Hans Hollein ärgert sich über Monte Laa

Auf ORF-Online findet sich heute erneut ein Artikel, der die fehlende öffentliche Verkehrsanbindung des Stadtentwicklungsgebietes Monte Laa zum Thema hat. Ebenso spricht Architekt Hans Hollein zur Thematik rund um die geplanten drei Hochhäuser –  während Anrainer über jeden „turmfreien“ Tag  glücklich sind bezeichnet er Monte Laa auf Grund der noch unbebauten Flächen als „ein Projekt von Trau-Mich-Nichtsen“. 

 

Zitat: 

Warten auf Bim für „Monte Laa“ 

Für das Stadtentwicklungsgebiet „Monte Laa“ in Favoriten gibt es noch immer keine konkreten Pläne für eine Straßenbahnanbindung. Weiterhin werden von der Stadtplanung mehrere mögliche Varianten geprüft. 

Anrainer wegen Verkehrsentwicklung besorgt 

In den nächsten Jahren sollen auf dem Porr-Gelände in „Monte Laa“ drei Wohn- und Bürotürme mit bis zu 110 Meter Höhe entstehen, auch wenn deren Finanzierung noch unklar ist. Laut Porr wird das Projekt „derzeit entwickelt“. Die Anrainer sind vor allem wegen der Verkehrsentwicklung besorgt und haben bereits im Juni eine erste Bürgerversammlung abgehalten. Für sie ist der Stadtteil schon jetzt nicht optimal an den öffentlichen Verkehr angebunden. Zudem werden durch die Hochhäuser Fallwinde, ähnlich wie auf der Donauplatte, befürchtet. 

Der ehemalige Planungsstadtrat Rudolf Schicker (SPÖ) hatte den Anrainern eine Straßenbahn-Anbindung versprochen. In den Büros der Stadtplanung werden seitdem die möglichen Varianten erhoben – bis wann es einen konkreten Plan geben wird, sei aber noch nicht zu sagen, heißt es gegenüber „Radio Wien“.

 

Kein Druck von Bezirksvorstehung

Die Bezirksvorstehung Favoriten wolle einmal die Vorschläge der Stadtplaner abwarten, heißt es. Im Zusammenhang mit der öffentlichen Verkehrsanbindung von „Monte Laa“ kämpfe man derzeit mit anderen Problemen. Zwei „für die Anrainer wichtige“ überregionale VOR-Busverbindungen drohten eingestellt zu werden. In der  Bezirksvorstehung ist man aber zuversichtlich, dass „es die beiden Buslinien nun doch weiter geben wird“.  

„Monte Laa ist ein Projekt von Trau-Mich-Nichtsen“, ärgerte sich Architekt Hans Hollein und hofft dennoch auf einen baldigen Startschuss für das von ihm geplante Turmprojekt: „Die Platte steht. Irgendetwas muss man dort ja wohl hinbauen.“ 

wien.orf.at, 30.11.2010

 

Wie bekannt, sorgen die Hochhäuser Monte Laa´s immer wieder für Aufregung und Ärgernis unter den Anrainern und Bewohnern. Zahlreiche Artikel zu diesem umstrittenen Projekt des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans Nr. 7915 finden sich hier.

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