Die Sanierung der Laaer-Berg-Straße im Ergebnis

Die Sanierung der Laaer-Berg-Straße ist nunmehr weitgehend abgeschlossen. Vor allem jene, die die Laaer-Berg-Straße täglich passieren, haben sich bereits an die neue Straßenführung mit den Gehsteigvorziehungen und den auf Grund der neuen Radwege engeren Fahrstreifen gewöhnt.

Dennoch haben die Neuerungen bereits so manche Kritik erhalten. Eine Änderung sorgt jedoch für besonders großen Unmut: Jetzt ist nämlich auch ein direktes (Links-)Abbiegen zum Postamt in die Gellertgasse nicht mehr möglich!

Die Post bringt allen was – und wenn nicht, muss man sie selber holen. Wer nicht daheim ist und auch keinen Nachbar hat der dem Postboten öffnet, muss zukünftig einen etwas weiteren Weg zum Postamt in der Gellertgasse auf sich nehmen. Das deshalb, weil auf der Laaer-Berg-Straße die Abbiegespur in Fahrtrichtung Reumannplatz weggenommen wurde. Kam man also früher von Monte Laa und wollte auf der Laaer-Berg-Straße nach links zum Postamt abbiegen, so hat man heute Pech. Da auch die Gellertgasse eine Einbahnstraße ist, muss man – von Monte Laa kommend – bis zum Reumannplatz hinunter fahren und eine Schleife in den dortigen Einbahnstraßen (Bürgergasse) fahren um wieder in Fahrtrichtung nach Monte Laa auf der Laaer-Berg-Straße zu landen. Von dort ist dann ein (nunmehrigen rechts-)abbiegen in die Gellertgasse zum Postamt möglich. Das ist vor allem für zeitlich kurz angebundene Autofahrer ein enormer zusätzlicher Umweg, den man sich hier auf der Karte ansehen kann.

Für die Asphaltierung des Radweges wurden am Ende der Laaer-Berg-Straße / Reumannplatz auch (Kurz-)Parkplätze vernichtet. Weiters wurde dem in ganz Wien immer wieder ersichtlichen Konzept, die Bushaltestellen vorzuziehen und die vormals vorhandenen Bushaltestellenbuchten zu eliminieren, auch an der Laaer-Berg-Straße Rechnung getragen. Durch die nunmehr vorhandenen Vorziehungen steht der Individualverkehr hinter dem öffentlichen Verkehr an – steht der Bus der Linie 68A, dann steht auch die Autoschlange dahinter still. Seit September wurden solche „Autoschlangen“ bereits des Öfteren gesichtet. Insbesondere zu Stoßzeiten ist das Stocken des Verkehrs weitaus deutlicher erkennbar als dies vor den Neuerungen durch die nunmehr abschnittsweise erfolgte Sanierung der Laaer-Berg-Straße der Fall war.

Im Großen und Ganzen betrachtet wird durch diese Neuerungen daher unter anderem nicht nur unnötiger Stau, sondern auch noch eine offenbar bewusste Umweltschädigung durch unnötig vermehrte Abgasproduktion verursacht. Für Umweltbewusste zeigt sich hier eindeutig, dass seitens der Stadtverwaltung wieder einmal der falsche Weg eingeschlagen wurde – denn der Verkehr wird nicht wirklich weniger, dafür jedoch stau- und abgasreicher. So mancher Autofahrer dankte der Stadtverwaltung zwischenzeitig und bereits zornig für diesen Weitblick.

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