Emil Fucik

Emil FucikEin Wiener Politiker, der während seiner politischen Karriere seinen Heimatbezirk Favoriten maßgeblich und nachhaltig geprägt hat. Zu seinen Ehren erhielt die Emil-Fucik-Gasse im Stadtentwicklungsgebiet Monte Laa im Jahre 2004 seinen Namen.

Emil Fucik wird am 14. Mai 1912 als Sohn eines Eisendrehers in Wien geboren und wächst im zehnten Bezirk auf. Seine berufliche Laufbahn beginnt er im Jahre 1928 bei der Spar- und Vorschussgenossenschaft „Flugrad“. In den Jahren seiner Arbeitslosigkeit, 1933 bis 1938, besucht Emil Fucik die Volkshochschule. Er engagiert sich auch politisch und ist Funktionär der Gewerkschaft sowie Mitglied der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP). 1935 wird er aus politischen Gründen verhaftet, im Jahre 1941 zieht man ihn zum Militär ein.

Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs arbeitet Emil Fucik in einer Chemiefabrik. Ab nun schreitet er in seiner politischen Laufbahn mit Riesenschritten voran: 1946 wird er Bezirkskulturreferent, ein Jahr später Bezirkssekretär der SPÖ. Ab dem Jahre 1953 ist er Mitglied des Wiener Landtages und des Gemeinderates, bis er am 11. Mai 1966 als neuer Bezirksvorsteher Favoritens die Nachfolge von Karl Wrba antritt.

Während seiner bis ins Jahr 1977 andauernden Amtszeit setzt Emil Fucik bleibende so wie einzigartige Projekte um, die den Bezirk merkbar verändern. Hierzu zählen vor allem die Errichtung der Fußgängerzone in der Favoritenstraße, die Verlängerung der U-Bahnlinie U1 vom Südtiroler Platz bis hin zum Reumannplatz sowie die Durchführung archäologischer Ausgrabungen in Unterlaa. Nicht zu vergessen ist natürlich die Abhaltung der zweiten internationale Gartenschau im Jahre 1974 (sogenannte „WIG 74“), die nach Ende der Veranstaltung zum heute bekannten „Kurpark Oberlaa“ umgewandelt wurde.

Emil Fucik GasseEmil Fucik stirbt am 2. Dezember 1989 in Wien und wird in der Feuerhalle Simmering beigesetzt. Zu seinen Ehren wird die in den Jahren 1950 bis 1951 errichtete Wohnhausanlage in der Gudrunstraße 55-103 im Jahre 1992 nach ihm benannt. Der „Emil-Fucik-Hof“ bleibt jedoch nicht das einzige Ehrenmal für den seine Zeit prägenden Politiker. Im Jahre 2004 wird im Stadtentwicklungsgebiet Monte Laa die neu angelegte Emil-Fucik-Gasse nach ihm benannt.

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