die Bitterlichstraße Richtung Simmering entlang geht es rechts hinein in die Sindelargasse.

 

Die FK Austria Wien

Franz Horr StadionSindelar war eng mit der Austria verbunden. Er überdauerte auch die Finanzkrise der Austria in den dreißiger Jahren und schlug sensationelle Angebote aus dem Ausland aus. Die Austria wurde ursprünglich aus einem Streit im Jahre 1910 heraus gegründet, der den Fußballverein Cricketer betraf. Der neu abgespaltete Klub wollte sich eigentlich „Neue Wiener Cricketer“ nennen, doch dagegen wehrten sich die „alten“ Cricketer vehement. So kam es, dass der neue Verein den Namen „Wiener Amateur-Sportverein“ erhielt.

Dieser Name war allerdings mit der Einführung des Berufsfußballs im Jahre 1925 ganz und gar nicht mehr zeitgemäß, weshalb man auf der Suche nach einem neuen Namen war. Zeitgleich kam es zu einer Fusion mit dem Schwimm- und Wasserballclub Austria und man entschloss sich, diesen Namen auch für den Fußballsektor anzunehmen. So wurde aus den „Amateuren“ die „Austria“.

Die Austria gehörte immer der höchsten Spielklasse an, etablierte sich in den dreißiger Jahren zum europäischen Spitzenverein und stellte zu dieser Zeit auch den Kern der Nationalmannschaft. So gewann die Austria 1933 und 1936 den Mitropa-Cup, den man quasi als einen Vorläufer der Champions-League bezeichnen kann. In den Jahren 1924, 1926 und 1949 holte sie Meistertitel. 1950 gewann die Austria die erste österreichische Meisterschaft. Durch den Durchbruch neuer Talente erlebte die Austria in den siebziger Jahren einen neuerlichen Aufschwung. In den folgenden Jahren errangen die Violetten zahlreiche und teils phänomenale Siege. Bis heute ist der seit 1.1.2008 unter dem Namen „FK Austria Wien“ geführte Verein für seine tatkräftige Kampfmannschaft österreichweit bekannt und verfügt über zahlreiche namhafte Großsponsoren wie etwa Verbund, Generali Versicherung, Rewe Konzern, Nike, Siemens und viele andere.

 

Generali Arena – Das Stadion beim Verteilerkreis

Horr Stadion Zugang Die Austria hatte zur Zeit als Amateur-Sportverein so lange auf dem WAC-Platz im Prater gespielt, bis sie einen eigenen Platz in Ober St. Veit anlegen konnte. Nach dem Bau des Stadions mietete sich die Austria 1931 dort ein. Zwischenzeitig tat sich jedoch einiges am Laaer Berg: Der am 25.1.1918 ins Leben gerufene Verein „Tschechisches Herz“ (=„?eské srdce“), der sich die Linderung der Not von Kriegswaisen und Kriegswitwen zur Aufgabe machte, konnte im Jahr 1922 ein Areal an der Fischhofgasse erwerben und legte dort einen Sportplatz an.

Das dort erbaute Stadion mit dem Namen „?eské srdce“ wurde schließlich am 15. August 1925 eingeweiht. Assimilierung und politische Ereignisse führten jedoch zum Rückgang des tschechischen Bevölkerungsanteils in Wien, weshalb die Minderheit den Platz weder ausreichend nützen noch erhalten konnte. Die Sportanlage wurde daher von der Gemeinde Wien Ende der siebziger Jahre erworben, modern ausgebaut und dem Wiener Fußballverband (WFV) zur Verwaltung übergeben. Das Stadion wurde nunmehr als „WFV-Stadion“ bekannt.

Horr Stadion SpielfeldDer damalige Präsident des Wiener Fußballverbandes war Franz Horr. Er wurde am 16.4.1913 in Wien geboren und hatte die Funktion des Präsidenten beim Wiener Fußballverband in den Jahren 1972 bis 1974 inne. Es gefiel ihm nicht sonderlich, dass auf dem ehemaligen Verbandsplatz des Vereins „Tschechisches Herz“ nur Nachwuchsmannschaften und unterklassige Klubs spielten. Zudem war es ihm ein Anliegen, einerseits der zwar höchstklassigen, aber quasi heimatlosen Austria einen Platz und andererseits den Favoritnern wieder einen Spitzenklub zu geben. Er wandte sich daher an die FK Austria Wien, die bald darauf (bereits 1973/1974) ihre Nationalligaspiele im WFV-Stadion austrug.

Franz Horr spielte mit dem Gedanken, das WFV-Stadion in ein großes „Matthias-Sindelar-Stadion“ auszubauen. Nach dem überraschenden Tod des Präsidenten am 6.1.1974 wurden diese Überlegungen jedoch verworfen und die Sportanlage auf „Franz-Horr-Stadion“ umbenannt. Einige Jahre danach sollte sich auch sein Wunsch erfüllen: Seit 1982 ist die Austria auf dem Platz am Laaer Berg beheimatet.

Im Jahre 1987 erhielt das Stadion mit der Westtribüne eine überdachte Stehplatztribüne. In den Jahren 1997 bis 1999 musste die historische Südtribüne aus dem Jahr 1925 einem modernen Neubau weichen. Die neue Südtribüne erhielt dabei den Namen „Matthias Sindelar-Tribüne“. Für rund neun Millionen Euro erfolgte im Jahre 2008 der Bau einer neuen Osttribüne sowie der Umbau der West- und Nordtribüne.

Im Frühjahr 2000 übersiedelte schließlich die Geschäftsstelle der Wiener Austria in das Franz-Horr-Stadion. Die Wiener Austria ist damit ein Stück mehr heimisch im zehnten Wiener Gemeindebezirk geworden. Seit dem Neubau der FAK Nachwuchsakademie 2009/2010 am nahegelegenen Trainingsareal an der Laaer-Berg-Straße 143 spielen nunmehr alle Mannschaften der Wiener Austria lediglich „einen Steinwurf“ voneinander entfernt.

Im Dezember 2010 wurde die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen der FK Austria Wien und der Generali Versicherung bekanntgegeben. Eine Folge daraus ist die Umbenennung des Franz-Horr-Stadions. Generali hat die Patenschaft für das Stadion übernommen und erhält vorerst auf fünf Jahre (inkl. fünf Jahre Verlängerungsoption) das Namensrecht. Damit heißt das Franz-Horr-Stadion nunmehr „Generali Arena“.

Fotos von der Generali Arena finden sich hier in der Bildergalerie

Im Dezember 2010 wurde die Umbenennung des Franz-Horr-Stadions in „Generali Arena“ öffentlich bekannt gegeben. In diesem Zusammenhang nützt das Team von montelaa.biz die Gelegenheit, einen weiteren bereits angekündigten Teilbereich freizugeben.

Damit hält nunmehr die Geschichte des Fußballs am Laaerberg, die Generali Arena (vormals Franz-Horr-Stadion), Matthias Sindelar und die neue Nachwuchsakademie der FK Austria Wien Einzug auf montelaa.biz!Als erster Eintrag in der neuen Kategorie Architektur kann alles Wissenswerte über die neue Nachwuchsakademie der FK Austria Wien nachgelesen werden, die 2009/2010 in weniger als einem Jahr Bauzeit am Laaerberg errichtet wurde.

Passend dazu kann man auch einen kleinen historischen Überblick über die Geschichte des Wiener Fußballs am Laaerberg im History-Bereich nachlesen und so Interessantes über die Fußballer-Legende Matthias Sindelar, die FK Austria Wien und die nunmehrige Generali Arena (vormals Franz-Horr-Stadion) erfahren. Wie gehabt werden die Inhalte in diesen Kategorien laufend erweiteret, hin und wieder mal reinzukucken lohnt sich also bestimmt!

FAK Nachwuchsakademie Am 30. Juni 2009 wird die offizielle Baubewilligung erteilt. In den darauffolgenden Wochen wird das 35.000m² große Areal des ESV Südost-Platzes geräumt und die vormalige Bebauung abgerissen. Anfang September werden die gewaltigen Aushubarbeiten für die über 2.500m² große Halle begonnen. Bereits im November 2009 ist der Rohbau der zweistöckigen Halle (nicht einmal zwei Monate nach dem Spatenstich!) abgeschlossen.

Schon am 8. Februar 2010 wird die neue violette Akademie teilweise in Betrieb genommen. Ab sofort können die Fußballhalle und ein Kunstrasenplatz benützt werden. Mitte März 2010 übersiedeln die Akademie-Administration und einige Nachwuchs-Büros in die Laaer-Berg-Straße 143. Nunmehr können die Akademie-Teams auch den Kabinentrakt nutzen.

FAK NachwuchsakademieIm April 2010 werden die Planierungsarbeiten der Außenanlagen abgeschlossen. Ebenso erfolgt die endgültige Ausstattung der Kraftkammer, des Fitness- & Wellnessbereichs und der Kantine. Ende Juni 2010 wird der zweite Rasenplatz fertiggestellt.

Knapp ein Jahr nach Erhalt der Baubewilligung erfolgt am 23. Juni 2010 die offizielle und feierliche Eröffnung durch Bürgermeister Michael Häupl, Austria-Präsident Wolfgang Katzian und Austria AG-Vorstand Markus Kraetschmer. Die Austria Akademie hat nunmehr ihren Vollbetrieb aufgenommen.

Weitere Fotos von der hochmodernen Nachwuchsakademie der Wiener Austria finden sich hier in der Bildergalerie. Informationen zur Geschichte der Wiener Austria und ihrer weiteren Einrichtung am Laaerberg, der Generali Arena, finden sich hier im History-Bereich.

Unter dem Motto „Kicken gegen Hass, Gewalt und Intoleranz“ fand am heutigen Donnerstag, 7.10.2010 ein Charity-Match zwischen der Wiener Austria und den Trialog All Stars statt.

Die Benefiz-Veranstaltung im Franz-Horr-Stadion, die auch von den benachbarten Bewohnern Monte Laa´s nicht unbemerkt blieb, widmete sich gänzlich dem guten Zweck. Unter der Mitwirkung namhafter Sponsoren und Größen des Fußballs setzten die Wiener Austria und das Trialog-Institut ein Zeichen für ein besseres Miteinander unterschiedlicher Kulturen. So waren nicht nur Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl, Austria AG-Vorstand Markus Kraetschmer und News-Chef Oliver Vogt direkt vor Ort sondern auch beinahe die gesamte Führungsriege des FK Austria Wien und zahlreiche weitere hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft.

Das gemischte Team der Trialog All Stars setzt sich aus jüdischen, muslimischen sowie christlichen Jugendlichen zusammen und wurde von niemand anderem als der heimischen Fußballlegende Ivica Vastic trainiert.

Vor Spielbeginn wurde Austria AG-Vorstand Thomas Parits herzlich zum Geburtstag gratuliert. Nach einer Vorstellung der Spieler, der Sponsoren und der Vertreter aus Wirtschaft und Politik sang der kleine Aron als Symbol des Miteinanders ein Lied. Sodann wurde unter tobendem Beifall der zahlreichen Fans und Besucher angekickt. Gespielt wurden 2x 30 Minuten. Schon in der elften Minute schoss Patrick Salomon das erste Tor für die Wiener Austria. Bis zur Halbzeit wurden insgesamt fünf violette Tore erzielt.

In der rund viertelstündigen Pause erfrischten sich die Spieler, während die Fans mit Livemusik von Cardiac Move unterhalten wurden. Die Band formierte sich ursprünglich bereits im Jahre 2002 und wurde 2008 durch den Sieg beim Bandwettbewerb „Soundcheck“ des Radiosenders Ö3  bekannt.

In der zweiten Spielhälfte konnte die Wiener Austria ihren Vorsprung weiter ausbauen: Weitere zehn Tore wurden geschossen. Aber auch die Trialog All Stars erzielten in der 56. Minute ein Tor. Mit dem Ergebnis 15:1 für die Wiener Austria endete schließlich das heutige Charity-Match.

Das Trialog-Institut veranstaltet den sogenannten Trialog Champions Cup seit 2008 jährlich und vergibt dabei die Trialog Awards. Im Rahmen der heute in dieser Form bisher noch nie da gewesenen Benefiz-Veranstaltung, die als dritter Trialog Champions Cup in die Geschichte des Fußballs eingeht, wurden die Trialog Awards für das Jahr 2010 vergeben. Ivica Vastic erhielt heute den Trialog Award für das Jahr 2010 in der Kategorie Sport und zeigte sich sichtlich erfreut über das mit der gelungenen Veranstaltung gesetzte Zeichen gegen Intoleranz, Hass und Gewalt.

Auch der verbindende Gedanke des Fußballs, der bei diesem Charity-Match weitaus mehr im Vordergrund stand als das Endergebnis, war heute einmal mehr eindeutig erkennbar. Auf die Spieler sowie alle Mitwirkenden kann man wahrlich stolz sein: Der Reinerlös des heutigen Events kommt Stipendien für sozial schwache Studenten unterschiedlicher Religionen zu Gute.